Widerspruch wegen Reha

von
Paul03

Ich bin Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker und arbeite seit 22 Jahren in dem Beruf .Im letzten Jahr habe ich wegen Angstzustände und Depression ein Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt um eine Umschulung oder Weiterbildung zu bekommen,die Angstzustände sind so gut wie fort bleibt nur noch die Depression dafür kenne ich auch die Gründe es ist der Job und das Betriebsklima in der Firma wo ich arbeite.Mir wurde eine 6 wöchige Reha bewilligt möchte ich aber nicht machen weil wenn ich wieder in die Firma muß und in dem Job arbeite bin ich genau so weit wie jetzt in einer Depression.Daher finde ich bringt mir eine Reha gar nichts ,habe ich eine andere möglichkeit eine Umschulung oder Weiterbildung zubekommen .
Wie kann ich Widerspruch einlegen ?
Kann man eine art Arbeitserprobung machen?

von
Sparer

Suchen Sie sich einen anderen Arbeitsplatz, dann erübrigt sich auch der Teilhabe-Käse und der Staat spart viel Geld für nix!

von
???

Problem Kur: Zu einer Kur kann Sie die DRV nicht zwingen. Sollten Sie sie nicht antreten wollen, teilen Sie dies der DRV einfach schriftlich mit. Falls Sie Krankengeld beziehen, sollten Sie sich jedoch bei Ihrer Krankenkasse nach evtl. Folgen erkundigen.

Problem Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: Wurde der Antrag abgelehnt, können Sie natürlich Widerspruch einlegen. Sollte noch kein Bescheid erteilt sein, ist es jedoch möglich, dass die DRV die Kur für erforderlich hält, um Sie fit für LTA zu machen. Dann würde bei einer Absage der Kur die LTA vermutlich wegen fehlender Mitwirkung abgesagt werden.
Im übrigen würde ich Ihnen raten, sich nicht zu sehr auf eine Umschulung zu versteifen. Falls das Problem wirklich nur beim Arbeitgber liegt, ist ein Lohnkostenzuschuss als Einstellungsanreiz für einen anderen Arbeitgeber völlig ausreichend.

von
Peter12

Wenn die RV Sie auf einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben hin zur Reha schicken will hat das seinen guten Grund.

Dort wird nämlich zum einen erstmal ihr aktueller Gesundheitszustand ( gerade auch hinsichtlich ihrer Erwerbsfhägkeit ) festgestellt und auch DANACH werden entsprechende Massnahmen seitens der Reha vorgeschlagen. Dies kann bei bereits bestehender EM eine EM-Rente sein oder sauch eben die von ihnen gewünschte Teilhabe ( z.b. Umschulung etc. ).

Insofern wereen Sie um die Reha nicht herumkommen, weil sich alles weitere nur aus dem Ergebnis / der Einschätzung der Reha ergeben wird. Verweigern Sie die Reha werden ihnen wietere Massnahmen - zu recht - wegen fehlender Mitwirkung versagt.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Morgen Paul03,
bevor Sie die "Flinte ins Korn werfen" und den Wechsel des Arbeitgebers und/und zusätzlich den Wechsel des Berufs vollziehen sollten Sie evtl. das Angebot der medizinschen Rehabilitation annehmen. Sie können doch nur gewinnen, indem Sie mal aus dem alten Trott herauskommen, ein paar Nächte darüber schlafen und mit einem freien Kopf Entscheidungen treffen und dann ggf. Fakten schaffen. Vielleicht befragen Sie auch ambulant tätige Ärzte nach Ihrer Meinung. Ansonsten steht es Ihnen natürlich frei, dass medizinische Reha-Angebot nicht anzunehmen. Über die Folgen der evtl. fehlenden Mitwirkung sollten Sie aber vorher mit Ihrem Rentenversicherungsträger sprechen.
Mit freundlichen Grüßen