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weniger Erwerbsminderungsrenten!

von
Machts Sinn

"Rentenexperten der Deutschen Rentenversicherung haben festgestellt, dass die Zahl der bewilligten Erwerbsminderungsrenten immer weiter nach unten geht. In den 90er Jahren erhielten im Durchschnitt noch knapp 300 000 Bundesbürger eine Rente wegen eingetretener Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung. Im Jahre 2006 erhielten nur ca. 160.000 Menschen eine solche Frührente. Dies bedeutet einen Rückgang von mehr als 45 Prozent."
http://rente-rentenberater.de/2008020568/rente-artikel/erwerbsminderungsrenten-werden-seltener-gewaehrt

von
KSC

Und was wollen Sie uns nun mit diesem Hinweis sagen?

Ich lese diesen Artikel, der von der Homepage von privaten Rentenberatern stammt und wundere mich überhaupt nicht über die dort gemachte Kernaussage: "Nehmt die Dienste der privaten Rentenberater in Anspruch, weil Ihr von der DRV eh übers Ohr gehauen werdet!"

Dass es den Rentenberatern nur um "Kohle machen" geht, davon schreibt man natürlich nichts.
Und dass jede Statistik in jedem Sinn interpretiert werden kann, ist auch klar. Für die Erkenntnis, dass es heute weniger Dauerrenten gibt als früher, braucht kein Experte eine solche Statistik......

Lieber "machts Sinn": Ihr Beitrag ist wieder mal so informativ für die Leser des Forums wie ein Werbespruch von Toyota oder Persil.

Aber Ihnen geht es ja eh nur um Provokation und Ihren Frust abzubauen.

von
zelda

Hallo,

auch wenn mit dieser Diskussion mal wieder das Ziel des Forums, den Usern schnell zu helfen, gnadenlos verfehlt wird, hier meine Anmerkungen dazu:

1. Quelle für die „richtigen“ Zahlen
Die DRV hat eine Publikation zu diesem Thema herausgebracht:

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/cae/servlet/contentblob/89888/publicationFile/17726/indikatoren_zu_erwerbsminderungsrenten.pdf

Diese Zahlen sind etwas konkreter als die Aussage „ in den 90er Jahren“.

2. Vergleich von Äpfel mit Birnen.

Der Fakt, das 1996 mehr Renten wegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit gewährt wurden als entsprechende Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung z.B. in 2005 ist durch diese Publikation belegt.

Dies liegt meiner Meinung unter anderem daran, dass zwischenzeitlich rein „zufällig“ mal eben eine gravierende Rechtsänderung eingetreten ist. 1996 konnte ein Versicherter, der in seinen oder einem verweisbaren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten konnte, eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten. Diese Rente bekam er auch, wenn er auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch vollschichtig arbeiten konnte.

Eine Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung erhält ein nach dem 01.01.1961 geborener Versicherter nur noch, wenn er in keiner Tätigkeit mehr arbeiten kann.

Die Rente wegen Berufsunfähigkeit gibt es nur noch in abgewandelter Form als Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit für vor dem 02.01.1961 Geborene. Und dazu musste man 2006 mal eben schon das 45. Lebensjahr vollendet haben, also fallen alle Jüngeren mal eben raus.

3. Alle Zahlen sind zu vergleichen

Nicht nur die Zahlen der Rentenbewilligungen / Rentenzugänge ist zurückgegangen. Der Rückgang kann auch damit erklärt werden, dass auch die Zahl der Rentenanträge geringer geworden ist. Die „Bewilligungsquote“ ist zumindest eigenermaßen stabil geblieben (2005 48,2 Prozent, 1996 55,5 Prozent).

Bezeichnend ist auch, dass sich der „Rentenberater“ für seine Argumentation offensichtlich das Jahr mit den geringsten Rentenzugängen ausgewählt hat: Vom Jahre 2005 zum Jahre 2008 sind die Rentenzugänge bereits wieder auf rund 173.000 gestiegen…

Also bitte nicht wieder die böse Rentenversicherung verteufeln und darauf bauen, dass der liebe Rentenberater alles wieder richten kann.......

