Welche Rentenversicherung für Selbständige?

von
Petermuc

Meine Freundin stammt aus Polen und ist in Deutschland seit 1,5 Jahren selbständig tätig (keine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung). Der monatliche Gewinn beträgt derzeit ca. € 1.200,--.

Sie steht nun vor der Frage, wie sie sich optimal für das Alter absichern soll.

Die bisher in Polen zu berücksichtigenden Rentenzeiten (Ausbildung, kurze Arbeitslosigkeit, ansonsten große Lücken ohne Beitragszeiten) bei der dortigen Rentenversicherung würden nur zu einer "lächerlichen" Rente führen, wenn überhaupt ein Anspruch besteht.

Meine Freundin steht also rentenversicherungsrechtlich auf "0".

1. Macht es überhaupt Sinn, die gesetzliche Rentenversicherung in die Planungen einzubeziehen (z.B. duch freiwillige Beiträge oder Versicherungspflicht auf Antrag) oder sollte von vorneherein auf eine/mehrere reine private Versicherung(en) abgestellt werden?

2. Kann eine private Rentenversicherung überhaupt eine (bezahlbare) Vollabsicherung im Alter gewährleisten?

Für Ihre Anregungen vielen Dank im voraus!

Experten-Antwort

Gemäß § 4 Abs. 2 SGB VI sind Personen, die nicht nur vorübergehend selbständig tätig sind, auf Antrag versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Gegenüber einer freiwilligen Versicherung hat die Pflichtversicherung den Vorteil, dass durch die Pflichtversicherung die Voraussetzungen für eine spätere Erwerbsminderungsrente erfüllt werden können. Privat müsste dieses Risiko zusätzlich abgesichert werden.
Bei entsprechender Beitragszahlung kann eine private Rentenversicherung auch eine Vollabsicherung im Alter gewährleisten. Ob dies bezahlbar ist, können nur Sie selbst entscheiden.

von
Maria L.

Hallo Petermuc,

eine private Rentenversicherung ist eine schlechte Lösung, da sich Ihre Freundin für Jahrzehnte an ein Unternehmen ketten würde mit dazu sehr mäßiger Renditeerwartung (alle festverzinslichen Sparformen haben langfristig den riesengroßen Nachteil, daß der Inflationsverzehr bei ungünstiger Entwicklung die Rendite völlig auffressen kann, so daß am Ende weniger Kaufkraft herauskommt als vorher einbezahlt wurde).

Das Renditerisiko sollte gestreut werden.

Die beste Altersabsicherung ist die mit der höchstmöglichen zu erwartenden Rendite bei gleichzeitig höchstmöglicher Sicherheit. (Beispiel: 100 Euro monatlicher Sparbetrag ergeben bei 13,3% eff. Durchschnittsrendite in 20 Jahren rund 108.000 Euro, in 30 Jahren rund 400.000 Euro und in 40 Jahren rund 1,4 Mio Euro). 13,3% ist die langjährige Durchschnittsrendite internationaler Aktienfonds.

Wenn Ihre Freundin die persönlichen Voraussetzungen erfüllt (u.a. vorhandenes Finanzpolster von mind. 6 Nettomonatsgehältern, Ansparzeit von mind. 20 Jahren, Bereitschaft, für die gesamte Ansparzeit auf das investierte Geld zu verzichten), gibt es nichts besseres als das Investieren in weltweit gestreute Aktienfonds.

Schauen Sie sich mal die Bildschirmpräsentationen des Bunds der Sparer an, z.B. diese hier:

http://www.bds-deutschland.de/a/video-clips-u.-pr-sentationen/die-angst-der-deutschen-vor-aktienfonds.html

Sie finden weitere Infos zum Thema Aktienfondssparen, wenn Sie hier auf ihre-vorsorge.de über den Suchbegriff "Aktienfonds" nach älteren Beiträgen von mir oder anderen Usern suchen.

