wie kann man verhindern, das die Rente unbefristet wird?

von
Bob

Ich habe jetzt schon 2x eine Verlängerung für 3 Jahre bekommen und ich habe gehört, dass es nicht unendliche Verlängerungen gibt, sondern, das nach 9 Jahren die Rente unbefristet bezahlt wird.

Da mein Arbeitsverhältnis aber nur ruht und ich trotz sehr schwerer Krankheit hoffe, wieder irgendwann arbeiten gehen zu können, würde ich gern die Rente weiter befristet bekommen, wie mache ich das?

von
Hudini

Auch bei einer Unbefristeten EM-Rente hindert Sie niemand daran,wenn es Ihnen gesundheitlich wieder gut geht,wieder die Arbeit aufzunehmen.
Wie umgekehrt eine Unbefristete Rente auch von der DRV trotzdem wieder entzogen werden kann .

von
Bob

Das weiß ich, doch sobald die Rente unbefristet ist, wird mein Arbeitsverhältnis aufgelöst, weil es keinen Sinn für meinen Arbeitgeber macht, ein Arbeitsverhältnis aufrecht zu erhalten, was offensichtlich keine Zukunft hat.

von
Realist

Seien Sie doch mal realistisch!
Wenn Sie über 9 Jahre krank sind, höchstwahrscheinlich etwas chronisches, glauben Sie an plötzliche Wunderheilung???

Wenn es Ihnen besser gehen sollte, können Sie sich immer noch einen Minijob suchen.

von
Wagner

Zitiert von: Hudini

Auch bei einer Unbefristeten EM-Rente hindert Sie niemand daran,wenn es Ihnen gesundheitlich wieder gut geht,wieder die Arbeit aufzunehmen.
Wie umgekehrt eine Unbefristete Rente auch von der DRV trotzdem wieder entzogen werden kann .

So einfach ist das nicht.
Aus der Rente kommt man nur schwer wieder raus nach einer Begutachtung.

von
Bob

Wenn ich die Hoffnung verliere, dass es jemals besser wird, dann könnte dass das Ende meines Lebens sein. Ich habe "Double Depressionen", das sind chronische Depressionen, die ungewöhnlich schwer sind.

Es muss doch irgendwann besser werden!

von
BW

Zitiert von: Bob

Es muss doch irgendwann besser werden!

Nur, wenn man etwas anders macht als bisher...also nicht festhalten an Altem, sondern Vertrauen aufs Neue. :-)

von
Timo

Zitiert von: Bob

Wenn ich die Hoffnung verliere, dass es jemals besser wird, dann könnte dass das Ende meines Lebens sein. Ich habe "Double Depressionen", das sind chronische Depressionen, die ungewöhnlich schwer sind.

Es muss doch irgendwann besser werden!

Vielleicht hiflt es sich bewusst zu machen, dass in den nächsten 100 Jahren ca. 8 Milliarden Menschen sterben werden - wie auch immer (Unfall, Selbstmord, Altersschwäche)...
Die Menschheit ist doch nur für kurze Zeit auf diesem Planeten.
Am Besten ablenken und die Sonne geniessen solange diese noch scheint. Wird ja auch demnächst als Supernova hochgehen..
:-)

von
Bob

Es ist lieb, dass Ihr versucht mir Hoffnung zu machen, doch das versuchen schon seit Jahren meine Familie und Freunde, meine Ärzte und meine Therapeutin.

Ich habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben und das Wissen, das ich irgendwann wieder arbeiten kann, hält mich am leben. Ich glaube, sobald die Rente unbefristet ist, geht auch ein ganz großes Stück Hoffnung weg!

Ich bin tief in mir drin ein positiver Optimist, keiner meiner Freunde hätte je gedacht, das gerade ich Depressionen bekomme!

von
Leben ist Veränderung

Glauben Sie allen Ernstes nach 9 Jahren ihren alten Job wieder problemlos machen zu können und das auch noch mit angeschlagener Gesundheit. Erkundigen Sie sich doch mal bei Ihren alten Kollegen nach de zwischenzeitlichen Veränderungen, Rationalisierungen, Einsparpotential usw. Selbst ihre gesunden Kollegen werden höchstwahrscheinlich unter Stress leiden.

