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Wiedereingliederung bei EM- Rente

von
MM

Guten Tag,

noch für ein Jahr beziehe ich die kpl EM-Rente.
Ich möchte gerne stundenweise wieder arbeiten. Wie gehe ich nun vor? Wie komme ich an eine Arbeitsstelle? Wie kann das Ganze finanziert werden?
Gibt es die Möglichkeit in Absprache mit meinen Ärzten und dem Rententräger einen 2- Jahres- Plan zu machen, an dessen Ende hoffentlich die Halbtagsarbeitsfähigkeit steht?

von
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das ist normalerweise eine sache der reha. wenden sie sich mal an ihren rv-träger.

von
Corletto

Wenn Sie noch 1 Jahr lang EM-Rente beziehen, ist es HEUTE doch noch viel zu früh sich über eine Wiedereingliederung in das Berufsleben Gedanken zu machen.

Ausnahme wäre natürlich dann , wenn Sie (und ihr Arzt dies auch befürwortet ! ) sich jetzt schon wieder fit genug fühlen, um VOR Ablauf der EM-Rente ins Berufsleben wieder einzusteigen.

Wenn dies nicht der Fall ist sollten Sie mindestens noch 6-8 Monate abwarten wie sich in dieser Zeit ihr Gesundheitszustand entwickelt und erst dann konkrete Pläne für den Wiedereinstieg schmieden.

Außerem sollten Sie dies auch in jedem Falle mit ihrem behandelndem Arzt vorher absprechen.

Sollten Sie eine volle EM-Rente erhallten, können Sie aber doch jetzt schon bis zu 3 Std. täglich arbeiten und damit ihre berufliche Leistungsfähigkeit testen.

Eine geeignete Stelle müssten Sie sich natürlich selbst oder durch Vemittlung der Agentur für Arbeit suchen.

Die sog. Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell ist aber in der Praxis nur bei einem noch bestehenden - nicht gekündigtem - Arbeitsverhältnis möglich.

Auch ist eine Ausdehnung auf 2 Jahre nicht möglich ( Dauer normalerweise einige Wochen bis maximal bis zu 6 Monaten )

Inweit die RV oder die Agentur für Arbeit eine berufliche Rehamassnahme nach der EM-Rente unterstützen wird, können Sie nur direkt mit selbigen abklären.

Experten-Antwort

Eventuell kommen bei Ihnen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht. Diese werden jedoch nur dann erbracht, wenn sich Ihr Gesundheitszustand bis zum Wegfall Ihrer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit so gebessert hat, dass durch Maßnahmen der Beruflichen Rehabilitation eine dauerhafte berufliche Eingliederung erreicht werden kann, und somit eine Weitergewährung der Rente nicht mehr erforderlich ist.
Einen &#34;2-Jahres-Plan&#34; gibt es nicht.
Sie sollten sich mit dem für Sie zuständigen RV-Träger in Verbindung setzen und sich über die verschiedenen Möglichkeiten der Beruflich Rehabilitation beraten lassen.

von
MM

Ich hätte die Möglichkeit an einzelnen Tagen (ca. 4 im Monat) zu arbeiten allerdings wären dieses volle Tage. Da ich weiß, dass mich das meine Rente kosten kann, suche ich nach einer Möglichkeit, auszuprobieren wieviel geht. (zumal ich weiß, dass wenn ich mehr als 3 h arbeite ich den Tag davor und danach komplett frei brauche, weil ich ich sonst mehrere Tage flach liege)
Meine Rente läuft Januar 2010 aus, und ich möchte rechtzeitig wissen, ob ich einen weiteren Antrag stelle oder nicht

von
MM

d.h. wenn ich innerhalb des nächsten Jahres nur auf eine Teilzeitstelle hin arbeiten kann, wären die Bedingungen nicht gegeben?
Sprich warten bis ich der Meinung bin, in weniger als einem halben Jahr kann ich fit genug werden und dann weiter schauen?
Im Prinzip fände ich es hilfreich, wenn ich schon jetzt ein längerfristiges Ziel vor Augen haben könnte, wie ich es schaffen kann ohne Rente bzw. ohne Sozialhilfe zu leben

von
Corletto

Die EM-Rente ist kein &#34; Wunschkonzert &#34; in dessem Zeitraum Sie mal diese Arbeit, mal jene Arbeit ausprobieren können.

Es gibt strikte Richtlinien dazu und die sollten Sie einhalten sonst wird ihnen die Rente wohl aberkannt ( bei 4 Tagen Vollzeitig arbeit mit Sicherheit )

Letzlich entscheiden Sie aber selber ob, wann und wie lange Sie wieder arbeiten.

Und wenn die EM-Rente ausläuft stellen Sie entweder einen Verlängerungsantrag
oder Sie arbeiten einfach wieder ( halbe Tage / volle Tage - ganz wie Sie wollen )

von
MM

Die Frage war ja ob es möglich ist in Zusammenarbeit mit dem Rententräger und den behandelnen Ärzten jetzt schon einen langfristigen Plan zu, an dessen Ende eine Eingliederung in meinem vorher ausgeübtem Beruf bzw. diesem Tätigkeitsfeld stehen sollte.
Ich fände es gut vor Antragstellung der Weiterbewilligung stundenweise testen zu können, was geht und was wirklich nicht geht. Weil letzlich entscheide ja nicht ich, sondern die Gutachter was geht.
Wenn ich probiert habe, ob es stundenweise gehn kann mit der Arbeit, kann ich ganz anderes bei der Antragstellung argumentieren.

von
Rosanna

&#34;Ich fände es gut vor Antragstellung der Weiterbewilligung stundenweise testen zu können, was geht und was wirklich nicht geht.&#34;

Dann tun Sie dies doch und fangen an (sofern Sie praktisch auch die Möglichkeit haben), zunächst in einem 400 Euro-Job (kann auch weniger sein!) Fuß zu fassen. Dies ist 1. rentenunschädlich und 2. können Sie doch nur so feststellen, wieviel Sie im Moment überhaupt gesundheitlich leisten können.

Wenn Sie dann eine solche Tätigkeit schon überfordert, wissen Sie mehr. Andere Ratschläge kann man Ihnen nicht geben.

MfG Rosanna.