Auch ein Rentenberater ist kein Idealist und will etwa nur das Beste für den Versicherten. Er verdient viel mehr sein Geld durch seine Dienstleistungen auf diesem Gebiet (und erhält es entweder von der Rentenversicherung oder doch eben vom Kunden).

MfG

zelda

von
Ohne Worte

Zitiert von: Machts Sinn

"Rentenexperten der Deutschen Rentenversicherung haben festgestellt, dass die Zahl der bewilligten Erwerbsminderungsrenten immer weiter nach unten geht. In den 90er Jahren erhielten im Durchschnitt noch knapp 300 000 Bundesbürger eine Rente wegen eingetretener Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung. Im Jahre 2006 erhielten nur ca. 160.000 Menschen eine solche Frührente. Dies bedeutet einen Rückgang von mehr als 45 Prozent."
http://rente-rentenberater.de/2008020568/rente-artikel/erwerbsminderungsrenten-werden-seltener-gewaehrt

(K)ein Kommentar.......
http://de.uncyclopedia.org/wiki/Dummheit

von
Skatrentner

Zitiert von: Ohne Worte

Zitiert von: Machts Sinn

"Rentenexperten der Deutschen Rentenversicherung haben festgestellt, dass die Zahl der bewilligten Erwerbsminderungsrenten immer weiter nach unten geht. In den 90er Jahren erhielten im Durchschnitt noch knapp 300 000 Bundesbürger eine Rente wegen eingetretener Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung. Im Jahre 2006 erhielten nur ca. 160.000 Menschen eine solche Frührente. Dies bedeutet einen Rückgang von mehr als 45 Prozent."
http://rente-rentenberater.de/2008020568/rente-artikel/erwerbsminderungsrenten-werden-seltener-gewaehrt

(K)ein Kommentar.......
http://de.uncyclopedia.org/wiki/Dummheit

Herlrlich, selten so gelacht :-) aber wahr !!

von
Manfred Ernst

Hallo
Ich finde die Informationen von Machs Sin sind sehr interessant!!!
Ich halte die Beiträge einiger DRV Beamten und Abgestellten für weniger interessant.
KSC und Konsorten versuchen immer wieder einige USER zu zerreißen.
DAS ZIEL kann nur sein das diese Seite geschlossen wird.
Ich fordere die Vorgesetzten von diesen Mitarbeitern der DRV auf mal ein MACHTWORT zu sprechen.
Angestellte des ÖD haben sich vorbildlichst zu verhalten. (auch im Ruhestand)
Es ist unwürdig was sie hier Treiben KSC und Konsorten!!!

von
KSC

Ich wüsste nicht weshalb ich für meinen gestrigen Beitrag von meinen Vorgesetzten gerügt werden sollte und weshalb ich vor einem Machtwort meiner Vorgesetzten Angst haben sollte (PS: ich glaube nicht, dass auch nur einer meiner Vorgesetzten, selbst wenn er weiß wer sich hinter meinem Pseudonym verbirgt, sich auch nur im entferntesten für dieses Forum interessiert :-) - aber das ist ein anderes Thema)
Ich habe lediglich am Samstag in meiner Freizeit eine Antwort in einem Forum gegeben und dafür lasse ich mich nicht mundtod machen- ich habe keine Dienstpflicht verletzt, niemanden beschimpft, etc.
Als KSC antworte ich in meiner Freizeit daheim am privaten PC, ich beschimpfe und beleidige niemanden, bin hin und wieder allerdings recht ironisch oder sarkastisch und zeige manchmal deutlich, wenn ich einen Beitrag für unsinnig halte.

von
W*lfgang

Hallo Machts Sinn,

wenn da ein eigenes Statement in dem Beitrag zu dieser Meldung drin gewesen wäre, hätte ich es vielleicht interessant gefunden - so *GriffzurSpülung

Gruß
w.
...Sie waren schon mal einfallsreicher, so holen's die 'Konsorten' belegbar (!) nach ;-)

von
Machts Sinn

Hallo W*lfgang,

hatten wir nicht schon mal den Fall, dass die Zahlen der DRV nicht stimmig waren?