Sowie ich Sie verstehe, warten Sie darauf nach Ablauf der 9 Jahre auf einen Schlag gesund zu werden! So funktioniert das nicht!

Sie müssen kleine Schritte gehen, sich Dinge vornehmen, die Sie auch schaffen. Der erste Schritt könnte sein, sich ehrenamtlich stundenweise zu engagieren. Oder sich einen 450 Eur-Job für ein paar Stunden in der Woche suchen.

Aber wie Sie sich das vorstellen funktioniert das nie und nimmer. Wenn Sie es nicht einmal geschafft haben, ihren Hintern vom Sofa zu bewegen und etwas zu tun und stattdessen vor sich hintrielen und auf plötzliche Genesung warten wird das nix.

Das Leben ist doch nicht zu Ende, nur weil Sie berentet sind. Und Sie haben ja nicht mal körperliche Einschränkungen oder schwere Schmerzen. Ihnen stehen doch die Türen offen, wenn Sie sich wollten. Auch wenn ein 4-8 Std. Arbeitstag zu viel ist und Sie das nicht mehr leisten können, akzeptieren Sie das und suchen sich neue Perspektiven.

Ich kennen Leute, die berentet sind mit schwerem Rheuma und MS, die ihr Leben in die Hand nehmen und eben das machen was noch möglich ist.

von
Max

Hallo Bob!

In was für einem Arbeitsverhältnis sind Sie den gestanden.....etwa öffentlicher Dienst?

Egal wo auch immer Sie noch einen Anspruch auf einen Arbeitsplatz besitzen glauben Sie im Ernst Sie werden dort nach so langer wieder mit Handkuss aufgenommen?

Sorry wenn ich das so hart formuliert habe!

Wie alt sind Sie den?

Suchen Sie sich einen Minijob oder ein Ehrenamt, wenn es Ihre Krankheit zulässt!

MfG

Max, der Unbefristete

von
Max

Zitiert von: Leben ist Veränderung

Glauben Sie allen Ernstes nach 9 Jahren ihren alten Job wieder problemlos machen zu können und das auch noch mit angeschlagener Gesundheit. Erkundigen Sie sich doch mal bei Ihren alten Kollegen nach de zwischenzeitlichen Veränderungen, Rationalisierungen, Einsparpotential usw. Selbst ihre gesunden Kollegen werden höchstwahrscheinlich unter Stress leiden.

Sowie ich Sie verstehe, warten Sie darauf nach Ablauf der 9 Jahre auf einen Schlag gesund zu werden! So funktioniert das nicht!

Sie müssen kleine Schritte gehen, sich Dinge vornehmen, die Sie auch schaffen. Der erste Schritt könnte sein, sich ehrenamtlich stundenweise zu engagieren. Oder sich einen 450 Eur-Job für ein paar Stunden in der Woche suchen.

Aber wie Sie sich das vorstellen funktioniert das nie und nimmer. Wenn Sie es nicht einmal geschafft haben, ihren Hintern vom Sofa zu bewegen und etwas zu tun und stattdessen vor sich hintrielen und auf plötzliche Genesung warten wird das nix.

Das Leben ist doch nicht zu Ende, nur weil Sie berentet sind. Und Sie haben ja nicht mal körperliche Einschränkungen oder schwere Schmerzen. Ihnen stehen doch die Türen offen, wenn Sie sich wollten. Auch wenn ein 4-8 Std. Arbeitstag zu viel ist und Sie das nicht mehr leisten können, akzeptieren Sie das und suchen sich neue Perspektiven.

Ich kennen Leute, die berentet sind mit schwerem Rheuma und MS, die ihr Leben in die Hand nehmen und eben das machen was noch möglich ist.

Sorry aber was eine Depression ist wissen Sie schon?

Das können Sie nicht mit MS oder Rheuma vergleiche......so ein Schwachsinn!

von
Leben ist Veränderung

Max, Sie haben Recht! MS und Rheuma sind schwere und unheilbare Krankheiten und nicht mit einer Depression vergleichbar, die heilbar ist und für deren Behandlung und Heilung unzählige Antidepressiva zur Verfügung stehen.

[/quote]

Sorry aber was eine Depression ist wissen Sie schon?

Das können Sie nicht mit MS oder Rheuma vergleiche......so ein Schwachsinn!

