Welche Konsequenzen hat eine Lücke im Rentenverlauf (bei Nichtanmeldung zur Vermittlung, Abmeldung von der Vermittlung oder Sperre von der Vermittlung durch die Arbeitsagentur)

von
Gast-Account

Ich möchte mich gerne über die oben genannten Konsequenzen informieren.

Mein SA bei der Arbeitsagentur konnte mich auch nicht über die Konsequenzen einer Lücke aufklären, als ich mir die rechtlichen Hinweise der Eingliederungsvereinbarung erklären lassen wollte - nur das dies nicht gut sein soll. Weshalb und warum konnte mir nicht gesagt werden.

mein Rentenverlauf in Kurzform:
- Schule/Gymnasium besucht
- als Arbeitslos gemeldet 2 Monate
- Zivildienst
- als Arbeitslos gemeldet 2 Monate
- Studium mit über 25 erfolgreich abgeschlossen (es wurde zunächst ein anderer Studiengang studiert, aber nicht abgeschlossen - sprich abgebrochen)
- seit kurzen als arbeitslos ohne Leistungen gemeldet

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen gab es bis jetzt noch nicht, sondern lediglich nicht-sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten.

Frage:

Was bedeutet eine Meldung der Rentenzeit der Bundesagentur für Arbeit in meinen Falle überhaupt? Mir ist nur bekannt, dass hierfür keine Beträge gezahlt werden, aber irgendwie Anrechnungszeiten gemeldet werden? Welchen praktischen Nutzen haben diese in meinen Falle.

Welche Konsequenzen hat eine Lücke im Rentenverlauf in den folgenden fiktiven Fällen:
- Nichtanmeldung zur Vermittlung (sprich ich hätte mich erst gar nicht angemeldet)
- eigene Abmeldung von der Vermittlung (ohne anschließende Erwerbstätigkeit oder längerer Aufenthalt im Nicht-EU-Ausland)
- Sperre von der Vermittlung durch die Arbeitsagentur

Mir ist bekannt, dass im Falle einer Sperre keine Meldung erfolgt und eine Nachweispflicht der Bemühung gegenüber der Rentenversicherung besteht, damit die Zeit nach der erneuten Arbeitslosenmeldung angerechnet werden kann?

Was bedeutet es, falls die Rentenversicherung die Zeit der Sperre als "unschädlicher Überbrückungstatbestand" anerkennt? Zählt die Zeit der Sperre dann irgendwie für die Rentenzeit?

Was ist, falls ich innerhalb der Sperre eine Arbeit finde? Was wird dann aus der Zeit der Sperre?

Gibt es Unterschiede zwischen Sperre und eigener Abmeldung? (mal von der Nachweispflicht der Bemühungen abgesehen)

eine zweite Frage:
Habe gelesen, dass Rentenzeiten irgendwie freiwillig nachbezahlt werden können, was in meinen Falle für die Zeit vom Studium über 25 scheinbar sinnvoll sein könnte, da Zeiten über 25 nicht angerechnet werden.

Gilt dies für alle Zeiten? Oder nur für bestimmte Zeiten, wie die Zeit meines Studiums im Alter über 25 ? D.h. könnte ich auch eine mögliche "sonstige" Lücke (Auslandsaufenthalt, nicht zur Vermittlung angemeldet etc.) im Rentenverlauf auch später "nachkaufen"?

von
-/-

Bei der Menge an Fragen erscheint ein Griff zum Telefonhörer zwecks Terminvereinbarung in Beratungsstelle angebracht ....

von
Erich

"Mein SA bei der Arbeitsagentur konnte mich auch nicht über die Konsequenzen einer Lücke aufklären, als ich mir die rechtlichen Hinweise der Eingliederungsvereinbarung erklären lassen wollte - nur das dies nicht gut sein soll. Weshalb und warum konnte mir nicht gesagt werden."