Aber selbst wenn wir diese jetzt nicht bezweifeln ist die Bilanz für die Versicherten doch alles andere als prächtig, denn auf der Basis von 1996 sind die Zahlen im Jahr 2009 wie folgt zurückgegangen:

Anträge auf 72,0 %

Erledigungen auf 67,6 %

Bewilligungen auf 64,0 %

Rentenzugänge auf 61,9 %

die Ablehnungen aber nur auf 77,5 % !

Die Differenz zwischen Rentenzugängen und Ablehnungen von 15,6 Prozentpunkten bedeutet auf der Basis der Rentenzugänge, dass die Zahl der Ablehnungen im Verhältnis um 25,2 % höher liegt. Oder rechne ich da falsch?

Gruß!
Machts Sinn

von
zelda

Hallo „Machts Sinn“,

auf Ihre direkte Frage „Oder rechne ich da falsch“ ? antworte ich:

Ja, Ihnen sind bei den Berechnungen einige Unregelmäßigkeiten unterlaufen:

Die von Ihnen errechneten Prozentsätze für die Anträge, Erledigungen, Bewilligungen, Rentenzugänge und Ablehnungen haben Sie aufgrund der Zahlen aus der ersten Tabelle der von mir angeführten Quelle ermittelt. Diese Prozentsätze kann ich nachvollziehen und daher auch bestätigen.
Sie gelten stets für das Kalenderjahr 1996 und 2009.

Bei Ihrer abschließenden Berechnung bitte ich Sie jedoch die folgenden zwei Punkte zu beachten:

1. Sie vergleichen Zahlen, die für unterschiedliche Zeiträume gelten:

Sie ziehen die Rentenzugänge für das Kalenderjahr 1996 bzw. 2009 heran. Hierbei sollten Sie jedoch beachten, dass die Rentenzugänge von den Bewilligungen abweichen, da die Bewilligungen nur in dem genannten Jahr erfolgt sind, die Rentenzugänge sich aber auch aus Bewilligungen aus dem Vorjahr als auch in den folgenden Jahren entstanden sein können.

Zur Erläuterung 2 Beispiele:

1. Rente beantragt in 1995, Leistungsfall 15.08.1995, befristete Rente wegen BU bewilligt in 1995 , somit Rentenbeginn 01.03.1996, somit Rentenantrag und Bewilligung in 1995, Rentenzugang jedoch in 1996

2. Rente beantragt in 1996, zunächst abgelehnt in 1996, im Klageverfahren anerkannt in 1998, somit Rentenbewilligung in 1998, Rentenzugang aber bereits für 1996

(Dieser 2. Effekt kann für 2009 sogar noch die Rentenzugänge für 2009 erhöhen, sofern in 2010 ff. Renten mit einem Rentenbeginn 2009 im Widerspruchs-/Klageverfahren zugehen. Die Publikation hat den Stand Juni 2010).

2. Warum vergleichen Sie den prozentualen Anteil der Rentenzugänge gegen den prozentualen Anteil der Ablehnungen und errechnen hieraus nochmals einen prozentualen Wert, anstatt die prozentualen Werte direkt zu vergleichen ?

Wenn Sie also – wie ich vermute - einen Anstieg der Ablehnungen nachweisen wollen, so sollten Sie die Zahlen vergleichen, die immer für das gleiche Jahr gelten und immer von der gleichen Grundlage (absolute Zahlen) ausgehen.

Es sind also die Zahl der Ablehnungen gegen die Zahl der Erledigungen zu vergleichen.

(Würde man die Zahl der Anträge heranziehen, so entstünde in etwa der gleiche Effekt wie bei den Rentenzugängen: Anträge aus dem Jahr 1995 wurden in Jahr 1996 bewilligt, Anträge des Jahres 1996 jedoch erst in 1997 erledigt)

Also erfolgt meiner Meinung nach erfolgt eine korrekte Berechnung in etwa so:

1996 : 208561 Ablehnungen / 531672 Erledigungen = 39,2 Prozent „Ablehnungsquote“

2009: 181420 Ablehnungen / 359159 Erledigungen = 45,0 Prozent Ablehnungsquote.

