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Welche Voraussetzungen gelten für medizinische Reha ?

von
Rehamann

Ich beziehe seit 7 Jahren eine volle EM-Rente aus medizinischen Gründen und möchte jetzt mit Unterstützung meiner Ärztin eine medizinische Reha bei der DRV beantragen, um meine Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen.

Der Grund für die Verrentung war eine psychische Erkrankung, die sich inzwischen meiner Auffassung nach gebessert hat. Meine Ärztin sieht das ähnlich. Es sind nicht alle Symptome verschwunden, inbesondere Ängste im Umgang mit anderen Menschen sind geblieben. Hier soll die Reha ansetzen.

Ich habe mehr als 15 Jahre Beiträge in die Rentenkasse der DRV eingezahlt, also sollte die DRV für mich zuständig sein - oder ?

Gibt es noch andere Voraussetzungen, welche bei Antragstellung überprüft werden ? Reicht es aus als Ziel anzugeben, dass ein weiterer Rentenbezug vermieden werden soll ?

Kann die DRV einen Antrag auf medizinische überhaupt ablehnen, und wenn ja, aus welchen Gründen ?

von
Schade

Beantragen Sie es, dann sehen Sie ob eine Reha bewilligt wird oder nicht.

Ob nach 7 Jahren Rentenbezug eine 3 wöchige Reha helfen kann, dass Sie nicht mehr erwerbsgemindert sind, bezweifle ich stark.

Ob es das Risiko wert ist, dass nach der Reha die Rente entzogen werden könnte?

Ich würde eher raten zunächst mal einen zulässigen Minijob aufzunehmen und auszutesten wie belastbar Sie sind, wenn Sie regelmäßig stundenweise arbeiten.

Klappt das, können Sie die Stundenzahl erhöhen, dann wäre es nicht schlimm wenn die Rente gekürzt wird oder je nach Verdienst ganz wegfällt.

von
Herz1952

Hallo Rehamann,

zunächst möchte ich grundsätzlich den Ausführungen von Schade zustimmen.

Formell ist folgendes zu beachten: Wenn die EM-Rente auf "unbestimmte Dauer" erteilt ist, dann ist die Krankenkasse für die Reha-Maßnahme zuständig. Vielleicht verhält es sich in Ihrem Fall etwas anders, weil das Ziel die Wiederaufnahme der Arbeit ist.

Allerdings ist es so dass - falls der MDK die Reha befürwortet - die DRV aus medizinischen Gründen ablehnen kann.

Erkundigen Sie sich bitte - unverbindlich - sowohl bei der Krankenkasse, als auch bei einer Beratungsstelle der DRV, wie die formelle Sachlage bei Ihnen aussieht.

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass ich die gleichen Bedenken hätte wie Schade. Vielleicht sogar noch stärker aufgrund der Lücke in Ihrem Beruf. Auch die Erkrankung müssten Sie arbeitsrechtlich bei Ihrem neuen AG angeben. Selbst wenn Sie eine Vollzeitbeschäftigung eingehen könnten, hätten Sie vielleicht weniger "Netto" übrig als bei der derzeitigen Rente.

Mit dem erwähnten Minijob stimme ich ebenfalls von mit Schade überein.

Alles Gute für Ihre Zukunft.

Herz1952

von
Herz1952

Korrektur

Soll heißen: "voll mit Schade überein"

Herz1952

Experten-Antwort

Für einen Rehaanspruch bei der Rentenversicherung müssen Sie die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen hierfür erfüllen.
Hier die Links zu den Gesetzestexten:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__11.html
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__10.html
Die Deutsche Rentenversicherung wird Ihren Antrag dann ablehnen, wenn Sie eine oder mehrere dieser Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllen.
Inwieweit die Anspruchsvoraussetzungen für eine Reha bei Ihnen erfüllt sind (insbesondere die medizinische Beurteilung) kann im Rahmen dieses Forums nicht geklärt werden.
Des Weiteren wird auf die Antwort von "Schade" verwiesen.