Wie lange besteht die Möglichkeit auf rückwirkende Zahlung der Hinterbliebenenrente?

von
Montag

Es heißt: Die Rente wird rückwirkend nicht für mehr als 12 Kalendermonate gezahlt.

Wenn ich dies richtig verstehe, hätte man doch theoretisch "ein Jahr" Zeit, eine Witwenrente/Witwerrente zu beantragen.

Wie ist der Fall zu beurteilen, wenn im Januar 2009 der Sterbefall eintrat und im Januar auch schon bei der Deutschen Post AG die "Vorschusszahlung" beantragt wurde? Meine Frage dazu: Wie lange kann man sich somit mit den Antragsformularen "R500" usw Zeit lassen?

von
User

Ja theoretisch kann man sich ein Jahr Zeit lassen. Die Vorschusszahlung kann man aber nur einen Monat nach Tod des Rentenbeziehers beantragen.
Wenn im Januar 09 die Vorschusszahlung beantragt wurde, zählt dies bereits als Hinterbliebenenrentenantrag. Wenn sich mit den Antragsformularen aber dann zu lange Zeit gelassen wird, kann dies auch als fehlende Mitwirkung ausgelegt werden und der Antrag abgelehnt werden.
Also lieber nicht künstlich alles hinauszögern (warum denn auch?).

von
Schade

Welchen Zweck hat denn diese Frage? Sie kennen doch das mit den 12 Monaten - wollen Sie die Verwaltung ärgern?

Die Witwe / Witwer würde ich nicht verstehen, die seit Januar weiß, dass der Ehepartner tot ist, die auch die Vorschußzahlung beantragt hat, die sich aber dann fast ein Jahr Zeit läßt, sich wieder zu melden?

Alle jammern hier rum, dass die Antragsbearbeitung ewig dauert und es nie schnell genug gehen kann - und "Ihre Witwe" will den "Antrag vertrödeln", ja gehts denn noch? Man kann sich ja auch künstlich Probleme schaffen....

von
Montag

Es geht mir keinesfalls darum etwas zu vertrödeln.

Es geht mir um folgenden Satz: "Sollte der formelle Antrag nicht bis zum xy-Datum eingehen, werden wir über Ihren formlosen Rentenantrag nach Aktenlage entscheiden. Dabei wird für Sie bei der Einkommenanrechnung für die Zeit nach Ablauf der Sterbeüberbrückungszeit ein Einkommen zugrundegelegt, welches zum VOLLSTÄNDIGEN RUHEN der Hinterbliebenenrente führt. Sie sollten deshalb -im eigenen Interesse- den erforderlichen Atnrag umgehend stellen"

Wie gesagt: Hier wurde bereits im Januar ein Antrag auf Vorschusszahlung über den "Postrentendienst" beantragt.

Es geht mir darum, ob man nun die Angelegenheit so verstehen müsste, dass die Witwenrente bzw. Witwerrente nicht weitergezahlt würde, so lange nicht der "richtige" Antrag gestellt wird ?

von
User

Das heißt einfach, dass die Rente eingewiesen mit den Daten die der Sachbearbeitung vorliegen. In der Einkommensanrechnung nach §97 SGB VI wird dann ein so hohes Einkommen angerechnet, dass kein Zahlbetrag entsteht.

Wenn die Person dann die erforderlichen Unterlagen einreicht, wird alles nochmals überprüft und das tatsächlich Einkommen wird angerechnet. Dabei kann dann eine Nachzahlung entstehen die dann ausgezahlt wird.

Dies hier ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, da der Sachbearbeitung nicht bekannt ist wie viel das Einkommen beträgt, das auf die W-rente angerechnet werden soll.