Der Grund für diese mangelhafte Antwort ist klar:
Sie haben in der Autowerkstatt nach den Gründen gefragt, warum Ihre Waschmaschinec nicht mehr schleudert!

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn Sie ohne Leistungsbezug bei der Agentur für Arbeit gemeldet sind und dies gegenüber dem Rentenversicherungsträger nachweisen, berücksichtigt dieser für diese Zeit eine Anrechnungszeit in Ihrem Versicherungsverlauf.
Die Zeit der Anrechnungszeit zählt zum Teil zur Erfüllung der erforderlichen Wartezeit (Mindestversicherungszeit), die bei vorgezogenen Altersrenten gefordert wird.
Zusätzlich wirkt sich eine Anrechnungszeit bei Arbeitslosigkeit rentensteigernd aus, was allerdings aufgrund des jeweiligen gesamten Versicherungslebens individuell verschieden hoch ausfällt.

Unabhängig davon, ob Sie sich bei der Agentur für Arbeit abmelden oder gar nicht erst gemeldet hätten, kann eine Anrechnungszeit in solchen Fällen grundsätzlich nicht angerechnet werden. Im Einzelfall kann eine Anrechnungszeit zwar auch dann geltend gemacht werden, wenn Arbeitsbemühungen durch Vorlage von Bewerbungsschreiben und deren entsprechender Antworten der jeweiligen Firmen vorgelegt werden, bildet jedoch einen Ausnahmefall, sodass Sie auf der sicheren Seite sind, wenn Sie weiterhin bei der Arbeitsagentur gemeldet bleiben.

Zum Thema "Sperrzeit als Überbrückungstatbestand": Damit eine Zeit der Arbeitslosigkeit als Anrechnungszeit angerechnet werden kann, muss die Arbeitslosigkeit grundsätzlich eine versicherte Beschäftigung unterbrochen haben. Die Sperrzeit selbst ist dabei nicht als Zeit der Arbeitslosigkeit zu berücksichtigen und ist auch keine Anrechnungszeit, sodass eine sich an die Sperrzeit anschließende Arbeitslosigkeit eigentlich nicht anzurechnen wäre, da die sich an die Sperrzeit anschließende Arbeitslosigkeit nicht mehr eine versicherte Beschäftigung unterbricht. In diesem geschilderten Fall bewirkt die Sperrzeit jedoch, dass die sich anschließende Arbeitslosigkeit angerechnet werden kann. Die Sperrzeit selbst ist dann ein Überbrückungstatbestand, wenn sie auch (s.o.) selbst keine Anrechnungszeit ist.
Wenn Sie während der Sperrzeit eine neue versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen ändert dies nichts daran, dass die Sperrzeit selbst keine rentenrechtliche Zeit ist. Die Zeit der Beschäftigung ist dann ab ihrem Beginn eine (Pflicht-)Beitragszeit.

Der Unterschied zwischen einer Sperrzeit und einer (eigenen) Abmeldung bei der Agentur für Arbeit ist der, dass die Sperrzeit ein Überbrückungstatbestand ist, der bewirkt, dass ein sich unmittelbar anschließende Zeit der nachgewiesenen Arbeitslosigkeit als Anrechnungszeit angerechnet werden kann.
Melden Sie sich hingegen ab und während der Arbeitslosigkeit nachher wieder erneut an, kann die erneute Zeit der Meldung bei der Arbeitsagentur nicht angerechnet werden, da sie nicht mehr eine versicherte Beschäftigung unterbricht und kein Überbrückungstatbestand vorhanden ist, da die Zeit während der Nichtmeldung nicht als Überbrückung gewertet wird.

Was Ihre Frage anbelangt, ob eine Nachzahlung aufgrund nichtangerechneter Anrechnungszeiten wegen Schulausbildung sinnvoll ist, vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin bei Ihrem Rentenversicherungsträger, da sich eine dadurch ergebende etwaige rentensteigernde Wirkund individuell anhand Ihres Versicherungskontos errechnet werden müsste und ich dies darum an dieser Stelle nicht beantworten kann.

von
Gast-Account

Danke für die ausführliche Antwort. :)

D.h. eine Nichtmeldung, Abmeldung bei der Agentur für Arbeit kann später nicht, irgendwie "nachgefüllt" werden?

