Wer ist für Erstellung Teilhabeplan / Rehaplan zuständig

von
keks2013

Guten Tag, ich beziehe derzeit Rehaleistungen verschiedener Träger (Krankenkasse, Versorgungsamt nach dem Opferentschädigungsgesetz, Rentenkasse und geplant auch Agentur für Arbeit im Rahmen einer beruflichen Reha. Trotz AU seit Mai 2010 wurde bisher noch kein Teilhabeplan nach IX SGB § 10, 14, u.a. erstellt.
Wie kann ich rausfinden, WER nach obiger Regelung koordinierend für die Erstellung eines schriftlichen Rehaplanes zuständig ist? Ist es der, der als letzter eine Leistung zugesagt hat? Der, der die erste Leistung zugesagt hat? Oder lautet die Regel ganz anders?
Ohne Rehaplan drohe ich aus Leistungen rauszufallen. Müßte deswegen EU-Rente beantragen, obwohl die med. Reha keineswegs abgeschlossen und deswegen auch die berufliche Reha noch nicht begonnen werden konnte.
Mein Ziel ist die Rückkehr in den Arbeitsmarkt, nicht die EU-Rente.
Danke für Ihre Hilfe!

von
Keine Ahnung

Da sollten Sie sich vielleicht mal an die Reha-Servicestelle wenden. Anschriften finden Sie unter
www.reha-servicestellen.de.

von
keks2013

...habe bereits bei zwei Servicestellen nachgefragt. Einmal war die Ansprechpartnerin von der Rentenkasse, einmal von der Krankenkasse. Keiner konnte mir weiterhelfen.
Deswegen hoffe ich hier auf konkrete Antworten. Danke :-)

von
Rübe

Zitiert von: keks2013

...habe bereits bei zwei Servicestellen nachgefragt. Einmal war die Ansprechpartnerin von der Rentenkasse, einmal von der Krankenkasse. Keiner konnte mir weiterhelfen.
Deswegen hoffe ich hier auf konkrete Antworten. Danke :-)

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Experten-Antwort

Gemäß § 14 des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) ist für die Erbringung von Leistungen zu Teilhabe nur ein konkreter Leistungsträger zuständig. Dieser zuständige Leistungsträger muss alle Leistungen entsprechend Ihrem Teilhabebedarf koordinieren und ggf. andere Leistungsträger einbinden. Bei diesem zuständigen Leistungsträger beantragen Sie am besten alle gewünschten Leistungen.

Von diesem Leistungsträger wird dann ggf. auch die Erstellung eines Teilhabeplans veranlasst, wenn Anlass zur Annahme besteht, dass im jeweiligen konkreten Einzelfall mehrere gleichzeitig durchzuführende oder aufeinander folgende Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe (verschiedener Leistungsgruppen) oder mehrerer Rehabilitationsträger erforderlich werden. Dieser Teilhabeplan dient insbesondere dem Ziel einer besseren Leistungsverzahnung im Wege einer entsprechenden Koordination der Leistungen und Kooperation der Rehabilitationsträger.

Weitere Informationen können Sie der Gemeinsamen Empfehlung zum Teilhabeplan im Internet
http://www.bar-frankfurt.de/fileadmin/dateiliste/publikationen/gemeinsame-empfehlungen/downloads/Gemeinsame_Empfehlung_Teilhabeplan.pdf
entnehmen.

von
keks2013

Danke für Ihre Antwort. Das Problem ist, dass ich bereits seit 2010 Leistungen verschiedener Träger empfange. Also Kriegsopferversorgung, Krankenkassen, Rentenversicherung + geplant berufliche Reha. Wer also ist bei bereits seit über zwei Jahren laufender Maßnahmen zuständig, wenn erst jetzt klar wird, dass so ein Teilhabeplan notwendig ist. Der erste in der Kette? Der letzte, der Leistung genehmigt hat?
Danke

von
=//=

"Müßte deswegen EU-Rente beantragen, obwohl die med. Reha keineswegs abgeschlossen und deswegen auch die berufliche Reha noch nicht begonnen werden konnte."

Von welchem Leistungsträger wird denn die med. Reha durchgeführt?

Sofern vom RV-Träger, ist dieser auch nach Abschluß der med. Reha für eine berifliche Reha (LTA) zuständig.

Haben Sie schon einen Antrag auf LTA gestellt? Sobald der Antrag beim (zuletzt für die Reha) zuständigen Leistungsträger eingeht, prüft dieser die Zuständigkeit selbst. Sie erhalten dann eine entsprechende Nachricht.

Ein Rehaplan kann ja erst erstellt werden, wenn die LTA bewilligt wurden. Beim RV-Träger prüft der Sozialmed. Dienst die Erfordernis.