welche Steuerklasse?

von
Sofa

mein Mann bezieht demnächst EM-Rente von 900 Euro ich habe Gehalt 3500 Euro. Wir hatten die ganze Zeit beide Stklasse 4 - was sollen wir nun nehmen? 3 und 5? weiß jemand wieviel Steuern dann nachgezahlt werden müssen?

von
Konrad Schießl

Zitiert von: Sofa

mein Mann bezieht demnächst EM-Rente von 900 Euro ich habe Gehalt 3500 Euro. Wir hatten die ganze Zeit beide Stklasse 4 - was sollen wir nun nehmen? 3 und 5? weiß jemand wieviel Steuern dann nachgezahlt werden müssen?

Steuerklasse III fürs Gehalt, keine Steuerklasse für die Rente.Steueranfall im
Jahr bisher 7200, dann für beide Einkommen
5400 für,s Jahr.

MfG.

von
Sofa

verstehe ich nicht - mein Mann zahlt also für seine Rente keine Steuern und ich dann weniger? habe gehört, dass man monatlich Geld für die Steuernachzahlung zurück legen soll. Wie viel denn, damit man kein böses Erwachen erfährt. Kann mir das jemand "für Doofe" erklären? lieben Dank

von
Herz1952

Hallo Sofa,

wenn Sie bei St.Kl. 4/4 bleiben, gibt es keine Nachzahlung. Die monatlichen Steuerbeträge entsprechen dann der Jahressteuer. Am besten mit FA reden, wie das mit der Rente Ihres Mannes gehandhabt wird (vielleicht durch vierteljährliche Abschlagszahlungen). Die Rentenversicherung führt nämlich keine Steuern ab. Es gibt auch keine Lohnsteuerkarten mehr in 2014. Es wird über "Identifikationsnummern" abgerechnet und der Arbeitgeber erhält dann die Steuerdaten für die Abrechnung, wobei sich an den 6 Steuerklassen nichts ändert.

Wenn Sie III (für Sie) und V für Ihren Mann wählen, wird bei Ihnen monatlich zu wenig einbehalten und es kommt mit Sicherheit zu Nachzahlungen.

Faustregel: Steuerpflichtiges Einkommen (Rente) von Ihrem Mann zuzüglich Ihr Einkommen ist Gesamteinkommen. Davon 40 % (900 + 3500 = 4400, davon 40% = 1760). Wenn Ihr Mann weniger als 1760 steuerpflichtiges Einkommen hat - wobei ich jetzt die Rente schon mit vollem Betrag angesetzt habe - würde bei Ihnen (Kl. III) zu wenig einbehalten und es kommt zu Nachzahlungen am Jahresende.

Ich denke aber, dass Ihnen das Finanzamt in dieser Frage weiterhilft.

Herz1952

von Experte/in Experten-Antwort

Wenden Sie sich diesbzgl. bitte an einen Lohnsteuerhilfeverein, Steuerberater oder das Finanzamt.

von
Schießl Konrad

Zitiert von: Sofa

verstehe ich nicht - mein Mann zahlt also für seine Rente keine Steuern und ich dann weniger? habe gehört, dass man monatlich Geld für die Steuernachzahlung zurück legen soll. Wie viel denn, damit man kein böses Erwachen erfährt. Kann mir das jemand "für Doofe" erklären? lieben Dank

Deswegen sind Sie nicht doof.Leider erklärt es Herz unrichtig.Nochmals, für die Rente
gibt es keine Steuerkarte, also auch keine
Steuerklasse. Wenn Sie so wollen, können Sie
die für die Rente errechnete Steuer-erst bei
Bearbeitung des Steuerantrages durch das
Finanzamt, als Nachzahlung bezeichnen.
Es wird also das Gehalt des abgelaufenen
Jahres und der errechnete steuerpflichtige
Teil der Rente zusammen addiert und von beiden Beträgen die Steuer nach Splittingtabelle( Steuerklasse III) errechnet.
Die Differenz zu der monatlich bezahlten Steuer x 12 gegenüber gestellt.
Somit wird die Nachzahlung als Differenz
für die Rente fällig, dies ist immerhin weniger
als der errechnete Betrag zu den Steuerklassen IV/IV.