Hauptnachteil: in Deutschland ist die private Altersvorsorge bei Langzeitarbeitslosigkeit nicht geschützt, muß also vorzeitig aufgebraucht werden. Das Risiko muß leider hingenommen werden. Es hängt also auch von der eigenen Einschätzung ab, ob man sich zutraut, immer rechtzeitig einen neuen Job zu finden, bzw. im Fall Ihrer Freundin, ob die Selbständigkeit auf Dauer sicher erscheint.

Gruß,
Maria L.

von
Carmen B.

Hallo Maria L.,

ich bin 55 J. alt, im ÖD beschäftigt und erhalte später neben der Rente aus der gesetzl. RV noch eine Zusatzrente von der VBL.

Da Sie sich so gut auskennen mit Aktienfonds etc., möchte ich Sie um Hilfe bitten (auch wenn dies vielleicht nicht unbedingt in dieses Forum gehört):

Für meine Altersvorsorge habe ich eigentlich schon genug getan, zumal mir die Rente und Zusatzrente und LV im Alter ausreichend sein wird. Aber ich erhalte noch 40,- € VL und hätte gerne gewußt, was für mich die beste Alternative zu einem Bausparvertrag ist, in den ich zur Zeit noch insgesamt 150,- € (40,- VL + 110,- Eigenbetrag) einzahle, den ich aber eigentlich nicht mehr brauche. Ich habe zwar noch eine kleine ETW, die ich aber in den nächsten Jahren verkaufen will.

Leider muß ich noch mindestens 8 Jahre arbeiten (bis 63 mit Abschlag). Eine Riester- oder Rürup-Rente kommt für mich nicht in Frage. Welche bestmögliche zusätzliche Altersvorsorge kann ich mit ca. 100,- € inklusive der 40,- € VL betreiben und das Geld evtl. schon mit dem 63. LJ. erhalten? Es müßte eine relativ kurze Laufzeit (8 Jahre) sein.

Ich hoffe sehr, dass Sie mir ein bißchen auf die Sprünge helfen können und danke Ihnen schon im voraus.

Viele Grüße Carmen B.

von
Nix

Hallo Maria L.!
Ich finde es gut, dass Sie uns soviel fundiertes Wissen über Aktienfondssparen liefern.
Als ich in der Vergangenheit in diesem Forum für die Attraktivität von Aktienfonds "warb", wurde ich von einigen regelmässigen Usern dieser Seite regelrecht gescholten.
Sie machen das prima ohne Gegenkritik.
Weiter so!

Nix

von
Maria L.

Hallo Carmen,

bei so kurzer Ansparzeit (evt. nur 8 Jahre) sind Aktienfonds nicht zu empfehlen. Da müßten Sie dann auf festverzinsliche Sparformen zurückgreifen. Damit kenne ich mich nicht gut aus. Große Renditen können Sie bei festverzinslichen Angeboten nicht erwarten, allenfalls Erhalt der Kaufkraft nach Abzug der Inflation und ggf. der Abgeltungssteuer wird drin sein. Lassen Sie sich doch bei einer Verbraucherzentrale beraten, das wurde hier schon öfters empfohlen. Achten Sie auf möglichst geringe Kosten und möglichst hohe effektive Rendite.

Sie könnten zum Beispiel Bundeswertpapiere erwerben (das geht auch über einen Sparplan) und bei der Bundesschuldenverwaltung verwahren lassen ohne zusätzliche Kosten. Infos gibt es hier:

http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_051/nn_103492/DE/Home/homepage__node.html?__nnn=true

Die Konditionen sind aber so schlecht, daß aktuell Tagesgeld bei guten Anbietern besser ist.

Amadé empfiehlt für kurze Laufzeiten Riester-Banksparpläne (auch wenn Riester ja viele Haken und Ösen hat - ich würde es nicht machen):

Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.

