Weitergewährung Erwerbsminderungsrente - Ängste

von
mabu

Hallo

ich selbst habe eine volle Erwerbsminderungsrente bis 05.2011 und verfolge sehr interessiert die Beiträge zu Verlängerungsanträgen.

Es fällt auf, dass

1. die Sachbearbeiter bei der RV nur verwalten und an dem Entscheidungsprozess selbst gar nicht mitwirken und bei telefonischen Anfragen stets vertrösten
2. man zu den Entscheidungsärzten im Hintergrund gar kein Kontakt aufnehmen kann und darf
3. man mit oberflächlichen, voreingenommenen und desinterssierten Gutachtern zu tun bekommt
4. Mit seinem Arbeitgeber oder dem Arbeitsamt zu kämpfen hat, die an schnellen und belastbaren Aussagen interessiert sind

Zusammenfassen hat der Erkrankte mit sehr vielen Ängsten, Ungewissheiten und mangelndem Respekt zu kämpfen.

Keiner kann "Ferndiagnosen" treffen, aber letztendlich sollte man zunächst einem Erkrankten glauben, bevor man alles in Frage stellt oder relativiert.

Sicherlich sind auch Schmarotzer in unserem Sozialstaat unterwegs, aber diese kann man auch ausmachen, wenn man mit den tatsächlich Bedürftigen respektvoll umgeht.

Also wünsche ich allen Leidensgenossen viel Mut und ermuntere alle, einen Antragsweg erhobenen Hauptes durchzuhalten und ggf. zu klagen.

Martin

von
Hmmm...

Man sollte nicht von den eigenen vielleicht negativen Erfahrungen darauf schließen, dass dies der Regelfall im Rentenverfahren ist. Außerdem ist es nunmal so, dass überwiegend diejenigen, die was zu meckern haben, ob zu Recht oder Unrecht, ihr grenzenloses Leid in die Welt hinausschreien. Diejenigen, bei denen alles glatt gelaufen ist wird man hier eher weniger finden....

von
Und!!!!

man kann sich gar nicht vorstelle, wieviele "achso Kranke"Menschen es gibt. Wenn es nach den Meinungen dieser Scheinkranken geht, müsste mindestens jeder 2. Bewohner dieses Langes eine Rente wg Krankheit beziehen. MINDESTENS.

Das ist sicher auch ein Fehler der behandelnden Ärzte, die jeden sofort TOTALE UNFÄHIGKEIT zum Arbeiten bescheinigen.

Getreu nach dem Motto : "Also mein Arzt hat gesagt, ich könnte gar nix mehr arbeiten"

Würden diese Ärztre wenigser lügen, würden auch von vornerein weniger Anträge gestellt.

Aber solange man vom Arzt noch bestätigt wird, geht alles so weiter wie bisher.

In diesem Sinne...

Experten-Antwort

Hallo Martin,

lassen Sie mich folgende Anmerkungen zu Ihren Aussagen machen:

Ansprechpartner für den Versicherten ist in erster Linie der Sachbearbeiter. Da dieser jedoch kein Mediziner ist, steht ein erfahrener Sozialmediziner als Gutachter zur Seite. Diese Ärzte unterbreiten jedoch der Verwaltung einen Entscheidungsvorschlag. Sie sind sicher nicht voreingenommen und oberflächlich, denn Erfahrungsgemäß werden Entscheidungen dieser Ärzte meistens in einem eventuell stattfindenen Sozialgerichtsverfahren von unabhängigen vom Gericht benannten, Gutachtern, bestätigt.

Der Gutachter ist jedoch nicht Ansprechpartner des Versicherten. Allerdings hat der Sachbearbeiter sehr wohl Kontakt zum Gutachter und kann ggf. bei Zweifelsfragen mit ihm Rücksprache nehmen.

Darüberhinaus kann den Ausführungen von "Hmmm" nur zugestimmt werden.

von
Was sollen die Antworten?

Kann das war sein?
Ich glaube, dass die 3 Beitragsarten genau diese Art von mangeldem Sozialverständnis geprägt sind, die Mabu angesprochen hat.
Wie Sarazin angemerkt hat: Deutschland schafft sich selbst ab...

von
Hoooorst

Ich finde es sehr gewagt, von einigen wenigen Negativerlebnissen auf einen allgemeinen Misstand zu schließen.
Ganz seltsam wird es allerdings wenn voneinander unabhängige Behörden (z.B. DRV Bund und die Regionalträger) in einen Topf geworfen werden.