Welche Altersvorsorge ist am besten für mich geeignet?

von
Michi

Hallo,
meine Bausparkasse hat mich eingeladen über meinen Bausparvertrag zu reden, da dieser bald ausläuft und ich die 40% bereits gedeckt habe.
Der Berater hat mir dann zu Riester-Bauspar geraten und mir ausgerechnet das ich nicht unter 30% rendite kommen würde. Er habe generell noch nie jemanden erlebt, der unter 25% Rendite beim Riester-Sparen hätte.
Da ich in ziemlich genau einem Jahr ein Duales Studium beginne und dadurch weniger verdienen werde, erklärte er mir ich könne die Zahlungen einfach jederzeit minimieren oder gar ganz einfrieren. Und er würde keine Gebühren verlangen, wie es z.b. Versicherungen mit ca. 10% tun.
Die einzige Gebühr wäre die 1% Startgebühr vom Bausparvertrag.
Das ganze klingt für mich recht interesant, allerdings traue ich dem ganzen nicht so, da auch meine Eltern schonmal einen Riestervertrag hatten, den sie gleich wieder kündigten, da er keine Rendite brachte.
Darum frage ich hier einmal in die Runde: Ist ein Riester-Bauspar-Vertrag wirklich so rentabel oder wäre eine andere Altersvorsorge evt. besser für mich?
Wenn ich kein Wohneigentum kaufe, bekomme ich das eingezahlte Geld nurnoch als lebenslange Rente ausgezahlt. Lohnt sich das trotzdem?
Oder wäre es evt. rentabler wenn ich das Geld fest Anlege (Festgeldkonto o.ä.)

Noch einige Details zu meiner Person:
22Jahre alt
momentaner Verdienst: ~30K brutto/Jahr
Verdienst während Studium: ~10K brutto/Jahr
Verdienst nach Studium: 40K+ brutto/Jahr
Die knappen 70-80€/Monat die ich einzahlen müsste würden mir nicht wehtun. Damit könnte ich gut kalkulieren.

von
Experte

Hallo Michi,
Für Wohneigentum zu sparen, ist generell nichts schlechtes.
Jedoch ist die Bindung bei einem Wohn-Riestervertrag wesentlich höher, als wenn du das alles getrennt voneinander machen würdest.
Denn wenn du das Haus hinstellst bevor du verheiratet bis, wird dieses bei einer eventuellen Scheidung nicht geteilt.
Denn es ist dein Vermögen das du in die Ehe einbringst.
Anders wenn das über Riester läuft.
Da verlierst du sogar noch die Hälfte deiner Altersvorsorge nach der Scheidung, denn du mußt weiter einzahlen, selbst wenn du gerichtlich des Hauses verwiesen wirst und deine Frau mit zB. Kindern darin wohnt.
Ich würde auf Nummer sicher gehen, Haus und Riester trennen.

Experten-Antwort

Hallo Michi,

die Möglichkeiten der Altersvorsorge sind sehr vielfältig. Die Frage nach der Rendite ist wichtig aber bei Weitem nicht der einzige Aspekt für eine Entscheidung. Weitere Entscheidungshilfen/-kriterien sind z. B.:
- staatliche Fördermöglichkeiten,
- Sicherheit der Anlage (auch z.B. vor Anrechung auf Arbeitslosengeld II bzw. Pfändung),
- Kosten und Gebühren des Produktes,
- Flexibilität,
- Anlagehorizont,
- steuerliche Gesichtspunkte.

Die Deutsche Rentenversicherung darf keine individuellen und konkreten Anlageempfehlungen geben. Wir erläutern Ihnen gerne die staatlichen Fördermöglichkeiten und machen Aussagen zu Produktkategorien mit ihren jeweiligen Charakteristiken.
Wichtig ist grundsätzlich auch eine Vorsorgeanalyse - hierbei helfen wir Ihnen.
In unseren Auskunfts- und Beratungsstellen bieten wir Ihnen deshalb ca. einstündige, kostenfreie und persönliche Informationsgespräche rund um die Altersvorsorge an.