Wiedeeingliederung

von
Bärliner

Ich will nicht nerven, aber ich stelle meine Anfrage nochmals ein in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann (vielleicht wurde meine Frage aufgrund der vielen Einträge übesehen). Bitte nennt mir - wenn möglich - Rechtsquellen zu diesem Fall:

Liebes Forum,

aufgrund einer psych. Erkrankung war ich in den letzten Monaten des letzen Jahres krankgeschrieben. Nun befinde ich mich in der Wiedereingliederungsphase seit ca. 5 Wochen.

Mein Arbeitgeber offenbart mir nun, dass mein Resturlaub von rund 3 Wochen aus dem letzten Jahr verfallen wird, weil ich bis Ende März in der Wiedereingliederung bin und somit krankgeschrieben sei.

Deshalb nutze es auch nichts, einen Urlaub bis Ende März zu beantragen - "Krankgeschriebene erhalten keinen Urlaub".

Im Bundesurlaubsgesetz finde ich den Passus: "Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der
Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt."

Meine Frage: Könnte es sein, dass meine Wiedereingliederung als med. Vorsorge oder Reha gilt und ich somit auch nach dem März noch Anspruch auf Urlaub habe? Meine Logik: Ich war krank und kann nichts dafür, dass ich meinen Resturlaub nicht nehmen konnte.

Danke für Informationen!

von
Jupp

Gesetzlich muß der Urlaub bis 31.3. genommen werden.

Was sagt ihr Betriebsrat zu dieser Frage ?

Sollte es - durch welche Gründe auch immer -
also auch durch Erkrankung nicht möglich sein, den Urlaub bis zu diesem
Zeitpunkt zu nehmen,
verfällt dieser Restanspruch !

Ich selbst habe immer Rücksicht auf die Firmen Interessen genommen und
immer viel Urlaub aufgebaut, wurde dann krank und in dieser Zeit gekündigt.

Resturlaub war dann weg,
weil ich ihn wegen Krankheit bzw. dann durch die Kündigung nicht mehr antreten konnte.

von
HkDD

Im §7 der Bundesurlaubsgesetztes steht u.a.
"(4) Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht
mehr gewährt werden, so ist er abzugelten."
Das trifft aber nicht bei Krankheit zu, wenn das Arbeitsverhältnis fortbesteht.

von
Antonius

Sofern es keine anders lautende Betriebsvereinbarung gibt, verfällt Ihr Urlaubsanspruch tatsächlich am 31. März. Das ist zwar bitter, aber nunmal geltendes Recht.
Wer seinen gesamten Jahresurlaub VOR seiner Erkrankung in Anspruch nimmt, wird eindeutig besser gestellt als jemand, der sich seinen Urlaub bis zum Jahresende aufsparen will und vorher längerfristig erkrankt.

MfG

von
Schade

Sie können diese Frage noch oft ins Forum stellen, nur eine verbindliche Antwort erhalten Sie nicht.

Ganz einfach deshalb, weil es sich hierbei nicht um eine Rentenfrage, sondern ein rein arbeitsrechtliches Problem handelt.
Da werden sich die Rentenexperten raushalten.

Und ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten:
Da vorrangige Ziel sollte die Wiedereingliederung sein und das Bestreben nach monatelanger Krankheit wieder arbeiten zu können.

von
?-?

wieder mal ein echter "Schade"

von
Bärliner

Hallo Schade,

sehen Sie es mal sorum: Ich habe Jahrzehnte für die Firma das Beste gegeben, Überstunden verfallen lassen, Urlaub storniert, beim Gehalt zurückgesteckt. Seien Sie sich sicher, dass die Firma für einen Teil meiner Probleme verantwortlich ist. Vielleicht wäre es soweit nicht gekommen, wenn ich konsequent im letzten Jahr meinen Urlaub genommen hätte - aber ich wollte meine Abteilung nicht im Stich lassen. Jetzt werde ich aber im Stich gelassen. Jeder Tag Arbeit bedeutet für mich Belastung - da wäre es nur fair, wenn die Firma ein Auge zudrückt.

An alle andere: Danke!

PS: Ich weiß, das meine Frage nur am Rande was mit der Rentenversicherung zu tun hat. Aber wo bekommt man heute noch so schnell, kostenlos und anonym eine Auskunft?

von Experte/in Experten-Antwort

Bitte sehen Sie die Antwort auf Ihre Anfrage vom 06.03.2008.