Mit dem Wissen, was ich heute habe, würde ich an Ihrer Stelle 50-100 Euro monatlich in Aktienfonds sparen (die Höhe des monatlichen Sparbetrags ist nämlich gar nicht so wichtig, viel wichtiger ist die Rendite, weil die einen überproportionalen Einfluß hat), aber dann für mind. 15, besser 20 Jahre planen, d.h. über den Beginn der Rente hinaus müßte weitergespart werden (das geht natürlich nur, wenn der Sparbetrag auch über den gesamten Zeitraum aufgebracht werden kann). Denn die Renditen, die mit der richtigen Vorgehensweise zu erreichen sind, sind einfach unglaublich, und auch mit 75 freut man sich noch über den Ertrag und die dann zu erreichende Aufbesserung der Rente. Das müssen Sie aber selber wissen, es hängt ja auch stark von Ihrer persönlichen Situation ab (ob Sie z.B. etwas vererben wollen) - und Sie müßten sich selber mit dem Thema auseinandersetzen. Zum Fonds-Thema könnten Sie die Links ausprobieren, die ich hier genannt habe:

Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.

Gruß,
Maria L.

von
Maria L.

Hallo Nix,

Sie sparen, glaube ich Ihren früheren Beiträgen entnommen zu haben, mehr in internationale konservative Aktienfonds. So empfiehlt das z.B. der Bund der Sparer, zu dem ich oben verlinkt habe. Das ist eine Möglichkeit, bei der man nicht viel falsch machen kann.

Wer mehr Mut hat und mehr Bereitschaft, sich mit der Thematik gründlich auseinanderzusetzen, spart in 5-8 ziel- und chancenorientiert ausgewählte weltweit gestreute Aktienfonds - haben Sie es mal mit meinen Links versucht?

Hohe Vergangenheitsrenditen sind für die Zukunft nicht zu garantieren - man kann sich aber sicher sein, mit Beteiligungspapieren auf lange Sicht mehr zu erwirtschaften als mit Forderungspapieren. Denn die Zinsen der Forderungspapiere werden letztlich durch echte Wertschöpfung von Unternehmen bezahlt, können also in der Gesamtbetrachtung immer nur geringer ausfallen als die Wertsteigerung der entsprechenden Unternehmen.

Gruß,
Maria L.

von
Carmen B.

Hallo Maria L.,

vielen Dank für Ihre Auskunft.

Meine Lebenssituation ist - zumindest im Moment - so, dass ich außer Geschwistern keine Erbberechtigten habe. Deshalb kommt auch eine Riester- und speziell eine Rürup-Rente nicht in Frage, denn ich möchte mein sauerverdientes und gespartes Geld nicht so ohne Weiteres "verschenken", wenn ich einmal sterbe.

Es ist sicher nicht schlecht, auch mit 70 oder 75 Jahren eine zusätzliche Finanzspritze zu erhalten. Wenn man es dann erlebt... Obwohl - in meiner Familie sind alle sehr alt geworden.

Mein Hauptproblem ist die Anlage der vermögenswirksamen Leistungen in einen möglichst sinnvollen Vertrag, der mir (gleichzeitig) noch eine zusätzliche Altersvorsorge bietet.

Nochmals vielen Dank u. frdl. Grüße von Carmen B.

Experten-Antwort

Hallo Carmen B.,

die Mitarbeiter der gesetzlichen Rentenversicherung dürfen Ihnen keine Anlageempfehlungen aussprechen.

Sie schreiben in Ihrem Eintrag, dass eine Riester- oder Rürup-Rente für Sie nicht in Frage kommt. Die geförderte Altersvorsorge kann immer nur ein Teil der gesamten Vorsorge sein. Es muss (sollte) nicht der einzige Weg sein. Ihn aber komplett aus der Planung zu streichen, halte ich für übereilt. Sie sollten sich zumindest ein Angebot für einen Reister-Banksparlan erstellen lassen. In Anbetracht des relativ kurzen Anlagezeitraums, kommt m. E. ein Fondsprodukt für Sie nicht in Frage. Zusammen mit der dem Vergleich der anderen (ungeförderten) Vorsorgemöglichkeiten kommen Sie u. U. doch zu dem Schluss, dass ein Riesterprodukt eine geeignete Alternative sein kann.

Sofern Sie sich weiter über die Möglichkeiten der Altersvorsorge informieren möchten, empfehle ich Ihnen einen Kurs der Kampagne "Altersvorsorge macht Schule" zu besuchen. Diese werden an Volkshochschulen im gesamten Bundesgebiet angeboten. Für eine sehr geringe Kursgebühr erhalten Sie in 12 Unterrichtsstunden neben den Informationen im Kurs auch umfangreiches Material zum nachschlagen.