Dieser Anstieg um 5,8 Prozent lässt sich meiner Meinung nach unter anderem mit dem „leicht“ veränderten Anspruchsvoraussetzungen erklären (vgl. mein Vorbeitrag, "Vergleich von Äpfel mit Birnen").

BTW:

Sofern Sie Zweifel an den publizierten Zahlen haben ("hatten wir nicht schon mal den Fall, dass die Zahlen der DRV nicht stimmig waren?"), so können Sie bei der DRV bei Mail nachfragen (vgl. E-mail- Adresse auf der herangezogenen Publikation).

MfG

zelda

von
Machts Sinn

Hallo Zelda,

das nennt man gegenseitig "schönrechnen“ – jeder wie er gerade will!

So ist die Differenz zwischen 39,2 % und 45 % Ablehnungen auch nicht 5,8 %, sondern 5,8 Prozent p u n k t e und 5,8 Prozentpunkte bedeuten auf der Basis von 1996 eine Zunahme um 15 %!

Und da sich die Zahl der Bewilligungen gleichzeitig ähnlich stark in die andere Richtung entwickelt hat, sind die Veränderungen in der Relation enorm!

Durch diese sehr ungünstige Entwicklung dürfte sich auch die Zahl der Rechtsbehelfsverfahren erhöht haben. Enthalten die Bewilligungs- und Rentenzugangszahlen also auch die Ergebnisse aus den Widerspruchs- und Klageverfahren? Wie groß war der jeweilige Anteil 1996, 2009?

Und noch was: Obwohl die Fallzahlen sehr deutlich zurück gegangen sind, hat sich – durch noch weniger (!) Erledigungen – der Bearbeitungsrückstand im Verhältnis vergrößert!

Gruß!
Machts Sinn

von
Private Rentenberater

Zitiert von: Machts Sinn

Hallo Zelda,

das nennt man gegenseitig "schönrechnen“ – jeder wie er gerade will!

So ist die Differenz zwischen 39,2 % und 45 % Ablehnungen auch nicht 5,8 %, sondern 5,8 Prozent p u n k t e und 5,8 Prozentpunkte bedeuten auf der Basis von 1996 eine Zunahme um 15 %!

Und da sich die Zahl der Bewilligungen gleichzeitig ähnlich stark in die andere Richtung entwickelt hat, sind die Veränderungen in der Relation enorm!

Durch diese sehr ungünstige Entwicklung dürfte sich auch die Zahl der Rechtsbehelfsverfahren erhöht haben. Enthalten die Bewilligungs- und Rentenzugangszahlen also auch die Ergebnisse aus den Widerspruchs- und Klageverfahren? Wie groß war der jeweilige Anteil 1996, 2009?

Und noch was: Obwohl die Fallzahlen sehr deutlich zurück gegangen sind, hat sich – durch noch weniger (!) Erledigungen – der Bearbeitungsrückstand im Verhältnis vergrößert!

Gruß!
Machts Sinn

Wer Ihre Beiträge liest, versteht das die privaten Rentenberater nur als geldgirerige Abzocker gesehen werden, die vom Rentenrecht keinerlei Ahnung haben.
Danke für den eindrucksvollen Beweis.
Macht auf jeden Fall Sinn!!!!

von
Mehr als Blödsinn

Zitiert von: Manfred Ernst

Hallo
Ich finde die Informationen von Machs Sin sind sehr interessant!!!
Ich halte die Beiträge einiger DRV Beamten und Abgestellten für weniger interessant.
KSC und Konsorten versuchen immer wieder einige USER zu zerreißen.
DAS ZIEL kann nur sein das diese Seite geschlossen wird.
Ich fordere die Vorgesetzten von diesen Mitarbeitern der DRV auf mal ein MACHTWORT zu sprechen.
Angestellte des ÖD haben sich vorbildlichst zu verhalten. (auch im Ruhestand)
Es ist unwürdig was sie hier Treiben KSC und Konsorten!!!

