wielange gewartet..

von
floh

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, dass man bezgl. EMR-Bescheid Geduld mitbringen muss. Trotzdem wollte ich mal fragen, wielange ihr so gewartet habt, bis Euer Bescheid kam.

Gruß
floh

von
Ichfom

Die DRV wirbt bei ihren Vorträgen und bei Abgabe des Antrags mit einem halben Jahr. Das stimmt aber erfahrungsgemäß nicht. Hab hier schon was von 5 Jahre gelesen.

von
KSC

Im Schnitt muss man da mit einer Bearbeitungsdauer von 3 bis 4 Monaten realistisch rechnen.

Allerdings gibt es auch EM Rentenverfahren, die in 2-4 Wochen erledigt sind (z.B. wenn die Versicherungszeiten eindeutig nicht reichen) oder welche die 6 bis 8 Monate dauern (wenn die Zeiten nicht geklärt sind, wenn Auslandssachverhalte eine Rolle spielen oder Ärzte sich widersprechen....)
5 Jahre ist aber totaler Quatsch - da müsste die Rente schon abgelehnt worden sein und das Widerspruchs-, bzw. Klageverfahren sich "unendlich ziehen".....

von
Sam

Meinen EM-Rentenantrag habe ich Ende August 2009 gestellt und nach zwei Gutachter-Terminen habe ich zum 01.12.2009 den Bescheid über den Bezug der vollen Erwerbsminderung bekommen.

Bei meinem Mann ging es ähnlich schnell, hat mit einem Gutachter-Termin 8 Wochen gedauert. Dann bekam auch er seinen Bescheid über die volle EM-Rente.

Wir fanden die Bearbeitungsdauer angemessen.

Beide EM-Renten wurden für 3 Jahre bewilligt.

Mein Verlängerungsverfahren hat nur 4 Wochen gedauert, ohne Gutachter etc. Es wurden wieder 3 Jahre bewilligt.

Bei meinem Mann läuft das Verlängerungsverfahren momentan. Auch hier ging es mit der Befundanforderung sehr schnell (innerhalb einer Woche). Nun warten wir täglich auf den Bescheid.

Liebe Grüße

Sam

von
Klemens

Von 2 Wochen bis über 1 Jahr ist alles denkbar.

Das ist immer und nur vom Einzelfall abhängig.

Experten-Antwort

Hallo floh,
von Seiten des Rentenversicherungsträgers ist es das Ziel, den Antrag schnellstmöglich zu erledigen. Im Einzelfall können natürlich Verfahrensverzögerungen auftreten.

von
Daria

Diese Frage kann Ihnen wohl niemand beantworten. Die DRV gibt allgemein für die Altersrente drei Monate und für die Erwerbsminderungsrente sechs Monate Wartezeit an. Weil ich selbst seit geraumer Zeit auf den Rentenbescheid warte, habe ich mich im Bekanntenkreis über die Wartezeit erkundigt.

Eine Bekannte (über fünfzig Jahre, Arbeitsunfall) hat etwas über fünf Monate auf den Gutachtertermin gewartet, dann dauerte es noch einen weiteren Monat bis der Rentenbescheid (volle Erwerbsminderungsrente) vorlag.

Ein Nachbar (unter dreißig Jahre, seit Geburt chronisch krank mit Schwerbehindertenausweis) hat seinen abschlägigen Rentenbescheid nach Aktenlage nach zwei Monaten erhalten. Es fehlten drei Wochen Pflichtversicherungszeit vor dem Zeitpunkt der festgestellten Erwerbsminderung.

Eine andere Bekannte (Ende zwanzig, ohne Schwerbehindertenausweis) wurde vom Arbeitsamt zum Rentenantrag aufgefordert. Nach dem ärztlichen Gutachten des Arbeitsamtes nach Aktenlage, wurde das nach knapp acht Monaten von der DRV ebenso nach Aktenlage bestätigt. Dann erst erfolgte die Antragstellung, nach neun Wochen kam der Bescheid über die volle Erwerbsminderungsrente.

Ich (knapp fünfzig Jahre, Verkehrsunfall vor gut zwei Jahren, Schwerbehindertenausweis vor neunzehn Monaten) habe den Antrag auf volle Erwerbsminderungsente vor gut zehn Monaten gestellt. Der Versicherungsverlauf war bereits geklärt. Vor sechs Monaten waren meine Ärzte noch immer nicht angeschrieben worden, auf Nachfrage erfuhr ich, dass der der Antrag zu dem Zeitpunkt noch nicht in Bearbeitung war. Vor sieben Monaten wurden dann die Ärzte angeschrieben und antworteten alle innerhalb von zehn Tagen. Vor acht Wochen habe ich wieder einmal nachgefragt. Man sagte mir, in den darauffolgenden zwei bis drei Wochen würde ich einen Termin beim Gutachter bekommen. Das ist bisher noch nicht geschehen.

von
Ichfom

Mein Papa konnte mit seinem Restleistungsvermögen von der BA nicht vermittelt werden. Hat zuerst ALG 1 bezogen und dann ALG 2 /Harz4 mit den Zuschlägen. Als er im August 2009 seine 60 Jahre erreicht hatte, wollte er bei der A+B-Stelle der DRV einen Antrag auf Erwebsminderungsrente stellen und wurde dort abgewiesen (Antrag stellen nicht möglich). Ein Jahr später hat man ihn gedrängt erneut zu versuchen und der Antrag wurde zumindest angenommen und wird nun auch bearbeitet.

