Welche Zeiten zählen zu den Rentenzeiten?

von
mauerblume

Guten Tag.
Mich würde interessieren, ob folgende Zeiten von mir zu den geforderten 40 Jahre Vollbeschäftigungszeiten zählen.

-Ausbildung
-Zeiten wo ich in Krankengeldbezug war
-Übergangsgeldzeiten
-Arbeitslosengeldzeiten
-Zeiten wo ich als Selbständiger frewillig einbezahlt hab

Danke!

von
Lympia

Ausbildungszeiten gelten nicht mehr als rentensteigernde Anrechnungszeit. Ausbildungszeiten zwischen dem 17. und 25. Geburtstag (also maximal 8 Jahre) werden nur noch als Anrechnungszeit zur Erfüllung der Wartezeit für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen und für die Altersrente für langjährig Versicherte berücksichtigt.
Alle anderen Zeiten wie:
Krankengeldbezug
Arbeitslosengeld
Übergangsgeld
Selbständigeit mit Einzahlung
werden voll angerechnet.

von
KSC

Wo haben Sie denn die "40 Jahre Vollzeitbeschäftigung" her?

Stammt das wieder mal aus irgendeinem Vorschlag einer politischen Partei?

Wenn dem so ist, so sollten Sie die entsprechenden Parteisprecher fragen, was die damit meinen.

Für die DRV existiert dieser Begriff derzeit in keinem Gesetz, daher ist es auch reine Spekulation, was da vielleicht mal dazu gehören könnte.

Ich fände es schon kurios wenn ein Arbeitsloser ein Vollbeschäftigter wäre :)...aber wie gesagt, das alles scheint mir schon eher Wahlkampf, bzw. die Diskussion über mögliche neue Gesetze zu sein.

Und solange sich das alles in der politischen Diskussion befindet wird kein DRV Vertreter Aussagen zu etwaigen Auslegungsfragen machen.

von
Lympia

Warum kann man einfach sachlich auf Fragen antworten, anstatt Wortklauberei zu betreiben?
Diese vermeindlichen "Überlegenheitsgebärden" sind einfach nur völlig daneben.

von
KSC

Sorry, aber Mauerblume hat nach einem Begriff gefragt, den es heute so nicht gibt. Keine heutige Rentenvorschrift fordert "40 Jahre Vollbeschäftigung". Wie soll auf diese Frage die nach Ihrer Meinung sachliche Antwort aussehen?

Ob es ihr da nützt, dass Sie ihr eine Erklärung zu den rentenrechtlichen Zeiten gegeben haben? Mauerblume wollte doch was ganz anderes wissen?

So ganz sicher bin ich mir da leider auch nicht.

von
Klaus-Peter

Wo Sie das her ist doch klar :

" Wer 40 Jahre Vollzeit arbeitet, soll nach dem Willen der SPD eine Mindestrente von 850 Euro im Monat bekommen."

SPD geseiere. Der " Dicke " und die " Eule " haben das gesabbelt...

http://www.morgenpost.de/politik/article109095886/SPD-fordert-Garantierente-fuer-alle-Beschaeftigten.html

von
Schade

Der SPD Vorschlag 40 Jahre Vollbeschäftigung als Anspruchsgrundlage zu fordern ist schon deshalb "total beknackt", weil nirgendwo bei der DRV gespeichert ist ob die gespeicherten Rentenzeiten in Vollzeit oder in Teilzeit erarbeitet wurden.

Einer Jahresmeldung über 20000 € sieht man es beim besten Willen nicht an ob dieser Verdienst in 20, 25, 30 oder 40 Wochenstunden erzielt wurde.

Würde man so etwas in ein Gesetz schreiben, würde man die DRV zwingen über ein komplettes Versicherungsleben im Nachhinein zu prüfen, wie jemand gearbeitet hat (Vollzeit oder nicht).

Wie wollte man das nachweisen und nachprüfen? So etwas würde nur die Bürokratie anheizen.....

Wieder mal ein typischer Furz im Hirn eines Politikers, der keine Ahnung davon hat, wie das wirkliche Leben läuft.

von Experte Experten-Antwort

Wie "KSC" richtig geschrieben hat, gibt es den Begriff "40 Jahre Vollbeschäftigungszeiten" derzeit nicht im Gesetz als Anspruchsvoraussetzung für eine Rentenzahlung.

Sollten Sie den Begriff aus dem SPD-Vorschlag in der derzeitigen Rentendiskussion meinen, dann sind hierzu noch keine Details bekannt, wie dies gemeint ist.
Im übrigen handelt es sich derzeit nur um Vorschläge, bei denen noch nicht einmal ansatzweise abzusehen ist, ob und in welcher Form sie später gesetzlich umgesetzt werden.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.2012, 09:06 Uhr]

von
Knut rassmussen

Eventuell ist § 77 Abs 4 SGB VI gemeint?

@ Lympia -- deswegen ist Wortklauberei manchmal wichtig.