Auf meinem Schreibtisch ist die BFA zur Zeit ein Dauerbrenner!
Ich beziehe seit einer ganzen Zeit Hinterbliebenenrente und habe, weil ich als Selbständige privat versichert war, die volle Rente (also brutto bezogen). Vom 01.10.04 - 31.03.07 hatte ich einen Gleitzonen-Job (versicherungspflichtig). Ab dem 01.04.07 bin ich nun in der Krankenversicherung der Rentner- den Job habe ich nicht mehr.
Samstag erhielt ich nun den Rentenbescheid- die jährliche Neuberechnung. Mein Einkommen "nebenbei" ist so gering, dass es bei der Neuberechnung der Rente nicht berücksichtigt wurde.
Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Datenübertragung von BFA zur Krankenkasse und umgekehrt nicht funktioniert hat! Das bedeutet, dass ich seit dem 01.10.2004 bis dato immer die Bruttorente bezogen habe und die Krankenkassenbeiträge nicht gezahlt wurden!!!
Das ergibt eine nette Rückforderung von fast 2200 Euro.
Ich habe zwar sowohl bei der Krankenkasse (bei der Anmeldung) und auch bei der BFA verlauten (durch Steuerbescheid) lassen, dass ich in einem Angestelltenverhältnis arbeite, aber keiner von beiden hat reagiert. Selber habe ich nicht gewusst, wie sowas in der Rentenberechnung aussieht, denn bislang hatte ich nur "Bruttorentenbescheide" in der Hand. Erst jetzt, wo ich den neuen Bescheid habe, sehe ich natürlich, wie ein "Nettobescheid" auszusehen hat, weil da ja nun immer schön aufgeführt ist, wieviel Geld an die Krankenkasse abgeführt wurde.
Da ich seit 01.04.2007 nun in der Krankenversicherung der Rentner bin, ist für mich klar, dass ich die Beiträge auch abzuführen habe.
Aber was ist mit der Schlamperei vorher?
Was kann ich dafür, dass die IKK die Daten nicht ordnungsgemäß an die BFA weitergibt ( so sagt die BFA)? Oder was kann ich dafür, dass die BFA intern nicht in der Lage ist, meine beiden Rentenversicherungsnummern zusammenzufassen? Bei der BFA werden nämlich meine Beiträge aus dem Angstelltenverhältnis unter meiner persönlichen Nummer geführt. Die Hinterbliebenenrente aber läuft unter der Nummer meines verstorbenen Mannes. Und ganz offensichtlich gibt es da keine computertechnische Verknüpfung.
Mal abgesehen davon, dass bislang kein einziger Rentenbescheid korrekt war und bei jedem ein Widerspruch (mit daraus folgender Nachzahlung) erfolgen musste- muss ich denn bei der BFA immer nur mit Fehlern rechnen?
Bin ich verpflichtet, in das Rentenberechnungssystem so einzusteigen, dass ich jeden Gesetzestext weiß und mir selber ausrechnen kann, welche Rente ich bekomme?
Oder bin ich verpflichtet, von meiner Rente jeden Monat 100 Euro beiseitezulegen, für den Fall eventueller Rückforderungen?
Oder darf ich meine Rente auch ausgeben?
Nun, jedenfalls- ich bin davon ausgegangen, dass ich von meiner Rente leben darf und habe nun ein echtes Problem.
LG
Bambam