von
Schießl Konrad

Zitiert von: Herz1952

Hallo Sofa,

wenn Sie bei St.Kl. 4/4 bleiben, gibt es keine Nachzahlung. Die monatlichen Steuerbeträge entsprechen dann der Jahressteuer. Am besten mit FA reden, wie das mit der Rente Ihres Mannes gehandhabt wird (vielleicht durch vierteljährliche Abschlagszahlungen). Die Rentenversicherung führt nämlich keine Steuern ab. Es gibt auch keine Lohnsteuerkarten mehr in 2014. Es wird über "Identifikationsnummern" abgerechnet und der Arbeitgeber erhält dann die Steuerdaten für die Abrechnung, wobei sich an den 6 Steuerklassen nichts ändert.

Wenn Sie III (für Sie) und V für Ihren Mann wählen, wird bei Ihnen monatlich zu wenig einbehalten und es kommt mit Sicherheit zu Nachzahlungen.

Faustregel: Steuerpflichtiges Einkommen (Rente) von Ihrem Mann zuzüglich Ihr Einkommen ist Gesamteinkommen. Davon 40 % (900 + 3500 = 4400, davon 40% = 1760). Wenn Ihr Mann weniger als 1760 steuerpflichtiges Einkommen hat - wobei ich jetzt die Rente schon mit vollem Betrag angesetzt habe - würde bei Ihnen (Kl. III) zu wenig einbehalten und es kommt zu Nachzahlungen am Jahresende.

Ich denke aber, dass Ihnen das Finanzamt in dieser Frage weiterhilft.

Herz1952


Auch ich will Ihnen weiterhelfen.Woher haben Sie denn die 40% ???

von
GroKo

Zitiert von: Herz1952

Hallo Sofa,

wenn Sie bei St.Kl. 4/4 bleiben, gibt es keine Nachzahlung. Die monatlichen Steuerbeträge entsprechen dann der Jahressteuer. Am besten mit FA reden, wie das mit der Rente Ihres Mannes gehandhabt wird (vielleicht durch vierteljährliche Abschlagszahlungen). Die Rentenversicherung führt nämlich keine Steuern ab. Es gibt auch keine Lohnsteuerkarten mehr in 2014. Es wird über "Identifikationsnummern" abgerechnet und der Arbeitgeber erhält dann die Steuerdaten für die Abrechnung, wobei sich an den 6 Steuerklassen nichts ändert.

Wenn Sie III (für Sie) und V für Ihren Mann wählen, wird bei Ihnen monatlich zu wenig einbehalten und es kommt mit Sicherheit zu Nachzahlungen.

Faustregel: Steuerpflichtiges Einkommen (Rente) von Ihrem Mann zuzüglich Ihr Einkommen ist Gesamteinkommen. Davon 40 % (900 + 3500 = 4400, davon 40% = 1760). Wenn Ihr Mann weniger als 1760 steuerpflichtiges Einkommen hat - wobei ich jetzt die Rente schon mit vollem Betrag angesetzt habe - würde bei Ihnen (Kl. III) zu wenig einbehalten und es kommt zu Nachzahlungen am Jahresende.

Ich denke aber, dass Ihnen das Finanzamt in dieser Frage weiterhilft.

Herz1952


Na Plappermäulchen führst Du wieder die Leute in die Irre.

von
Herz1952

Danke Schießl Konrad,

die 40 % stammen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung wg. Steuerklassenwahl und sind ein Anhaltspunkt.

Ich gehe davon aus, dass Frau Sofa für Ihr Gehalt St.Kl. III nimmt. Was Ihr Mann vor der Rente verdient hat, ist nicht bekannt. Da die Rente (Steueranteil) jedoch dazu kommt - natürlich nicht direkt - wird bei Ihr regelmäßig zu wenig Steuer einbehalten.

Sie kann auch den Steueranteil der Rente fiktiv auf Ihr Einkommen dazurechnen und dann die Steuer aus der Tabelle ablesen. Allerdings gibt es keine "Bücher-Tabellen mehr (wenn ich nicht irre), aber jede Menge "Brutto-Nettolohn-Rechner). Die Differenz bei der Lohnsteuer ergibt in etwa die Nachzahlung.

Da von der Rente direkt keine Steuern einbehalten und abgeführt werden, wird das FA für das jeweils kommende Jahr Vorauszahlungen fordern.