Soviel zu den Qualitätslevel der DRV.

von
-_-

:P

Zitiert von: Ichfom

Mein Papa konnte mit seinem Restleistungsvermögen von der BA nicht vermittelt werden. Hat zuerst ALG 1 bezogen und dann ALG 2 /Harz4 mit den Zuschlägen. Als er im August 2009 seine 60 Jahre erreicht hatte, wollte er bei der A+B-Stelle der DRV einen Antrag auf Erwebsminderungsrente stellen und wurde dort abgewiesen (Antrag stellen nicht möglich). Ein Jahr später hat man ihn gedrängt erneut zu versuchen und der Antrag wurde zumindest angenommen und wird nun auch bearbeitet.

Soviel zu den Qualitätslevel der DRV.


Einen größeren Unsinn habe hier selten gelesen.

Einen Rentenantrag kann man immer stellen, auch wenn die Anspruchsvoraussetzungen nicht vorliegen, notfalls sogar zunächst formlos mit einfachem Brief. Möglicherweise lagen aber die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen seinerzeit nicht vor und man hat dahingehend beraten, dass die Antragstellung nicht sinnvoll wäre. Wenn der Versicherte darauf besteht, ist selbst dann der Rentenantrag entgegen zu nehmen. Dann wird eben ein Ablehnungsbescheid erteilt.

Soviel zu Qualitätslevel manchen Forumsbeitrags!

von
Ichfom

Die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen lagen vor. Warum soll es nun Unsinn sein???

von
Jutte M.

Die Rentenantrags- Bearbeitung ist anscheinend kürzer, wenn die Rente abgelehnt wird. Es kann sich aber dann lohnen einen Widerspruch einzulegen. Bei jüngeren Leuten wird oft erst mal abgelehnt ohne dass die Leistungsfähigkeit individuell geprüft wird. Die schauen sich nur kurz die Krankenakte an und das war es dann.

Mein Neffe ist Sozialpädagoge. Durch seine Krankheit brauchte er zuerst einen Rollstuhl und verlor den Job. Eine Umschulung vom Arbeitsamt gab es nicht, weil er schon eine Berufsausbildung hatte.

Als er auch noch nahezu erblindete, hat das Arbeitsamt ihn als nicht mehr erwerbsfähig erklärt. Zuerst hat die Rentenversicherung das auch in einem offiziellen Verfahren unterschrieben. Beim Rentenantrag galt die Zustimmung aber plötzlich nicht mehr. Die Ablehnung kam, ohne Arzttermin, schon nach 6 Wochen und er war dann doch auf einmal wieder erwerbsfähig.

Sie schrieben, auch im Rollstuhl könnte er noch gut als Pförtner arbeiten. Wie er dass machen sollte, ohne die Leute, die ein- und ausgehen, zu erkennen und oder Ausweise kontrollieren zu können, haben sie aber nicht geschrieben.

Beim Widerspruch stellte sich heraus, dass die starke Sehbehinderung in der Schnelle der Bearbeitung einfach übersehen worden ist. Der Gutachter hatte einfach nur die älteren Arztberichte überflogen.

Aber auch als das dann endlich bemerkt worden war, zog sich das Verfahren noch über viele Monate hin.

von
Grashüpfer

Hallo Jutte M.
Es geht auch umgekehrt.
Ich kenne einen Fall in dem das Arbeitsamt einen 58jährigen angelernten Büroaufmann, welcher Aufgrund körperlicher Einschränkung vom Arbeitsamt nicht vermittelt werden konnte, zum Stahlbauer ausgebildet wurde, indem er einen Schweißkursus belegen mußte. Hat er allerdings nicht durchgestanden. Nun soll er lt. DRV als Bürokaufmann arbeiten. Mit dem nachweisen eines Arbeitsplatzes haben die allerdings seit einem halben Jahr scheinbar auch Probleme. Besagte Person wird demnächst 62.

Bezüglich des zweifelhaften Gutachters:
Auf jeden Fall den Fall an die Ärztekammer melden, ob der sich überhaupt Gutachter nennen darf. Da scheinen irgendwo einige rumzusitzen dieaufgrund ihres zweifelhaften Arbeitsweise die Bezeichnung Gutachter nicht verdient haben.