< content="">

Wie oft erfolgt eine Begutachtung bei EU-Rente

von
1Tina1

Ich beziehe seit 12/2000 eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit.
Im Rentenbescheid heißt es auch, die Rente fällt weg, weil der Anspruch auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist.
Ich habe nun insgesamt 3 nach gutachten hinter mir und nach Aussage des behandelnden Arztes kommt es zu keiner Besserung. Wie oft muss man denn noch eine immer wiederkehrende Befristung von 2 Jahren (bei mir der Fall) hinnehmen.
Ich möchte noch kurz erwähnen, dass mein Krankheitsbild 20 Jahre völlig falsch diagnostiziert wurde und es so zu einer Chronifizierung gekommen ist und eine Besserung oder gar Heilung aussichstlos ist.
Das ist nicht meine Meinung, sondern in jedem medizinischen Buch nachzulesen.
Ich danke für die Beantwortung

von
KSC

wenn die Rente (wie Sie schreiben) wegen des Arbeitsmarktes gewährt wird, wird die auch künftig zeitlich befristet sein.

Alles weitere kann man online nicht beurteilen - das müssen Sie direkt mit der die Rente zahlenden Stelle ausmachen.

Zum Thema der seit 20 Jahren erfolgten falschen Diagnose/Behandlung Ihrer Ärzte kann hier auch niemand Stellung nehmen.

Aber wenn das so eindeutig in jedem medizinischen Lehrbuch steht, dann zeigen Sie dieses Buch doch den Ärzten, die Sie falsch behandeln - das sind ja Gott sei Dank mal nicht wir von der Rentenversicherung schuld, oder?

von
Hellseher

Meine Glaskugel sagt es: Ihre Rente fällt weg! 20 Jahre sind wirklich genug.
Auswege bieten örtliche Schauspielervereine.

von
Elke

Ih bin schon fünf mal Begutachtet worden

von
Antonius

..........und ich noch kein einziges Mal, seit nunmehr sieben Jahren Rentenbezug !

MfG

von
Pauli

Nochmal:

Bei Rentnern, die eine Dauerrente wegen Erwerbsminderung beziehen, überprüfen die Rentenversicherungsträger in der Regel alle zwei Jahre, ob die Voraussetzungen für die Rentenzahlung auch weiterhin vorliegen. Dazu erhält der Rentner oder die Rentnerin ein Fragebogen der auszufüllen und an die Rentenversicherung zurückzuschicken ist.
Weiterhin wird noch ein Befundbericht (bei medizinischen Dauerrenten) des behandelnden Arztes eingeholt, der in die Entscheidungsfindung einbezogen wird.
Nach Eingang des Fragebogens nebst Befundbericht bei der Sozialverwaltung prüft diese, ob die Voraussetzungen für die Weiterzahlung der Rente noch vorliegen.

von
Deister

Es gibt auch Rentenversicherungsträger die nur dann eine Nachprüfung in die Wege leiten wenn sich ein konkreter Anlass dafür findet (z.B. Beschäftigungsaufnahme) oder wenn dies im Gutachten so empfohlen wird (z.B. durch einen Text wie &#34;eine Nachuntersuchung in einem Jahr erscheint angebracht&#34;) .

von
RolfPetzke

Dies ist allerdings in den Häusern der Rentenversicherungsträger
sehr unterschiedlich geregelt.
Vorbildlich und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, wie im Beitrag von Deister vorgetragen wird dies schon immer im Rheinland -ehem. LVA Rheinprovinz- praktiziert. Die medizinischen Akten liegen dort auch allein meim medizinischen Dienst.

Ganz anders verhält es sich im Hessenland. Dort werden die Gutachten von der Verwaltung angefordert und dann eigenverantwortlich ausgewertet.
Überprüfung erfolgen hier ganz willkürlich durch den Verwaltungsmitarbeiter.

von
bekiss

&#34;Ganz anders verhält es sich im Hessenland. Dort werden die Gutachten von der Verwaltung angefordert und dann eigenverantwortlich ausgewertet. Überprüfung erfolgen hier ganz willkürlich durch den Verwaltungsmitarbeiter.&#34;

Stimmt nicht! Die medizinischen Teilakten enthalten allein den medizinischen Aktenteil.

Zunächst wird die medizinische Teilakte nur aufgrund ärztlicher Anregung terminiert (durch den medizinischen Sachverständigen angeregte Wiedervorlage) oder aus konkretem Anlaß (z. B. Antrag auf Weiterzahlung einer Zeitrente, Arbeitsaufnahme des Leistungsbeziehers, etc.) an den medizinischen Sachverständigen vorgelegt.