Experten-Antwort

Hallo Carmen B.,

noch folgende Ergänzung zu meiner Antwort : Im Rahmen der Riester-Rente ist ein Vererben möglich. Vererben können Sie grundsätzlich an jeden den Sie bedenken wollen. Dabei spielt der Verwandtschaftsgrad zwar auch eine Rolle, über ein Testament können Sie aber auch jeder anderen Person oder Institution ein Erbe zukommen lassen.

Die Übertragung des angesparten Kapitals und der Zulagen ist dagegen nur an Hinterbliebene möglich. Als Hinterbliebene werden Ehepartner und kindergeldberechtigte Kinder angesehen.

von
Carmen B.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Maria L. und Experte.

Ich werde mich mal durch den Dschungel durchkämpfen und hoffe, das Passende zu finden..

von
Petermuc

Vielen Dank für Ihre hilfreichen Antworten (auch wenn mein Faden "hehijackt" wurde und ich mich zu früh über die zahlreichen Beiträge gefreut habe)!

Kann ich demnach davon ausgehen, dass eine Versicherungspflicht auf Antrag oder eine freiwillige Versicherung finanziell keinen Sinn ergibt, sofern nicht das Erwerbsminderungsrisiko abgesichert werden soll?

Ich war bisher auch der Meinung, dass bei meiner Freundin eine sinnvolle und sichere Kapitalanlage, wie von Maria L. beschrieben, das einzig sinnvolle ist.

Es hätte also gar keinen Sinn, in dieser Situation in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen!?

von
Petermuc

Noch ein Nachtrag:

Liebe Maria L., gibt es zu Ihren Vorschlägen auch eine "Rürup-fähige" Lösung oder sollte man die damit verbundenen Vorteile vernachlässigen?

von
Nix

Die mit der Riester- oder auch mit der Rürup-Rente verbundenen - nur steuerlichen - Vorteile lassen sich angesichts der mit verschiedenen guten Aktienfonds erzielbaren Renditen durchaus vernachlässigen.

Bitte bedenken Sie, dass Sie bei jeder steuerlich geförderten Rente - Riester oder Rürup - bei Rentenbezug Steuern auf die Riester- oder auch Rürup-Rentenbezüge zahlen müssen.

Die Hoffnung auf einen geringeren Steuersatz im Rentenalter rechtfertig nicht die Besparung dieser Produkte.

In der Vergangenheit habe ich verschiedene - gute weltweitanlegende Aktienfonds empfohlen.

Diese gelten für den sicherheitsorientierten Anleger.

Ist der Sparer noch in jungem Alter - zwischen 20 und 35 Jahren - empfehlen sich wegen der höheren Rendite Sparpläne auf Regionalfonds oder Branchenfonds wie
US-Technologiefonds oder Biotechnologiefonds.

Internationale Aktienfonds können nur als Basisinvestment dienen.
Die richtige Rendite erzielt man durch dauerhaftes - monatlicher Sparplan - Anlegen in einen Emerging-markets-Länderfonds.

Beispiel Fidelity(es gibt natürlich auch andere Fondsanbieter wie DEKA, UBS, CS, etc, bevor mich wieder einer als "Lobbyist" bezeichnet) Thailand, Indonesia etc. Jeder Bankkaufmann wird jetzt sagen: Vorsicht: Risiko!
Risiko hin oder her: Der langfristige Fondssparplan in einen solchen Fonds bringt langfristig beste Rendite.

Weiterer Vorteil:
Es handelt sich um Aktienfonds und nicht um Zinspapiere. Dadurch schont man/frau auch den Kapitalertragssteuerfreibetrag, weil nur geringe steuerpflichtige Dividenden im Fonds enthalten sind.

Woher das Geld zum Anlegen?
Ganz einfach:
Ein Betrag von monatlich EUR 100,-- lässt sich getrost auf zwei Fonds - 2 xEUR 50,- - aufteilen. Ein monatlicher Betrag von EUR 150,-- auf 3Fonds zu je EUR 50,--.

