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Wie weiter nach Ablehnung eu-rente

von
agleh

Bin 52, Industriekauffrau, seit1990 nicht mehr in diesem Beruf gearbeitet, habe 5 Jahre mit bestehender Krebserkrankung volle EU-Rente erhalten, Antrag zur Weiterzahlung der vollen EU-Rente wurde abgelehnt, bin für mind.6 Stunden arbeitsfähig eingeschätzt worden, ab Jan.2013 bin ich arbeitslos.Habe Widerspruch eingelegt und um Akteneinsicht gebeten.
Würde vorsorglich Antrag für LTA stellen, falls Widerspruch abgelehnt wird.Ist das sinnvoll oder ist es besser, sich dem Arbeitsamt zur
Verfügung zu stellen und um eine Umschulung zu kämfen?
In meinem alten Beruf habe ich wohl kaum eine Chance, würde dann eine Ausbildung als Podologin (6 Stunden pro Tag) versuchen.Danach wären die Chancen auf dem Arbeitsmarkt größer.
Hat jemand Erfahrungen mit der RV oder der Agentur diesbezüglch?

von
KSC

Vielleicht wäre es wichtig sich klar zu werden was Ihr Ziel ist.

a) die Rente, um die Sie per Widerspruch kämpfen, weil Sie glauben nichts mehr arbeiten zu können.

oder

b) Sie kämpfen um eine Umschulung und bringen damit zum Ausdruck, dass Sie eigentlich arbeiten können (dann wäre die Rentenablehnung nachvollziehbar).

Beide Anträge parallel sind zwar nicht verboten, blockieren und widersprechen sich aber möglicherweise.

von
Realist

Ähmmmm, eine Umschulung mit 52 ????????
Das macht doch absolut keinen Sinn mehr.
Das Geld das das kosten würde, würde durch Ihre dann vielleicht folgenden Beiträge nie wieder rein kommen.
So viel ich aus Gesprächen in der Agentur für Arbeit im Jahr 2009 weiß, wird ab 45 Jahren von denen sowieso keine Umschulung mehr bezahlt.
Das wird die DRV auch nicht anders handhaben.

Realist

von
Gegen Altersdiskrminierung

52 Jahre ist doch nicht alt - Eine Umschulung rechnet sich durchaus. Bei zwei bis drei Jahren bleiben danach noch bis Rentenbeginn mit 67 Jahren 15 Arbeitsjahre, das ist eine lange Zeit

von
...

Zitiert von: Gegen Altersdiskrminierung

52 Jahre ist doch nicht alt - Eine Umschulung rechnet sich durchaus. Bei zwei bis drei Jahren bleiben danach noch bis Rentenbeginn mit 67 Jahren 15 Arbeitsjahre, das ist eine lange Zeit

Genau, theoretisch haben sie recht, aber in der Praxis siehts etwas anders aus.

Als gehen wir agleh`s Fall doch mal durch :
Sie macht eine 2 jährige Umschulung, hat dann also mit 54 Jahren einen komplett neuen Beruf erlernt.
Sooo, sie ist also jetzt 54, top ausgebildet und hat NULL Berufserfahrung in ihrer neuen "Branche", sehe ich das richtig ?
Ich als potentieller Arbeitgeber stehe jetzt demnach vor der Wahl :
Stelle ich Kandidatin agleh (54, frisch ausgebildet ohne Berufserfahrung, gesundheitliche "Problematik", seit Jahren nicht mehr im Berufsleben) oder Kandidat(in) B (Anfang 20, frisch ausgebildet ohne Berufserfahrung) oder Kandidat(in) C (Mitte 30, ausgebildet mit mehrjähriger Berufserfahrung) ein.

Und jetzt kommen Sie...