Von dort wird entschieden, ob ein ärztlicher Befundbericht erforderlich ist und ggf. auch eingeholt sowie eine eventuelle Nachuntersuchung veranlaßt. Nachtürlich ist es dem Leistungsempfänger unbenommen, freiwillig, beispielsweise bei der Antragstellung zur Weiterzahlung einer befristeteten Rente, medizinische Befundunterlagen mit vorzulegen. Das gilt seit einiger Zeit auch für Neuanträge. Damit ist die Entscheidung über medizinische Sachverhalte, auch die Einholung von Befundberichten, allein Sache des medizinischen Dienstes.

Soweit bei einem hessischen &#34;Provinzfürsten&#34; individuell anders verfahren wurde oder wird, entzieht sich das aber meiner Kenntnis.

von
neptun

Hallo Tina,

wenn die DRV es eine Arbeitsmarktbedingte Rente nennt und Sie der Meinung sind, es muß eine Rente aus medizinischen Gründen sein, dann legen Sie Widerspruch ein,und nach Ablehnung gehen Sie den Klageweg.

Man hat Sie dann abgespeist und auf eine Schiene geschoben, auf der die DRV sie bis zur Altersrente immer wieder dem Stress der Überprüfung aussetzen wird. Es sei denn, Sie haben einen GdB von mindestens 50. Dann können Sie die Schwerbehindertenrente eher in Anspruch nehmen.

Nun wird man Ihnen sagen, auch bei einer EM-Rente aus medizinischen Gründen sind Sie vor Überprüfungen nicht gefeit, aber erstens kann es vor Gericht entschieden werden, und das hat sicher mehr Gewicht, zweitens wäre nur eine zweimalige Verlängerung statthaft, danach würden Sie eine Rente auf unbestimmte Dauer bekommen. Es geht auch gleich auf unbestimmte Dauer und auch da sind Sie nicht vor Überprüfung gefeit, aber wohl doch deutlich sicherer.
Freiwillig scheint man Ihnen nicht entgegen zu kommen. Also müssen Sie aktiv werden.

LG Neptun

von
bekiss

Bei den sogenannten Arbeitsmarktrenten ist in vielen Fällen gar keine Überprüfung durch den medizinischen Sachverständigen erforderlich, weil eine Besserungsaussicht des Gesundheitszustandes ohnehin nicht besteht. Da mit der wesentlichen Besserung der Lage am Arbeitsmarkt für Teilzeitarbeitskräfte absehbar auch nicht zu rechnen ist, ist die Beantragung in der großen Mehrzahl der Fälle eine reine Routineangelegenheit (weil das Gesetz es so vorsieht, nicht weil es dem Sachbearbeiter so viel Spaß macht, dem Rentner einen Brief zu schreiben oder ihn mit einer Anfrage zu quälen). Wozu soll also der von Ihnen empfohlene Widerspruch oder die Klage sinnvoll sein?

Allenfalls macht die völlig unnötige Aufregung noch kränker, läßt schneller altern und sichert die Arbeitsplätze bei den Sozialverbänden, Versicherungsträgern und Gerichten. Vielleicht bekommt dabei auch noch gelegentlich ein Anwalt einen Beitrag zum neuen Stern auf der Haube. Das alles kostet unnötig Beiträge und Steuern und am Ende sind die Antragsteller durch ständige ärztliche Untersuchungen und vielfältige Aufregungen tatsächlich so kaputt, dass der Anspruch auf Dauerrente bewilligt wird.

Für den Versicherungsträger vielleicht sogar ein gutes Geschäft. Der zahlt möglicherweise kürzer, weil man sich unnötig aufgerieben und vielleicht einiger Lebensjahre selbst beraubt hat. Und das, ohne auch nur einen Cent mehr in der Tasche zu haben!!!

Ihr Beitrag wäre aus meiner Sicht verzichtbar gewesen, denn er verunsichert die Menschen nur unnötig.

von
neptun

Eine EM-Rente aus medizinischen Gründen wird spätestens nach 9 Jahren auf Dauer gewährt, weil man dann von Dauerhaftigkeit der Einschränkungen ausgeht. Früher hieß dies, nach zweimaliger Überprüfung, da die Bewilligung meist für 3 Jahre galt. Heute macht sich die DRV einen Spaß daraus, Renten in jeder beliebigen Zeitstückelung unter 3 Jahren Dauer zu gewähren.
Also kann man auch dagegen in Widerspruch gehen und sollte es tun, wenn die Prognose auf Besserung schlecht ist.
Dies als Ergänzung.
LG Neptun

von
bekiss

&#34;Heute macht sich die DRV einen Spaß daraus, Renten in jeder beliebigen Zeitstückelung unter 3 Jahren Dauer zu gewähren.&#34;