Denn ich kenne einige Kommilitonen, die sich nach dem Abschluss vom Studium bzw. Exmatrikulation nicht arbeitslos gemeldet haben.

Sie reden davon, dass zur Anrechnung eine versicherungspflichtige Beschäftigung vorher vorhanden sein muss. Zählt denn Zeiten der Ausbildung / Studium überhaupt dazu, wenn diese mehr als 8 Jahre betragen haben? Denn soweit ich mich informiert habe, können nach der aktuellen Rechtsprechung nur max. 8 Jahre angerechnet werden.
Wie werden im Rentenverlauf die Jahre, nach dem 8 Jahr bewertet?

Also, werden mir jetzt überhaupt Rentenzeiten durch eine Arbeitslosenmeldung angerechnet?

@Erich

Ich finde es nur schwachsinnig, dass ich eine EvG unterschreiben muss, die eine Rechtsbelehrung enthält, aber der SA scheinbar die Rechtsbelehrung selbst nicht ganz versteht. Aber eine Diskussion darüber passt nicht in dieses Forum.

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn eine Lücke im Versicherungsverlauf entstanden ist, weil eine Meldung bei der Agentur für Meldung nicht erfolgte, kann diese im Ausnahmefall nur dann mit einer Anrechnungszeit "gefüllt" werden, wenn die Arbeitsbemühungen ausreichend nachgewiesen werden, was zum einen jedoch nach ein paar Jahren schwierig werden dürfte und zum anderen in der Bearbeitungspraxis der Rentenversicherungsträger der absolute Ausnahmefall darstellen soll.

Bleibt natürlich die Möglichkeit, freiwillige Beiträge für diese Lücke(n) zu zahlen - jedoch: Freiwillige Beiträge kann man nur für das jeweils laufende Kalenderjahr zahlen. D.h. beispielsweise, dass heute eine Beitragszahlung für eine im Kalenderjahr 2011 liegende Lücke nicht mehr möglich ist.
Versicherte sollten sich daher rechtzeitig Gedanken darüber machen bzw. sich bei der Agentur für Arbeit melden. In der Beratungspraxis kommt es tatsächlich häufig vor, dass die Versicherten argumentieren, dass sie in entsprechend jungen Jahren noch nicht an die Rente gedacht u. sich einfach nicht beim Arbeitsamt gemeldet haben (erst recht, wenn ohnehin kein Leistungsanspruch besteht), schließen lässt sich die Lücke jedoch ab dem auf die Lücke folgenden Kalenderjahr nicht mehr.

Anrechnungszeiten wegen Schulausbildung ab dem 97. Monat der Schulausbildung werden nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt. De facto besteht nach heutigem Rechtsstand (soweit eine Beitragszahlung nicht erfolgt ist) eine Lücke im Versicherungsverlauf.

Sofern Sie bei der Agentur für Arbeit gemeldet sind, besteht ein Anspruch auf Anerkennung der Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit. Nur sollten Sie mit Ihrem Rentenversicherungsträger abklären, dass diese dort gespeichert werden. Lassen Sie sich daher von der Agentur für Arbeit unbedingt Bescheinigungen ausstellen, dass Sie dort geführt werden/wurden, damit Sie die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Rentenversicherungsträger nachweisen können.

Im Gegensatz zur Anrechnungszeit wegen Schulausbildung (u.a. auch Studium) ist zur Berücksichtigung der Anrechungszeit wegen Arbeitslosigkeit erforderlich, dass dadurch eine versicherte Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit oder eine versicherter Wehr- oder Zivildienst unterbrochen wurde (§ 58 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 sowie § 58 Abs. 4 SGB VI).
Insofern wäre grundsätzlich eine Berücksichtigung einer Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit, die sich unmittelbar an eine Anrechnungszeit wegen Schulausbildung ohne vorherige Beschäftigung/Tätigkeit/Wehr-/Zivildienst anschließt, nicht zu berücksichtigen.