[/quote]

von
Bob

Ja, öffentlicher Dienst und Sie haben mir auch angeboten auf 450 € Basis zu arbeiten, wenn ich wieder ein bisschen arbeiten kann.

Mein Arbeitsplatz existiert nicht mehr, weil es keine Person allein hin bekommen hat. Meine Aufgaben wurden auf mehrere verteilt.

Ich habe noch knapp 2 Jahre Zeit um wieder fit zu werden, auch wenn meine Ärzte mir wenig Hoffnung machen. Doch bei der letzten Verlängerung, hat der MDK gemeint, dass durchaus Hoffnung besteht.

Ich habe bisher 14 verschiedene Antidepessiva, 2 Stimmungsstabilisatoren, 4 Psychotika und 3 verschiedene Beruhigungsmittel, sogar Benzos habe ich bekommen... und nichts hat bisher gewirkt, es gibt nicht mehr viel Auswahl. Seit einem Jahr wird wieder von vorne anfangen.

von
Bob

Zitiert von: Leben ist Veränderung

Und Sie haben ja nicht mal körperliche Einschränkungen oder schwere Schmerzen.

Woher wollen Sie das wissen? Eine Depression bringt auch körperliche Einschränkungen mit und teilweise auch schwere Schmerzen!

Ich will mich hier nicht rechtfertigen, nur weil ich so gern wieder arbeiten gehen würde... Ich bin nicht dumm, im Gegenteil ich habe einen IQ von 135, ich weiß, das ich nicht einfach nach 9 Jahren plötzlich wieder fit bin, aus dem Grund möchte ich ja wissen, wie ich verhindern kann, das die Rente unbefristet weiter gezahlt wird, weil ich doch noch hoffe, irgendwann wieder soweit hergestellt zu sein, das ich wieder arbeiten kann, vielleicht auch nur Halbtags, aber ich möchte meinen Arbeitsplatz nicht verlieren. Lt. meinem Arbeitgeber, kann ich mir aussuchen, wo ich dann eingesetzt werden möchte, obwohl ich das erst glaube, wenn es soweit sein sollte.

Ich bin dort innerhalb von 2 Jahren vom Praktikanten zum Vorgesetzten aufgestiegen, warum soll ich das nicht wieder schaffen?

Und wie hier schon erwähnt wurde, sind Depressionen heilbar! Auch wenn die Chance sehr gering ist, weil meine Depressionen chronisch sind.

von
Christina Nowak

Hallo Bob,

natürlich bringen Depressionen auch körperliche Beschwerden mit sich.
Der Körper zieht schlicht und ergreifend die Notbremse, weil Sie Ihr Leben nicht ändern.

Es geht über plötzlich nicht mehr sehen können, nicht mehr hören können, nicht mehr laufen können......................

Aber irgendwie sind Sie festgefahren in Ihren Ansichten, klammern sich an Ihren Job, von Dem Sie glauben, ihn nach 9
Jahren wieder voll ausfüllen zu können.

Verzeihen Sie einer alten Frau, die aus eigener Erfahrung spricht, nur mit Medikamenten alleine wird es Nichts.

Kämpfen Sie nicht um den Job, um die befristete Rente, nehmen Sie den Kampf mit dem Leben auf.
Tiefenspychologie, weite lange Spaziergänge um den Kopf freizukriegen.
Vielleicht legen Sie sich einen Hund zu, das hilft wirklich, weil man gezwungen ist, sich von der Couch hochzubewegen.

Lassen Sie einfach den Dingen mit Rente und JOB ihren Lauf !!!!!!

Sie werden es schaffen, so wie ich es geschafft habe.

von
zelda

Hallo „Bob“,

ich konnte Ihren Schilderungen noch nicht entnehmen, ob Sie eine befristete Rente

- wegen teilweiser Erwerbsminderung (Variante 1) oder aber
- wegen voller Erwerbsminderung

erhalten.

Bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung wäre noch interessant, ob diese aufgrund medizinischer Gründe gezahlt und befristet wurde ( Erwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter 3 Stunden täglich – Variante 2) oder aber es sich um einer Rente wegen voller Erwerbsminderung aufgrund des verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes handelt (Erwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 3 bis 6 Stunden täglich - Variante 3).

Renten nach Variante 3 (verschlossener TZA ) sind immer zu befristen , somit auch nach den 9 Jahren (vgl. § 102 Absatz 2 SGB VI) – Hier bestünde somit kein Problem für Sie, wenn Sie eine derartige Rente beziehen.