Natürlich kennen Sie alle Vorgänge bei der Deutschen Rentenversicherung und wissen ganau, dass zeitliche Befristungen nur rein willkürlich, ohne jeden Sachverstand und ausschließlich zur Belustigung deren Mitarbeiter erfolgen. Mal ehrlich, wer soll Ihnen denn diesen Schmarrn noch abnehmen?

von
Antonius

Widerspruch und Klage bedeuten zunächst einmal, dass die gesamte Rentenakte noch mal überprüft wird. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja dann, dass überhaupt keine Erwerbsminderung mehr vorliegt.
Das würde ich dann ein klassisches Eigentor nennen !

Also: Blos keine schlafenden Hunde wecken !

Experten-Antwort

Da bei Ihnen am 31.12.2000 ein Anspruch auf eine wegen der Arbeitsmarktlage befristete Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsrente bestand, ist hier weiterhin das am 31.12.2000 geltende Recht anzuwenden (§ 314b SGB VI). Die Befristung der Rente endet erst dann, wenn Sie innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der nächsten Befristung 60 Jahre alt werden. Dies gilt jedoch nur, so lange die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen.

von
neptun

Hallo bekiss,

Ihr erster Satz macht keinen Sinn, denn entweder es handelt sich um eine arbeitsmarktbedingte Rente, oder eine aus medizinischen Gründen. Eine Verquickung ist also nicht angesagt.

Ich kenne viele Betroffene, denen diese "Überprüfungen" der DRV sehr an die Nieren gehen. Und sagen Sie nicht, daß es denen wohl so gut geht, um Angst haben zu müssen. Es sind Existenzängste und ihre Ausführungen helfen da nicht.

Erklären Sie doch mal, warum die DRV abgerückt ist von der Praxis einer 3-jährigen Befristung? Und was soll man von 1, 1.5, 2 Jahren halten? Alles bezogen auf Bewilligungen in einem Krankheitsfeld.

Ich finde Ihre Einwürfe nicht passend und hoffe, Tina zumindest einen Weg aus ihrem Dilemma aufgezeigt zu haben.

Antonius: Hier geht es nicht um schlafende Hunde, sondern um Verängstigung. Da kann ein anderer Status im Rentenbescheid schon sehr hilfreich und beruhigend wirken.

LG Neptun

von
bekiss

Natürlich kann jemand als für 5 Stunden arbeitsfähig erachtet werden und die Aussicht auf eine Besserung verneint werden. Das wäre eine klassische Arbeitsmarktrente, bei der eine erneute ärztliche Untersuchung unterbleiben kann. In diesem Fall ist die Verlängerung reine Formsache.

Was meinen Sie mit &#34;nicht angesagt&#34;? Angesagt sind in der Praxis alle auch theoretisch denkbaren Möglichkeiten.

Es gibt auch den Fall, dass bei gleichem zeitlichen Leistungsvermögen von 5 Stunden eine Besserungsaussicht noch besteht. Das ergibt dann auch eine Arbeitsmarktrente, jedoch mit dem Erfordernis der ärztlichen Untersuchung, weil gleichzeitig nicht auszuschließen ist, dass der Rentenanspruch bei Ende der Zeitrente wegen Besserung des Leistungsvermögens tatsächlich endet.

Das eine Nachprüfung nicht angenehm ist, liegt in der Natur der Sache. Haben Sie eine bessere Lösung? Wenig beruhigend ist es für Betroffene, wenn man Ihnen zu erklären versucht, dass Sie gegen alles und jedes Widerspruch und Klage erheben sollen.

Wenn Sie meine Beiträge im Forum gelesen haben, dürfte Ihnen auch bekannt sein, dass ich kein Freund von sogenannten &#34;Routineüberprüfungen&#34; bin. Es gibt Versicherungsträger, bei denen sich die Einsicht, bereits seit Jahren durchgesetzt hat, dass die sogenannten &#34;Selbstauskünfte&#34; sich als nicht zielführend erwiesen haben. Als Quellen der unnötigen Beschäftigung von Verwaltung erkannt, wurden sie schlicht abgeschafft. Überprüfungen erfolgen nur noch nach ärztlich verfügter Terminierung und bei konkreter Erfordernis.

Verursachen Sie also bei den Menschen nicht unnötige Panik und unterstellen Sie nicht, dass die DRV willkürlich agiert. Dagegen kann man sich im konkret nachweisbaren Fall wehren (siehe § 60 Abs. 1 Nr. SGB 1). http://bundesrecht.juris.de/sgb_1/__60.html