Jedoch kein Grundsatz ohne Ausnahme! Nach der maßgebenden Vorschrift des § 58 Abs. 2 SGB VI ist eine oben beschriebene Unterbrechung für Zeiten nach Vollendung des 17. und vor Vollendung des 25. Lebensjahres nicht erforderlich.

Wenn also der Wechsel von der Schulausbildung zur gemeldeten Arbeitslosigkeit zwischen dem 17. und dem 25. Lebensjahr liegt, kann sowohl die Anrechnungszeit wegen Schulausbildung bis zur Höchstdauer von 8 Jahren (eine Unterbrechung ist bei bei dieser Art der Anrechnungszeit ja ohnehin nicht erforderlich) als auch die Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit berücksichtigt werden.

Liegt der Wechsel zwischen Schulausbildung und gemeldeter Arbeitslosigkeit jedoch ab dem vollendeten 25. Lebensjahr und keine Beschäftigung, Tätigkeit, Wehr-/Zivildienst dazwischen, kann eine Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit aufgrund der dann geforderten, jedoch nicht vorliegenden Unterbrechung nicht berücksichtigt werden.

von
Gast-Account

Danke für die vielen Hinweise.

Ich verstehe leider nicht, was die letzten Absätze für mich konkret bedeuten.

In meinen konkreten Fall, habe ich mit unter 25 Jahren Zivildienst geleistet, ein Studium mit über 25 Jahren abgeschlossen und habe mich direkt im Anschluss ans Studium arbeitslos gemeldet.
Zwischen Schule Zivildienst Studium lagen jeweils gemeldete Arbeitslosigkeiten von ca. 2 Monaten.
Der Wechsel von Studium in die Arbeitslosigkeit (ohne Leistungen) erfolgte also nach dem 25. Lebensjahr.

noch zwei weitere kurze Frage:
Habe hier im Forum gelesen, dass die Lücken aufgrund des Studiums bis zum 45. Lebensjahr nachgezahlt werden können. Ist diese Information noch aktuell?

Gibt es Unterschiede zwischen der Anrechnung der Wartezeit und Rentensteigerung von freiwilligen Beiträgen, die während einer Nichtanmeldung/Abmeldung/Sperre entstehen, und den gemeldeten Anrechnungszeiten der Arbeitsagentur?
Welche Nachteile würden mir entstehen, falls ich mich abmeldet/gesperrt werden sollte und ab sofort bis zur nächsten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung freiwillig einzahle?

Danke schon mal für die Antworten. Ich habe eben einen Beratungstermin vereinbart. Da meine lokale Beratungsstelle für die nächsten Wochen bereits ausgebucht ist, würde mich mich trotzdem über eine kurze Beantwortung meiner Fragen freuen, damit ich mich besser auf das Gespräch vorbereiten kann.

von
KSC

Es ist ja schön, dass sich junge Menschen über die DRV und die Rentengesetze informieren wollen und auch alles verstehen wollen.

Aber lassen Sie sich von einem "alten Sack", der schon über 30 Jahre bei der DRV arbeitet, eines sagen:

Ob die Arbeitslosenmeldung zwischen Studium und erster Beschäftigung Ihnen bei der späteren Rente etwas bringt oder nicht, wird Ihnen kein Mensch sagen können.
Und was nützt Ihnen zu wissen wie die Zeit heute bewertet wird?

Bis Sie in 30 - 45 Jahren mal berentet werden, haben sich die heutigen Bedingungen sicherlich mindestens 10 mal geändert. wie weiß keiner.

Fazit: wenn Sie jedes Risiko ausschalten wollen, melden Sie sich arbeitslos mit der Begründung: schaden kann es nichts, aber vielleicht nützt es ja was.