Tipp: Der Erfolgt stellt sich langfristig auf Sicht von 10 bis 15 Jahren ein.

Nix

von
Maria L.

Hallo Petermuc,

Rürup ist meines Erachtens fehlkonstruiert. Man spart heute einen weit geringeren prozentualen Anteil (aktuell 66% absetzbar) bei der Steuer ein als man später zahlen muß (ab 2025: 100% zu versteuern, das ist wohl ein Steuersparmodell für den Staat, nicht für den Bürger!). Nur wer kurz vor der Rente ist, hat vielleicht tatsächlich Vorteile, das müßte man durchrechnen. Und ob der persönliche Grenzsteuersatz im Alter wirklich sinkt, sehe ich als fraglich an (irgendwann muß doch die Staatsverschuldung abgebaut werden, das darf doch sicher der Steuerzahler übernehmen).

Ansonsten ist meines Wissens Rürup noch unflexibler als Riester (keine Kapitalauszahlung, also nur unrentable Verrentung, Rentenbeginn frühestens ab 60 - vorzeitige Kündigung unmöglich, nicht vererbbar - im Todesfall ist das Kapital in den meisten Fällen weg). Der einzige Vorteil, den ich bei Rürup sehe, ist Hartz IV- Sicherheit und Schutz vor Pfändung. Es soll auch fondsgebundene Rürup-Verträge geben, vermutlich sind die aber wie alle derartigen Konstruktionen mit hohen Kosten belastet.

Wenn Sie es genauer wissen wollen, sollten Sie selber nach Informationen hierzu suchen und diese kritisch prüfen. Ich beschäftige mich nicht mehr intensiv mit den staatlichen Förderformen, nachdem ich für mich die Ideallösung schon gefunden habe.

Ich finde den Gedanken einfach befreiend, selber Kapital zu bilden, mit dem ich machen kann, was ich will und wann ich es will (solange ich meine Ansparzeit eingehalten habe)!

Gruß,
Maria L.

von
Maria L.

Hallo Nix,

hört sich ganz gut an, was Sie da machen.

Die als besonders riskant verschrieenen Länder- oder Branchenfonds sind auf lange Sicht besonders sicher, wenn man das Risiko streut. Denn die weit überdurchschnittliche Rendite nur einer dieser Fonds wiegt die mögliche unterdurchschnittliche Rendite der anderen auf. Wem das zu heikel ist, der nimmt halt einen oder mehrere konservative breitstreuende Fonds (die dann aber auch möglichst wenig Überschneidungen haben sollten, also nicht alle in den gleichen Regionen und Branchen anlegen), die aber weniger Rendite erwarten lassen.

Zur Ergänzung für andere, die hier mitlesen: Aktienfonds findet man z.B. über die Fondssuche bei www.fondsweb.de oder www.onvista.de . Fondssparpläne schließt man am kostengünstigsten über sogenannte Fondsvermittler ab, die im internet zu finden sind. In den meisten Fällen kann man so den Ausgabeaufschlag völlig einsparen, den sonst die eigene Bank kassiert. Der Mindestsparbetrag beträgt oft 50€ pro Fonds und Monat, es gibt aber auch Angebote für geringere monatliche Beträge, oder man kann nur einmal im Vierteljahr oder im Halbjahr sparen, um die Belastung weiter zu reduzieren.

Nun schreibe ich doch nochmal meinen Lieblings-Link hier hin: www.finanzuni.org

Nach den Informationen dort sollte die Ansparzeit sicherheitshalber 20 Jahre betragen, mit nur 10-15 Jahren wäre ich vorsichtig. Man sollte jedenfalls nicht zu einem bestimmten Stichtag auf das Geld angewiesen sein, sondern notfalls in der Lage sein, einen aktuellen Crash noch einige Jahre auszusitzen, um die Rendite weiter zu erhöhen.

Gruß,
Maria L.

von
Petermuc

Vielen Dank für Ihre Antworten.

Kann man also davon ausgehen, dass eine Versicherung bei der DRB - ob freiwillig oder pflichtig auf Antrag - wirtschaftlich keinen Sinn macht?