Experten-Antwort

Hallo agleh,

das ist eine Frage, die wir leider hier im Forum nicht klären können. Im Rahmen des Widerspruchsverfahrens wird nun Ihr Gesundheitszustand nochmal beurteilt werden. Verbleibt es bei der Leistungseinschätzung "mind. 6 Stunden", dann wird es auch mit der LTA durch die RV schwierig, weil dafür Voraussetzung ist, dass Sie erwerbsgemindert sind oder Ihre Erwerbsfähigkeit zumindest stark gefährdet. Mit mindestens 6stündigem Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt würde aber keine Erwerbsminderung vorliegen und für alles weitere (Vermittlung eines Arbeitsplatzes, evtl. Umschulung) wäre dann die Arbeitsagentur zuständig.
Vielleicht suchen Sie einmal das Gespräch mit einem Rehafachberater der Rentenversicherung, um die Chancen und Möglichkeiten zu besprechen (Termin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle vereinbaren).

von
agleh

..danke für Ihre Meinungen...ich finde auch, dass es sich lohnen würde, noch eine Umschulung zu machen...eben weil ich ja noch einige Arbeitsjahre vor mir habe...der Vorteil des Podologenberufes, den ich wählen würde, wäre....ihat Zukunft ,ch kann auf selbständiger Basis arbeiten...und die Anzahl meiner Arbeitsstunden selber festlegen..ein kleines Einkommen wäre sicher drin...aber viel wichtiger..eine sinnvolle Beschäftigung..
die Ausbildung könnte ich auch selber finanzieren..Frage:
Bekomme ich dann in der Zeit der Ausbildung ALG ?

von
Klaus-Peter

Also erstmal sollten Sie jetzt den Widerspruch mal in Ruhe abwarten. Jetzt während des laufenden Widerspruchverfahrens noch einen LTA Antrag zu stellen wäre Blödsinn. Aber das haben Sie wenn ich Sie richtig verstehe ja auch nicht vor.

Wie schon geschrieben wurde sollten Sie sich erstmal selbst über ihre Ziele klar werden. Da wird ihnen auch niemand helfen können selbst diese Entscheidung zu treffen. Entweder halten Sie sich weiter für EM und dann sollten Sie für die EM-Rente weiter kämpfen. Das dann gegebf. auch noch vor dem Sozialgericht und " bis zur letzten Patrone " . Oder eben aber Sie können und wollen wieder arbeiten. Dazwischen gibt es ja nun nichts.. Eine "Verzettelei " und ein Hin und Her bringt gar nichts. Sie müssen der RV schon klar und deutlich zu jedem Zeitpunkt im Verfahren signalisieren was SIE anstreben und damit die Richtung vorgeben !

Versteifen Sie sich nicht zu sehr auf eine Umschulung. Es wird schwer diese - nicht nur aufgrund ihres Alters - noch genehmigt zu bekommen. Auch die abgelaufene Erwerbsminderung sowie ihr Widerspruch KÖNNTE für die RV Anlass genug sein zumindest eine Umschulung anzulehnen, weil doch die Gefahr besteht das Sie selbige aufrgund ihrer Leistungseinbußen nicht durchhalten würden. Zumal Sie ja auch mit dem laufenden Widerspruch der RV klar signalisieren das Sie selbst und ihre Ärzte Sie weiterhin für EM halten. Auch wenn der Widerspruch jetzt abgelehnt würde bleibt dies und die med. Unterlagen ja in ihren Akten.

Und selbst wenn eine Umschulung noch genehmigt würde, sehe ich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in einem Angestellenverhältnis auch eher sehr negativ. Das ganze würde dann wohl höchstens - wie Sie selbst schon erkannt haben.. - in einer selbstsändigen Tätigkeit als Podologin funktionieren. Mit allen dann vorhandenen finanziellen Aufwendungen und Risiken. Und Podologen gibt es mittlerweile ja auch schon wie Sand im Meer...

Sie sollten also das Ganze realistisch sehen und keinen " Wunschträumen " hinsichtlich einer Umschulung hinterherjagen. Der Schuss könnte am Schluss dann nach hinten losgehen und dann stehen Sie u. U. ohne Rente und ohne Umschulung da..

Als weiterer Punkt der gegen eine von der fRV oder der AfA finanzierten Umschulung in ihrem Fall spricht ist auch die Tatsache, das Sie ja mit der Beruf der Industriekauffrau diesen doch durchaus weiter ausführen können. Das Sie lange aus dem Beruf raus sind spricht nicht unbedingt dagegen. Die RV würde ihnen dann womöglich nur eine LTA in diesen alten Beruf finanzieren . In den alten Beruf kommt man mit einer ja vorhandenen Berufserharung sicher wieder schneller rein, als einen ganz neuen Beruf in mehreren Jahren mühsam zu erlernen und dann ohne jegliche Berufserfahrung dazustehen.

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