Ob die Melderei dann letztendlich "für die Katz" war oder nicht, wissen Sie dann, wenn Sie Ihren Rentenbescheid in Händen halten und sehen, ob die fragliche Zeit dann irgendeine Auswirkung hat.

So gesehen gibt es kein richtig oder falsch.

Schöne Feiertage.

von
KSC

Wenn Sie heute 1000 € freiwillige Beiträge zahlen, steigern Sie die Monatsrente um weniger als 5 €.

Wollen Sie heute tatsächlich Geld investieren um als 67 jähriger pro 1000 €, die Sie heute zahlen, knapp 5 € mehr Rente zu haben?

Geben Sie das Geld mir, ich verspreche Ihnen für jeden Tausender, den Sie mir heute überweisen, dass ich Ihnen ab Ihrem 67. Geburtstag monatlich 10 Euro überweise.

von
W*lfgang

[> Danke schon mal für die Antworten. Ich habe eben einen Beratungstermin vereinbart. Da meine lokale Beratungsstelle für die nächsten Wochen bereits ausgebucht ist, würde mich mich trotzdem über eine kurze Beantwortung meiner Fragen freuen, damit ich mich besser auf das Gespräch vorbereiten kann.

Hallo Gast-Account,

Sie machen sich durchaus richtige (wegen Altersversorgung und ggf. vorzeitigem Schutz wegen Erwerbsminderung), aber zu viele Sorgen.

Der Berater/die Beraterin wird Sie zum Termin über die derzeitigen Möglichkeiten anhand Ihres jetzigen Versicherungsverlaufs informieren - gehen Sie es locker an, hören Sie zu, fragen Sie gezielt nach (quatschen Sie nicht dazwischen ;-), wenn Sie es nicht verstanden haben (zur Not Zweittermin, weil Berater ungeduldig wird, eine andere es vielleicht besser erklären kann/es mit Ihnen aushält ;-)

> Habe hier im Forum gelesen, dass die Lücken aufgrund des Studiums bis zum 45. Lebensjahr nachgezahlt werden können. Ist diese Information noch aktuell?

Ja, das ist richtig, deswegen ist keine Eile geboten. Ihr 'Lebenslauf' sichert Ihnen zz. den 'wagen' Schutz für eine Erwerbsminderungsrente im Rahmen der vorzeitigen Wartezeiterfüllung. Nachzahlungen für nicht berücksichtigungsfähige schulische Ausbildungen ...hm, Sie wären der Erste in meinem Dunstkreis, der akut davon einen Vorteil hätte (außer, das Portemonnaie zieht die Hose nicht mehr so sehr in die Kniekehlen ;-) - alles Weitere dazu erfahren Sie beim Beratungstermin.

> Gibt es Unterschiede zwischen der Anrechnung der Wartezeit und Rentensteigerung von freiwilligen Beiträgen, die während einer Nichtanmeldung/Abmeldung/Sperre entstehen, und den gemeldeten Anrechnungszeiten der Arbeitsagentur?

Ja, Wartezeit ist nur ZEIT, freiwillige Beiträge bringen einen echten Gegenwert in mtl. Rente - seien Sie nicht zu sehr erstaunt, dass sich bei Mindestbeiträgen und Wartezeitwert die Summen relativ gleich (gering) verhalten.

Wie oben, bleiben Sie locker, die Berater sind auf Ihre Situation eingestellt. Wegen der Terminvereinbarung gehen auch keine wie immer gearteten Fristen verloren - aber fragen Sie dann anhand der Ihnen vorgetragenen Aussagen konkret nach.

> Ich finde es nur schwachsinnig, dass ich eine EvG unterschreiben muss, die eine Rechtsbelehrung enthält, aber der SA scheinbar die Rechtsbelehrung selbst nicht ganz versteht. Aber eine Diskussion darüber passt nicht in dieses Forum.