Lieber Manfred Ernst,

-> Ich finde die Informationen von Machs Sin sind sehr interessant!!!

Was sie finden, spielt nur leider überhaupt keine Rolle.

Ich finde Schnee schön, interessiert aber niemanden.

->Ich halte die Beiträge einiger DRV Beamten und Abgestellten für weniger interessant.

Wie bereits gesagt, was sie finden oder was sie von Beiträgen halten ,interessiert absolut niemanden.

Bitte nicht immer so wichtig nehmen!!!!!!

->KSC und Konsorten versuchen immer wieder einige USER zu zerreißen.
DAS ZIEL kann nur sein das diese Seite geschlossen wird

Völlier Schwachsinn!!!bzw, Ihre Meinung, die ja wie erwähnt, absolut niemanden interessiert.

KSC und die anderen User geben Antworten auf die Fragen der User hier. Das dort manchmal ein wenig Ironie mitspielt stimmt, aber was ist daran schlimm. Manche stellen hier auch fragen, wo einem der Hut hochgeht.

Was machen so superschlaue wie "Machts Sinn" und andere noch schlauere...

Geben weder Antworten, noch helfen sie Usern. Sie stellen sich hier dar, und feiern sich selbst, weil sie ja achso toll sind.

Ist das der Sinn dieses Forums??

Das sich irgendwelche verbitterten Einsiedler hier gross präsentieren, und die DRV in jeglicher Hinsicht angreifen. Wäre es kein anonymes Forum, hätte ich längt Strafanzeige gegen diese Menschen eingereicht, wegen Verleumdung, und wegen der bewussten Verbreitung von Unwahrheiten.

Absolut lächerlich, was Machts Sinn und die anderen Minderbemittelten hier fabrizieren. Schade, das es nur ein anonymes Forum ist, aber davon profieren ja diese charakterschwachen Menschen.

Arme Menschen..sind wirklich nur zu bedauern.

von
Machts Sinn

.

von
Mehr als Blödsinn

Zitiert von: Machts Sinn

.

Geeenauuuu....wau wau wau.

Diese gemeinen Kinder,...hätten die sie früher nicht in der Schule so verarscht, wären sie vielleicht normal geworden.

Schade.

Experten-Antwort

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird sich den Ausführungen von „Zelda“ angeschlossen. Dem allgemeinen Hinweis, dass Äpfel nicht mit Birnen verglichen werden dürfen kann nur beigepflichtet werden. Wer Zahlen miteinander vergleicht, muss sich festlegen, ob er das Verhältnis von Ablehnungen zu Bewilligungen im jeweiligen Jahr vergleicht oder ob er die absoluten Zahlen der Ablehnungen entsprechend mit dem Rückgang des Antragsvolumens gewichtet. Nur so ergibt sich eine transparente und nachvollziehbare Aussage.

von
W*lfgang

> mit dem Rückgang des Antragsvolumens (...)

Spätestens in 2010 (eigentlich schon seit 2008) wird es wieder eine Zunahme des Antragsvolumens gegeben haben. Zur Erinnerung: ALG 2 läuft über 5 Jahre, beide rentenrechtlichen Voraussetzungen (60 Monates Mindestversicherungszeit, 36 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren) sind mit Ende 2009 erfüllt. Und was sagt uns diese Statistik - gefühlt nur eine leichte Antragszunahme. Wenn die absoluten Bewilligungszahlen dann wieder etwas höher liegen werden - Bravo, die DRV saugt die ALG 2 Fälle auf ...in der Summe zahlen 'wir' es doch weiter, nur aus einem anderem Topf. Und, mit höheren Antragszahlen steigt auch (wieder) die Bearbeitungsdauer. Normal halt ...oder hat die BA für diese auszusondernden 'Fälle' zugunsten der DRV Personalreserven im Budget vorgesehen ? ;-)

Gruß
w.

von
W*lfgang

> Wer Ihre Beiträge liest, versteht das die privaten Rentenberater nur als geldgirerige Abzocker gesehen werden, die vom Rentenrecht keinerlei Ahnung haben.