Bei Variante 1 und 2 wäre es schwieriger: Diese Renten sind nach 9 Jahren ununterbrochenen Bezug immer als Dauerrente zu zahlen , da es unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann (gesetzliche Regelung im § 102 Absatz 2 Satz 5 Halbsatz 2 SGB VI). Da kann die Rentenversicherung nicht anders handeln, als die Rente als Dauerrente zu zahlen.

Hier müssen Sie sich entscheiden : Arbeit (und Arbeitsplatz behalten) oder Rente. Beides geht nicht wirklich.

Hier gibt es eine (theoretische) Lösung: Sie entscheiden sich spätestens zum Ablauf der 9 Jahre, keinen Weiterzahlungsantrag zu stellen (und führen Ihre Beschäftigung beim Arbeitgeber fort). Wenn dann
( nach einem längerem Arbeitsversuch – bitte nicht nach der Dauer fragen) ein neuer Leistungsfall festgestellt wird, kann die Befristung erneut beginnen. (vgl. Rechtliche Arbeitsanweisung der Regionalträger:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_102R3.2&a=true

Allerdings kann es auch dann passieren, dass auf den alten Leistungsfall zurückgegriffen wird...

Bei Variante 2 (volle EM wegen medizinischer Gründe) könnten Sie alternativ die Rentenversicherung davon überzeugen , dass Ihrer Erwerbsfähigkeit von unter 3 Stunden täglich auf 3 bis unter 6 Stunden täglich gestiegen ist und somit eine Rente wegen voller Erwerbsminderung wegen des verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes zu zahlen ist.
Allerdings darf auch hier keine dauerhafte Erwerbsminderung vom 3 bis unter 6 Stunden festgestellt werden, da sonst ggf. eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung auf Dauer gewährt werden muss.

Für diese Überzeugungsarbeit, wäre eine zeitnahe Arbeitsaufnahme im Rahmen des 450- Euro – Jobs sicher nicht das schlechteste Argument. Ferner sollte die Besserung der Gesundheit nicht unbedingt kurzfristig vor dem Ablauf der 9 Jahre eintreten, sondern langfristig dokumentiert sein.

Allerdings halte auch ich eine Besserung nach 9 Jahren für eher unwahrscheinlich (insbesondere nach Ihren Schilderungen von 12:15 Uhr) . Aber nichts ist unmöglich...

MfG

zelda

von
Bob

Ich bekomme volle EMR, weil ich unter 3 Stunden täglich arbeiten kann.

Es tut mir leid, das ich mich missverständlich ausgedrückt habe, aber ich tue sehr viel um aus dem Loch rauszukommen.

Z.B. gehe ich regelmäßig zum schwimmen und malen, zur Tiefenpsychologin und zu vers. Ärzten, ich treffe mich mit meinen Freunden und gehe in die Selbsthilfegruppe, ich gehe einkaufen und kochen für meine Frau, die regelmäßig zur Arbeit geht, ich bilde mich im Internet weiter um den Anschluss nicht zu verlieren, gehe regelmäßig spazieren mit meinem Fotoapparat, habe sogar seit neuesten einen Schrittzähler auf meinem Handy, ich mache regelmäßig Autogenes Training und Aufmerksamkeitsübungen, ach und noch so viele Sachen... nur geht das nur, wenn es mir einigermaßen gut geht und das ist wirklich selten, doch wenn es so ist, versuche ich sogar jede Stunde zu genießen, es hindert meine Depression aber nicht daran immer wieder voll auszubrechen.

Wenn ich so richtig tief drin stecke, dann kann ich kein Auto fahren, weil meine Konzentration stark gemindert ist. Ich kann nicht zu Fuß gehen, weil ich keine Kraft habe. Ich kann mich nicht mitteilen, ziehe mich komplett von der Welt zurück, nicht das ich das will, ich kann nur nicht anders, ich hab schon alles versucht um dem zu entgehen.

Meine Tochter meint, wenn ich auf 450 Euro Basis arbeiten möchte, dann soll ich vorher 6 Wochen in die Tagesklinik gehen, doch ich war schon mal in der Tagesklinik und im Moment ist es zu anstrengend dort hin zu gehen, die Anforderungen sind einfach zu hoch.

