Wer kennt sich aus ??

von
Karl Palle

Liebe Forumsteilnehmer,

als Rentner (seit Dez. 2005) beziehe ich ich als ehemaliger öffentlich Bediensteter auch eine sogenannte Zusatzversorgung/Betriebsrente, die vom Finanzamt laut Einkommensteuerbescheid wie eine Einkunft aus nichtselbständiger Arbeit bewertet wird.

Für die Betriebsrente gilt, dass 40 %, jedoch maximal 3000,00 Euro steuerfrei sind. Daneben bleiben weitere 900,00 Euro sowie ein Pauschbetrag von 102 Euro steuerfrei.

Mir ist nicht klar, wofür die 900,00 Euro bei der Festsetzung des zu versteuernden Einkommens als abzugsfähiger Betrag vom Finanzamt gewährt werden.

Wer kennt sich aus, und kann mich diesbezüglich aufklären?

Vielen Dank

Experten-Antwort

Bei Ihrer Zusatzversorgung handelt es sich steuerrechtlich um Versorgungsbezüge, die zu 100 % nachgelagert besteuert werden, dafür aber einen steuerfreien Versorgungsfreibetrag erhalten. Der Versorgungsfreibetrag wird erst gewährt, wenn der Steuerpflichtige das 63. Lebensjahr, bzw. als Schwerbehinderter das 60. Lebensjahr vollendet hat. Der steuerfreie Betrag setzt sich zusammen aus einem Versorgungsfreibetrag und einem Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag. Beide Beträge werden jedoch auf einen Höchstbetrag begrenzt. Bei dem angesprochenen Betrag von 900 EUR handelt es sich um den höchstmöglichen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag für 2005. Ab 2006 werden die Höchstgrenzen für den Versorgungsfreibetrag sowie der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag in jährlichen Schritten abgeschmolzen. Für genauere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt.