Hallo,
ich muss leider nochmal auf das Thema WfB zurückkommen. Entweder ich habe Denkfehler oder mangelndes Auffassungsvermögen. Ich kapiere das alles immer noch nicht richtig mit der WfB.
Da ist man in Frührente und möchte da wieder raus. Da lebt man von einer kleinen Rente und Grundsicherung (in meinen Fall jetzt noch nicht aber irgendwann). Da steht auf den Seiten vom Arbeitsamt und der Rentenstelle man müsse um in das Berufsleben zurückkommen zu können, einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Da kriegt man ein Bescheid da steht drauf "Wiedereingliederung" - oder "Rehabilitation". Als Laie freut man sich, kennt das System noch nicht und denkt sich oh toll, ich kann zurück ins Arbeitsleben, raus aus der Rente. Da bekommt zusätzlich eine Zusage für Übergangsgeld und soll 2,3 Jahre in der WfB arbeiten. Da stellt man sich dann vor, toll, wenn man das schafft, übernehmen die einen und müssten ja dann auch mindestens soviel zahlen, wie man vorher an Übergangsgeld hatte. Geht man mal davon aus, das ist jedenfalls viel höher als was man davor hatte. Jetzt soll man da anfangen und wird an einem Arbeitsplatz gestellt, wo ich keine Rehabilitation sehe sondern öde langweilige Arbeit, die eher was für wirklich sehr kranke Menschen ist, die keine Ansprüche haben - während man selbst mal eine berufliche Qualifikation erworben hat. Diese Rehabilitation hat aber damit absolut nichts zu tun und da wo man ein stück Spass hätte, da sind die Plätze "Pech gehabt" belegt - wie Computerarbeit. Da hört man dann aber von Leuten, man mache sich falsche Vorstellungen. Die WfB zahlt nur einen Hungerlohn, davon könne man nicht leben, dann heißt es wieder, es wäre nur eine Beschäftigung für Kranke, die sich was dazu verdienen wollen Taschengeld, sprich letztendlich landen diese wieder in der Rente und Grundsicherung. ? Erst heißt Reha, dann wieder nur Taschengeld am Ende ? Ich verstehe das alles nicht ?
Da hört man dann von einem Integrationsdienst, schaut auf den ihre Seite, da wird angeprangert, wie erfolgreich die doch Leute aus der WfB in den Arbeitsmarkt vermittelt hätten, sprich fällt man in der WfB aus dem System, hebt sich also hervor und wäre eher ein Fall für den normalen Arbeitsmarkt oder wie bei mir für den 2.ten Arbeitsmarkt also mit Schwerbehindertenausweis, da telefoniert man mit den Damen dort, da erzählen die einen doch wieder, "na ja, das wäre ja so schwer, Schwerbehinderte zu vermitteln. ?" Was denn jetzt. ? Und dann wiederrum hört man von Leuten, die einen Schwerbehindertenarbeitsplatz haben, via pass vom Versorgungsamt, das die so wenig verdienen, das sie auch in der Rente und alles hätten bleiben können. ? Sind das nur Gerüchte oder was. ?
Und da hört man auch, das man diese sog. Teilhabe am Arbeitsleben immer wieder beantragen könnte, sprich wenn es einer zweimal dreimal nicht schafft, dann geht es von vorne los und immer wieder wird Übergangsgeld gezahlt. Das ist doch Geldverschwendung. ?
Da gibt es Leute die wollen wirklich wieder arbeiten und dann scheinen sie am Ende wohl nur ausgebeutet zu werden oder was ?
Ich habe auch gehört, man muss diese 2,3 Jahre garnicht mitmachen, man kann auch schon viel eher sagen, Leute helft mir, ich will raus aus der WfB, ich fühle mich unterfordert, ich gehöre in den normalen Arbeitsmarkt zurück. Stimmt das ?
Tut mir leid, aber irgendwie verstehe ich alles anscheinend nicht richtig, weil ein jeder was anderes erzählt. Man kann doch nicht alle Kranken über einen Kamm scheren, nur weil sie alle in derselben Werkstatt arbeiten.
Erklärt man, man möchte nicht in der WfB arbeiten sondern lieber unentgeltlich ein Praktikum machen, in einer Firma, die auch Schwerbehinderte einstellen, heißt es, so was machen wir nicht, da helfen wir nicht, erst WfB. ?
Danke
Dagmar