Wenn meine Stimmung nicht bald etwas stabiler wird, dann habt Ihr wohl alle recht und ich werde nie wieder arbeiten gehen können, nicht mal auf 450 Euro Basis. Ich fühle mich gerade so wertlos!

von
Herz1952

Hallo Bob,

dass Sie sehr intelligent sind, das liest man aus Ihren Beiträgen. Aber einen IQ von 135, alle Achtung! Nur - jetzt kommt der Haken - der ist vielleicht bei Ihrer Art von Depressionen eher hinderlich. Viele Genies auf dieser Welt, hatten trotz Ihrer hohen IQ-Werte Depressionen. Darunter Ärzte, Büttenredner, Studenten, die ihr Studium "Summa cum Laude" abgeschlossen haben. Beim IQ-Test wird logisches und kognitives Wissen abgefragt. Aber die Hormone in unseren Köpfen (vor 10 Jahren waren ca. 80 bekannt) die kümmert das anscheinend nicht. Wahrscheinlich wissen Sie das schon.

Dass Sie die Hoffnung nicht aufgeben ist gut, aber vielleicht wäre es besser, Sie setzen sich nicht unter Druck, denn das nimmt dem Körper zu viel Energie, die er für die Psyche (für mich gibt es die gar nicht, sondern Hormone gehören auch zum Körper) braucht. Sie sind wahrscheinlich noch nicht soweit.

Versuchen Sie sich zu sagen "ich darf alles, ich muss aber nicht". Depressionen sind grundsätzlich nicht heilbar, aber Medikamente können sie zumindest erträglich machen. Die Ärzte sagen deshalb nur: Wir können Ihnen helfen. Es kommt meistens auch auf die Kombination der Tabletten an, aber bitte rechnen Sie jetzt nicht die Anzahl der möglichen Kombinationen aus, oder nur aus Neugier und werfen Sie das Ergebnis "über Bord".

Suchen Sie sich ganz behutsam Dinge aus, die das Leben wieder lebenswert machen. Etwas erzwingen zu wollen ist meistens destruktiv. Vielleicht hilft Ihnen auch eine Stationäre Behandlung in einer Akutklinik, wenn Sie das nicht schon mitgemacht haben.

Sie kommen mir jetzt vor, wie der Mann, dem niemand geglaubt hat, er sei depressiv und brauche Hilfe. Sie haben ihm ein Pferd zum reiten gegeben, weil das sein Hobby war. Er war nicht in der Lage aufzusteigen, erst dann haben sie ihm geglaubt. Ihm konnte aber letztendlich auch geholfen werden.

So gut wie jeder Mensch leidet einmal im Leben an einer Depression - auch Psychiater. Ist eine Depression kurz so heißt sie Stimmungsschwankung, dauert die Phase länger heißt sie Depression.

Frau Nowak hat gut gemeint mit: "Nehmen Sie den Kampf mit dem Leben auf". Aber soweit sind Sie sehr wahrscheinlich noch nicht, sonst wären Sie fast schon raus. Ohne Medikamente wäre es auch zu gefährlich. Depressionen sind nun mal nicht vom Willen abhängig, der kann erst später helfen.

Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen alles Gute (insbesondere Zufriedenheit - Glück gibt es nur für "Augenblicke -) und Besserung Ihres Zustandes.

Herzlich

Herz1952

von
Herz1952

Hallo Bob,

ich habe erst eben Ihren letzten Beitrag gelesen. Der letzte Satz ist geradezu typisch für Depressive.

Kein Mensch ist wertlos. Seien Sie bitte egoistischer, denken Sie an sich. Die anderen können das sowieso nicht alles verstehen. Sie sind selbst der wichtigste und wertvollste Mensch in Ihrem Leben. Kleine Einschränkung: die Kinder und (dann) die Frau, oder?

Sie sind schon auf dem richtigen Weg, was Sie noch alles machen können! Vielleicht schließen sich mit der Zeit noch diese "Löcher" oder werden zumindest abgemildert. Es scheint sich um eine sog. "Bipolare Störung" zu handeln, aber das ist unwichtig und wie ich Sie jetzt kenne, haben Sie sich schon im Internet "schlau" gemacht.

nochmal alles Gute für Ihre Gesundheit

Herz1952