Auch wenn dieser Berufstand vielleicht von Einigen als 'Abzocker' gesehen wird ...Sie (na eben Sie eher klein geschrieben brauchen) auch eine Menge an Hintergrund-/Erfahrungswissen, um 'Abzocken' zu können - da gehört schon ein wenig mehr zu, als nur die gerichtliche Zulassung zu bekommen.

Verunglimpfungen als solche für freie Berufe ./. gesetzlich 'Berufene' ...ohhneee, ist wie alle DRV-'Beamten' ab in die Tonne treten. Weiße und schwarze Schafe finden Sie auf beiden Seiten ...nur, die öffentlichen können Sie hinterfragen/kontrollieren ! ...und Ergebnisorientierte Mundpropagande in beiden Bereichen tut ein Übriges ;-)

Mit einfach pauschalen Urteilen daher seeeeehr vorsichtig sein ...und wenn Versicherte für Umsonstleistung zahlen wollen, gern, dann ist die Aufklärungsarbeit der DRV eben noch nicht in jedem Haushalt angekommen.

Gruß
w.

von
zelda

Zum Thema Rentenberater:

Grundsätzlich achte ich diese schon, haben sie doch meist mehr Fachwissen im Rentenrecht als so mancher Rechtsanwalt, der mal ein SGB VI gesehen hat und dann die Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit im Sinne des § 240 und die volle oder teilweise Erwerbsminderung nach § 43 komplett durcheinander schmeißt.

Ein Teil der Rentenberater hat zuvor bei den Rentenversicherungsanstalten gelernt / studiert oder / und dort gearbeitet. Insbesondere diese Leute haben dann Ahnung von Fachrecht und sogar teilweise von den Arbeitsabläufen. Natürlich kann man seine Kenntnisse etc. auch auf anderen Wegen erwerben.

Ich habe also per se nichts gegen Rentenberater, weisen sie doch auch auf Fehler hin, denn fehlerfrei ist keiner.

Man sollte aber auch den Rentenberater als das sehen, was er ist:

Jemand der von einem bestimmten Fachgebiet Ahnung hat und seine Kenntnisse und Dienste gegen Geld anbietet.
Ein Bäcker backt Brot und andere Leckereien und verkauft diese gegen Bares. – Ein Rentenberater bietet seine Dienste u.a. auf dem Gebiet des Rentenrechts an – auch gegen Geld. Daran ist nichts Verwerfliches zu finden, die allermeisten Leute arbeiten nicht aus Idealismus sondern zum „Broterwerb“.

Mir stößt es jedoch dann sauer auf, wenn einige dieser Rentenberater sich entweder zum Samariter oder zum „Überwacher“ der Rentenversicherung aufspielen.

Thema Samariter:

Sie tun nach meiner Lesart teilweise so, als wären sie der Retter in der Not, der den Versicherten gegen die Rentenversicherung hilft – sie helfen den Versicherten tatsächlich – aber nicht als Idealismus – sondern gegen Geld.

Thema „Überwacher der Rentenversicherungsanstalten“

Hier darf ich auf die Seite eines anderen Rentenberaters verweisen:

http://rentenberatung-aktuell.de/

Das auf dort aufgeführte Zitat aus einer Bundestagsdrucksache können Sie auch auf den Seiten anderer Rentenberater finden:

Der Deutsche Bundestag hat festgestellt, dass "die Rentenberater sich bei der Unübersichtlichkeit und der zunehmenden Bedeutung des Sozialversicherungsrechts im Rechtsleben - insbesondere auch bei der Kontrolle der Versicherungsanstalten - als unentbehrlich erwiesen haben" (Bundestagsdrucksache 8/4277 vom 20. Juni 1980)“

Bisher war ich der Meinung, dass die Rentenversicherungsträger nicht durch die Rentenberater, sondern durch die Sozialgerichte und die Aufsichtsbehörden kontrolliert werden….

Man sollte seine Daseinsberechtigung auch anders begründen können als mit einem Zitat

- eines Ausschusses des Bundestages – und nicht des gesamten Bundestages-

- aus einem Dokument, in dem einfach nur begründet wurde, dass auch Rentenberater wie Rechtsanwälte Gebühren für ihre Tätigkeit erheben dürfen.

Also: Es gibt viele gute Rentenberater, die ihr Handwerk verstehen.

Aber auch unter den Rentenberatern gibt es schwarze Schafe, die meiner Meinung nur ihr Geld im Vordergrund sehen und teilweise mit ihren Aussagen Front gegen die Rentenversicherung machen.

Insofern sehe ich auch die ursprünglich zitierte Aussage des Rentenberaters zum Rückgang der Erwerbsminderungsrenten kritisch.

Die Kernaussage sieht für mich so aus:
„Die Zugänge sind um 45 % zurückgegangen- Sie brauchen einen Rentenberater“.

Oder auch diese zwei Aussagen des gleichen Rentenberaters auf seiner Seite:

„Vorsicht ist geboten bei Beratungsstellen der Rentenversicherung, Krankenkassen oder auch von Versichertenältesten. Unbestritten müssen diese auf ihre Fragen wahrheitsgemäß antworten. Allerdings nur auf die gestellte Frage. Auf weitere Vorteile oder auch mögliche Alternativvorschläge wird nicht hingewiesen.“

„Anders als die Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung mit ihren Versichertenältesten weisen Rentenberater auf Unstimmigkeiten im Rentenbescheid hin. Ein Sachbearbeiter der Rentenversicherung hat nämlich kein Interesse sie auf Fehler oder nicht gemeldete Zeiten in ihrem Versicherungskonto hinzuweisen“

Hat dieser Rentenberater schon mal etwas von der umfassenden Auskunfts- und Beratungspflicht aus dem §§ 14 und 15 des SGB I gehört. Weiß er tatsächlich, wie viel Aufklärung und Beratung durch die Beratungsstellen betrieben wird ?
Was wird seitens der RV- Träger eigentlich unter anderen bei der Kontenklärung betrieben , wenn nicht ständig die Versicherten mit Versicherungsverläufen „genervt“ werden, nochmals per einzelnen Anschreiben auf Lücken hingewiesen werden usw….. ????

Also :

Es gibt gute und schlechte Rentenberater, so wie es mehr oder weniger motivierte Mitarbeiter bei den Rentenversicherungsträgern gibt.

Mit den guten bzw. mehr motivierten arbeite ich gerne zusammen.

Soweit mein Statement, auch wenn diese hier keine konkrete Hilfe darstellen wird.

MfG

zelda

von
W*lfgang

Hallo zelda,

ich teile Ihre Sichtweise vollends, insbesondere was das Saure angeht ...als Lobhudelei auf Rentenberater im Allgemeinen wollte ich meine kleine Kritik auch nicht verstanden wissen - von den 'dubiosen' Pauschalurteilen auf diversen Web-Seiten mal abgesehen (nervt, aber erklimmet via Google in Rentenfragen kaum an Bedeutung ...lass sie für ihren Provider/Web-'Designer' eben bluten ;-)

Grundsätzlich kann man/frau im öffentlich Tätigen auf dieses saure 'Gesocks' verzichten/da wo es nur abzockt und diesen Berufsstand eben weiter nach unten als noch oben zieht. Da wird mir/uns auch jeder seriöse Rentenberater Recht geben ...

Die DRV und Angeschlossene trollt nicht - na hoffe ich doch ;-) - das unterscheidet uns ...und so manch Versicherte denkt hinterher, warum habe ich für Umsonstdienstleistung bezahlt - hat der Rentenberater natürlich vor Kasse nicht erklärt *dummgelaufen. Wenn er objektiv wäre und auf seine weitergehenden Fähigkeiten vertrauen würden ...

Insofern, lasst 'sie/Rentenberater' leben ... ‘wir' sind (meist) besser ;-) - wir müssen es den Versicherten nur noch deutlicher machen - und auch weiter am eigenen Image arbeiten, in allen Instanzen!

Gruß
w.
...nebenbei, auch ein Blick hinter die Kulissen ist eine Hilfe für Andere. Nicht nur Machts Sinn global zitierte Statistiken ohne weiteren/anfänglichen Blick ...