Sehen Sie es dem SA der BA nach, dass er das Rentenrecht nicht verstehen muss - aber wenigstens weiß, dass da was mit Rente von Bedeutung sein kann ...und er Ihnen deswegen Zeit gibt, dass zu klären, wo man es weiß.

Gruß
w.

von
Gast-Account

Danke W*lfgang.

Ich möchte einfach nur verstehen, was die BA wirklich gegen mich in der Hand hat, da ich die "Vermittlungsbemühung" durch die BA eher hinderlich als förderlich für eine Jobaufnahme empfinde und die Vermittlungsvorschläge mit Kosten (Fahrkosten, Wohnung etc.) für mich verbunden sind, die mir nicht vollständig ersetzt werden.
Auch sieht die eine Stelle für mich wie ein Lockangebot für aus, um die Datenbank eines Personaldienstleisters zu füllen.

Das so gesparte Geld, würde ich dann lieber für etwas sinnvoller, wie Rente, anlegen.

Da es Stellenangebote, die exakt meiner Qualifikation entsprechen, derzeit mehr als genug gibt, mache ich mir wegen meiner beruflichen Zukunft auch keine Gedanken.

Noch eine kleine Frage am Rande:
Muss zur Zahlung von freiwilligen Beiträgen, eine Abmeldung von der Vermittlung erfolgt sein?

von
Gast-Account

@KSC
knapp 80€ im Monat wären immer noch weniger, als die Kosten die mir durch die "sinnvollen" Vermittlungsvorschlägen und der ganzen Bürokratie direkt oder indirekt entstehen. Wenn ich dann die Chance auf 5€ mehr im Monate hätte, wäre das für mich immer noch ein Gewinn.

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC

Geben Sie das Geld mir, ich verspreche Ihnen für jeden Tausender, den Sie mir heute überweisen, dass ich Ihnen ab Ihrem 67. Geburtstag monatlich 10 Euro überweise.

...das, mein lieber KSC, müssen Sie ihren Erben aber erst mal per unanfechtbarem Testament als Vollzug ins Gewissen tätowieren ;-)

> Auch sieht die eine Stelle für mich wie ein Lockangebot für aus, um die Datenbank eines Personaldienstleisters zu füllen.

Ehrlich gesagt, wenn Sie sich Ihrer Quali sicher sind, *kacken Sie der BA gepflegt auf den Tisch und verzichten Sie auf die eigentlich unbedeutsamen Zählzeiten in der DRV, raus aus diesem Scheinvermittlungsladen, Bundes-Uschi wird es Ihnen danken (wieder ein echter Arbeitsloser weniger in der Statistik, und wir sind wieder vor den Südländern ;-)

und auch auf

> Noch eine kleine Frage am Rande:
Muss zur Zahlung von freiwilligen Beiträgen, eine Abmeldung von der Vermittlung erfolgt sein?

eine Abmeldung ist dafür nicht notwendig. Für Zeiten/Lücken ohne gleichzeitig bestehende Pflichtversicherung können Sie immer noch bis zum 31.03. des nächsten Jahres freiwillige Beiträge ein/nachzahlen - wenn es denn in der Rückwärtsschau als notwendig sein sollte.

Ich sag mal so, wenn es Ihnen nicht wirklich weh tut, die Lücken in der Rentenversicherung mit freiwilligen Beiträgen zu füllen, tun Sie es - wer weiß, wofür es mal gut sein kein (aus heutiger Sicht sehe ich keinen Nutzen ...aber, wie gesagt, ohne eine Neiddebatte auszulösen, wenn Sie es haben, Mindestbeitrag/auch Höchstbeitrag rein und gut ist!).

Gruß
w.

von
Eigentlich

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: KSC

Geben Sie das Geld mir, ich verspreche Ihnen für jeden Tausender, den Sie mir heute überweisen, dass ich Ihnen ab Ihrem 67. Geburtstag monatlich 10 Euro überweise.

