Wie Übergangsgeld Vergleichsberechnung SGB

von
Jörg

Hallo,

wird bei der Vergleichsberechnung nach SGB IX § 48 nur der tarifliche Lohn des Berufes den man auf Grund seiner Krankheit nicht mehr ausüben kann in Betracht gezogen, oder auch eine höhere übertarifliche Zahlung, mit einer anderen, bzw. der zuletzt ausgeübten Tätigkeit vor einer Rehaumschulung verglichen oder als Vergleichslohn herangezogen?
Falls nicht, kann ich eine Vergleichsberechnung nach meinem übertariflichen Lohn, für den ja auch sämtliche Beiträge errichtet wurden verlangen bzw. geltend machen.

Danke für jede Antwort

von
Nix

Es wird das tatsächliche Arbeitsentgelt inklusive Einmalzahlungen(Ulraubsentgelt/Weihnachtsgeld) auf der einen Seite und das Tarifentgelt mit tariflichen Einmalzahlungen auf der anderen Seite berücksichtigt.
Wenn Sie übertarifliche Zahlungen beim tatsächlich erzielten Entgelt hatten, ist dieses tatsächlich erzielte Entgelt ja höher als das Tarifentgelt von heute und wird deshalb der ÜG-Berechnung zugrunde gelegt.

von
???

Nur zur Ergänzung: Die Berechnung aus dem tatsächlich gezahlten Lohn wird nur dann durchgeführt, wenn die Beschäftigung in den letzten 3 Jahren vor Maßnahmenbeginn lag.

von
Nix

Das habe ich natürlich vergessen, zu schreiben.
Danke ??? !!! :-)

von
z

Übertarifliche Zahlungen des Arbeitgebers sind bei der Berechnung des Tarifentgelts nicht zu berücksichtigen, weil sie zur Abgeltung einer über die tarifliche Arbeitszeit hinausgehenden tatsächlichen Tätigkeit gezahlt werden. Bei dem zugrunde zu legenden tariflichen Arbeitsentgelt im Sinne des § 48 SGB IX handelt es sich aber nicht um ein tatsächliches, sondern um ein fiktives, der normalen Arbeitszeit und Arbeitsleistung entsprechendes Arbeitsentgelt.

Experten-Antwort

Dreh- und Angelpunkt für die Höhe des Ihnen zustehenden ÜGs ist die Frage, ob das Ende des Bemessungszeitraums (in dem Sie versicherungspflichtig Entgelt aus Arbeit erzielt haben) bei Leistungsbeginn nicht länger als drei Jahre zurückliegt.

Liegt es innerhalb der drei Jahre, so wird dem Grunde nach das Übergangsgeld wie bei Leistungen zur medizin. Rehabilitation errechnet.

Es erfolgt dennoch eine Vergleichsberechnung mit dem für Ihren Fall ortsüblichen tariflichen Entgelt - die günstigere Variante ist dann Grundlage für das ÜG.

Zum individ. Tarifentgelt bzw. Bemessungsentgelt:

In der Tat hat hier user "z" Recht, denn übertarifliche Zahlungen sind dabei nicht zu berücksichtigen.

Zur individ. Höhe Ihres ÜGs wie auch zur Dauer etc. kann Ihnen die zuständige Sachbearbeitung oder Mitarbeiter in einer Servicretstelle für Rehabilitation (bei Kenntnis aller Daten und Fakten) Auskunft geben.

MfG