Eine Nachzahlung gibt es allerdings auch, wenn ihr Arbeitgeber mit Klasse IV abrechnet, da vom steuerpflichtigen Rentenanteil ebenfalls keine monatliche Steuer abgeführt wird.

Wenn sie bei Ihrer Gehaltshöhe Steuerklasse III hat, ist für den Rentenanteil ca. 40 % Steuer zu zahlen (je nach "Progressionsstufe).

Insofern haben Sie eigentlich Recht, dass die Steuerklasse bei der Rente keine Rolle spielt. Denn abgerechnet wird zum Schluss.

Aber wenn es um die "Rücklage" für das lfd. Jahr geht, kann Sie etwa von den 40 % aus dem steuerpflichtigen Rentenanteil mal ausgehen. Natürlich ohne Gewähr. Ich habe das als Lohn- und Gehaltsbuchhalter so "pi mal Daumen" gemacht und den Arbeitnehmern erklärt.

Ich habe es gerade mal überschlagen und bin auf ungefähr 200,-- Euro/monatlich für die Rente gekommen.

Herz1952

von
Schießl Konrad

Schreite nun doch zur Tat.
3500 x 12 sind nach Adam Riese

42.000 Jahresbrutto minus
03.444 8, 20% Krankenversicherung
00.430,50 1,025% Pfl.Vers.
03.969 Rentenversicherung 9,45%
00.630 Arbeitslosen 1,50%
01.000 We.Kosten (Entf., oder mehr?)
00,072 Pauschale Sonderausgaben o.m.
---------
32.454,50 zvE. 3384 Steuer,186.12 Soli
07.344 68% von 10800 Jahresrente
-------------
39.798,50 zvE. minus
01.107,-- Kr/PflVersicherung
00.102 We.Kostenpauschbetrag Rente
-------------
38.589,50 zvE. 4974,273,57 Soli

Jetzt müsste ein Vergleich möglich sein,es sei
wenn kein Rechenfehler
MfG.

von
Herz1952

an K.S.

Vorsicht mit der Splittingtabelle, dies geht nämlich vom zu versteuernden Einkommen aus und nicht vom "Steuer Brutto".

Die Steuerklassen spielen keine Rolle mehr. Es geht nur darum, ob Einzel- oder Zusammen Veranlagung vorliegt. In diesem Fall natürlich ist Zusammenveranlagung günstiger (Splitting).

Herz1952

von
Schießl Konrad

Das verstehe ich nun wirklich nicht.Auch bei der Grundtabelle gilt das zu versteuernde Einkommen, in Kurzform: zvE.

Freundlichst.

von
Herz1952

an K. S.

Sorry, ich hatte mich auf den Text in Ihrem Beitrag v. 30.05.41 bezogen. Da stand: Splittingtabelle (Steuerkl. III).

Da es eigentlich bei der Splittingtabelle um das zu versteuernde Einkommen bei Zusammenveranlagung geht und nicht mehr um Steuerklassen, habe ich den Beitrag geschrieben und versendet, ohne zu merken, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, das ganze präzise durchzurechnen. Mit dem Begriff "Steuerbrutto" meine ich lediglich den gesamten steuerpflichtigen Betrag, ohne die abzugsfähigen Ausgaben.

Das hat aber nichts mit der Grundtabelle zu tun, bei der das zvE bei Einzel- bzw. getrennte Veranlagung zu Grunde liegt.

Ich wollte das ganze grob vereinfachen, indem aus der Lohnsteuertabelle KL. III, bzw. Brutto-Nettolohnrechner, einmal die Steuer ohne Rente und einmal mit Rente abgelesen wird. Die Differenz wäre in etwa die Steuer, die auf die Rente entfällt.

Ich bin schon seit 9 Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv und habe seit dem auch kein zu versteuerndes Einkommen mehr (leider), bzw. "tauche einfach unter den Freibeträgen hindurch".

Habe soeben ermittelt, dass mich nicht einmal ein größerer Lotto Gewinn (bei den niedrigen Zinsen) wieder in das "Paradies" der Steuerzahler auftauchen lässt.

Ein freundliches Wochenende mit ebenso freundlichen Grüßen wünscht

Herz1952