...das, mein lieber KSC, müssen Sie ihren Erben aber erst mal per unanfechtbarem Testament als Vollzug ins Gewissen tätowieren ;-)

> Auch sieht die eine Stelle für mich wie ein Lockangebot für aus, um die Datenbank eines Personaldienstleisters zu füllen.

Ehrlich gesagt, wenn Sie sich Ihrer Quali sicher sind, *kacken Sie der BA gepflegt auf den Tisch und verzichten Sie auf die eigentlich unbedeutsamen Zählzeiten in der DRV, raus aus diesem Scheinvermittlungsladen, Bundes-Uschi wird es Ihnen danken (wieder ein echter Arbeitsloser weniger in der Statistik, und wir sind wieder vor den Südländern ;-)

und auch auf

> Noch eine kleine Frage am Rande:
Muss zur Zahlung von freiwilligen Beiträgen, eine Abmeldung von der Vermittlung erfolgt sein?

eine Abmeldung ist dafür nicht notwendig. Für Zeiten/Lücken ohne gleichzeitig bestehende Pflichtversicherung können Sie immer noch bis zum 31.03. des nächsten Jahres freiwillige Beiträge ein/nachzahlen - wenn es denn in der Rückwärtsschau als notwendig sein sollte.

Ich sag mal so, wenn es Ihnen nicht wirklich weh tut, die Lücken in der Rentenversicherung mit freiwilligen Beiträgen zu füllen, tun Sie es - wer weiß, wofür es mal gut sein kein (aus heutiger Sicht sehe ich keinen Nutzen ...aber, wie gesagt, ohne eine Neiddebatte auszulösen, wenn Sie es haben, Mindestbeitrag/auch Höchstbeitrag rein und gut ist!).

Gruß
w.

Hi Wolfgang..:)

Wow...sehr gutes Statement zu später Stunde...Sie sind halt auch ein guter "Profi" für dieses Forum...ausser KSC natüürlich..hähä..;)

MfG..!!..

von
Gast-Account

Zitiert von: W*lfgang

Ehrlich gesagt, wenn Sie sich Ihrer Quali sicher sind, *kacken Sie der BA gepflegt auf den Tisch und verzichten Sie auf die eigentlich unbedeutsamen Zählzeiten in der DRV, raus aus diesem Scheinvermittlungsladen, Bundes-Uschi wird es Ihnen danken (wieder ein echter Arbeitsloser weniger in der Statistik, und wir sind wieder vor den Südländern ;-)

So sehe ich das mittlerweile auch.
JC = Scheinvermittlungsladen, der nichts weiter als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die dort angestellten Beschäftigten ist. Hatte das Gefühl, mein SA versteht die ausgeschriebenen Stellen und die sinnvollen Vorschläge nicht. Ausser das dieser Personaldienstleister, der ideale Arbeitgeber sein soll (bekommt das Amt / der SA Provision für die "Vermittlung"?)

Zitiert von: W*lfgang

Ich sag mal so, wenn es Ihnen nicht wirklich weh tut, die Lücken in der Rentenversicherung mit freiwilligen Beiträgen zu füllen, tun Sie es - wer weiß, wofür es mal gut sein kein (aus heutiger Sicht sehe ich keinen Nutzen ...aber, wie gesagt, ohne eine Neiddebatte auszulösen, wenn Sie es haben, Mindestbeitrag/auch Höchstbeitrag rein und gut ist!).

Also Krösus bin ich nicht. Wenn dann würde ich den Mindestbeitrag einzahlen, damit eben keine Lücke vorhanden ist, die aus irgendeinen Grund (z.B. Änderung der Gesetze) irgendwann mal wichtig sein _könnte_.
Mehr als der Mindestbeitrag ist sicherlich nicht nötig, da ich mir sicher bin, dass das es bessere Anlagemöglichkeiten gibt. Und Geld übrig habe ich im Moment eh nicht.

Ansonsten:

Vielen Dank an Ihnen allen für die sehr hilfreichen Antworten.