Widerspruch lange Bearbeitungsdauer

von
Rentner

Hallo liebe Experten,

mein Anwalt hat am 20.08.2019 den Widerspruch wegen Ablehnungnmeiner vollen EMR geschickt. Seit dem habe ich Akteneinsicht erhalten, erneut Schweigepflichtsentbindungen unterschrieben und der DRV aktuelle Berichte zugeschickt.
Ist es normal, dass so ein Verfahren so lange dauert? Gibt es eine maximale Bearbeitungszeit die der DRV eingeräumt wird?

Viele Grüße
Rentner

von
Anwalt

Zitiert von: Rentner
Hallo liebe Experten,

mein Anwalt hat am 20.08.2019 den Widerspruch wegen Ablehnungnmeiner vollen EMR geschickt. Seit dem habe ich Akteneinsicht erhalten, erneut Schweigepflichtsentbindungen unterschrieben und der DRV aktuelle Berichte zugeschickt.
Ist es normal, dass so ein Verfahren so lange dauert? Gibt es eine maximale Bearbeitungszeit die der DRV eingeräumt wird?

Viele Grüße
Rentner

Am besten Fragen Sie ihren Anwalt! Sie haben etwas über den Anwalt angestoßen, dann sollten Sie sich eigentlich auch an diesen wenden.

von
Ich

Hallo Rentner,

mein Widerspruch wurde nach sage und schreibe 15 Monaten abgelehnt. Warum, wieso, weshalb alles sooooo lange gedauert hat, ist mir bis heute unerklärlich. Viel Glück für die Zukunft.

von
Besondere Lage

In diesen Zeiten (Coronavirus) wird es verständlicherweise noch länger dauern. Damit müssen Sie und viele andere nunmal leben.

Experten-Antwort

Eine Regelung, wie lange ein Widerspruchsverfahren maximal dauern darf, existiert nicht. Die Dauer eines Widerspruchsverfahrens ist jeweils sehr unterschiedlich und davon abhängig, welche Ermittlungen anzustellen sind. Eine Untätigkeitsklage zu erheben, verzögert solch ein Verfahren eher, denn dazu ist der gesamte Vorgang dem Sozialgericht vorzulegen. Heraus kommt dabei aller Regel nach nichts, denn auch dadurch werden die Abläufe nicht schneller. Wenn der Leistungsträger gute Gründe für die Dauer des Verfahrens vortragen kann, wird auch kein Sozialgericht zur Beschleunigung beitragen können. Hält die Rentenversicherung die Argumente für den Widerspruch für nicht begründet, übergibt sie den Fall einem so genannten Widerspruchsausschuss. Der Widerspruchsausschuss ist eine Einrichtung der Selbstverwaltung, die den Versicherten lange Prozesse vor dem Sozialgericht erspart. Er ist je zur Hälfte mit Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber besetzt und hat die Aufgabe, die Entscheidung der Verwaltung zu überprüfen, wenn Versicherte mit einem Bescheid nicht einverstanden sind.Der Ausschuss entscheiden, ob und in welchem Umfang dem Widerspruch stattgegeben werden kann. Der Versicherte bekommt dies in einem Widerspruchsbescheid mitgeteilt. Und ja, in Zeiten von Corona kann im Moment keiner sagen, ob diese Ausschüsse in den normalen Zeitabständen tagen, bzw. wie man diese Verfahren durchführen wird.Fragen Sie gegebenenfalls bei Ihrem Rentenversicherungsträger nach dem Stand der Dinge.