Wieviel Erwerbsminderungsrente würde ich bekommen ohne berufliche Lücke

von
Claudia

Hallo, wer kann mir bitte helfen, da ich mit den Internettools nicht klarkomme?
Ich bin 52 Jahre alt und erhalte nur 720€ Erwerbsminderungsrente.
Mitten in meinem Berufleben hab ich eine Lücke von 17 Jahren, wo ich mich mit Selbständigkeit durchgeschlagen hab.
Davor und danach war ich Kleinverdiener zwischen 2000 Dm und 2000€, mal ( letzen zwei Jahre) viel, nämlich 3400€ monatlich.
Kann mir jemand ausrechnen wieviel ich mehr bekommen hätte, hätte ich die Lücke nicht?

von
Adam Riese

über den Daumen ca. 500 €uro

von
Claudia

Quatsch das wäre ja weniger als jetzt

von
Adam Riese

Du hast gefragt " wieviel MEHR " :-)

von
chi

Um das genau sagen zu können, braucht man zwei Werte: die Länge (Anzahl Monate) des belegungsfähigen Zeitraums und die Länge der Zurechnungszeit.

Ich nehme mal an, daß die Erwerbsminderung jetzt (mit 52) eingetreten ist und daß es zuvor keine Anrechnungszeiten (z.B. wegen weiterführender Schule, Studium) gegeben hat – das ist so etwa der am wenigsten günstige Fall. Dann umfaßte der belegungsfähige Zeitraum ca. 420 Monate (35 Jahre) und die Zurechnungszeit ca. 123 Monate (10 Jahre 3 Monate).

In dem Fall hätte jeder zusätzlich verdiente Entgeltpunkt (statt der Lücke) den Wert der Zurechnungszeit um rund 0,3 Entgeltpunkte erhöht (1 EP geteilt durch 420 mal 123); hinzu käme der Entgeltpunkt direkt. Hätten Sie anstelle der Lücke z.B. 8 EP verdient, wäre die Rente um 10,4 EP höher ausgefallen, was derzeit 333 Euro entspricht. Bei Vorliegen von Anrechnungszeiten bzw. früherem Eintritt der Erwerbsminderung wäre die Auswirkung größer.

von
chi

Ach so – ich habe eben die Abschläge (10,8%) nicht berücksichtigt. Statt z.B. 333 Euro wären es entsprechend 297 Euro.

von
Claudia

Ok vielen Dank.
Also etwa 300€ mehr pro Monat.
Hmmm, das ist eine Menge.
Dazu muss man sagen, dass ich als selbständiger nur so 8-10 tsd Euro Gewinn gemacht hab pro Jahr.
Währe es denn auch so?

von
KSC

Was soll diese Diskussion denn bringen?

Hier zu fragen was man/frau jetzt mehr hätte, wenn man/frau egal in welcher Höhe 17 Jahre lang etwas eingezahlt hätte.

Was haben Sie davon wenn Sie irgendeinen Betrag genannt bekommen? Ob 200, 300 oder 500 € mehr - was nützt Ihnen das?

Sie haben sich als Selbständige 17 Jahre lang nicht rentenversichert obwohl Sie das gekonnt hätten, jetzt ist es einfach zu spät da was retten zu wollen.

von
Claudia

Vielen Dank an alle.
Muss denn immer jede Diskussion „was bringen“? Man kann sich doch auch mal so austauschen, :-)
Mich hat es einfach mal interessiert, was ich durch meine ( dusseligen) Versäumnisse in der Jugend für Nachteile nun hab.

von
Kaiser

Hätte, hätte, Fahrradkette. Wirklich eine dusselige und unsinnige Frage!

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
Was soll diese Diskussion denn bringen?

Lieber KSC,

'bringen' tut sie nichts, aber 'was wäre wenn' ist für die Fragestellung erhellend ...Sie sind doch genauso bemüht, darauf in irgendeiner Weise zu reagieren/sich einzubringen /wie eben ;-)

Nebenbei: aus den Daten, den zeitlichen Verhältniswerten hatte auch grob 300 - 400 EUR (ohne Abschlag) eingeschätzt. Natürlich *bringt das wirklich nichts - außer einer Antwort mit ungefähren/heutigen Zahlen auf die Frage *g

Gruß
w.

von
Rentenuschi

Zitiert von: Claudia

Muss denn immer jede Diskussion „was bringen“? Man kann sich doch auch mal so austauschen, :-)

Nunja... einfach nur austauschen ist es ja nicht. Die Rentenberechnung ist mitunter eine komplizierte Sache. Es muss sich jemand daranmachen und für Sie ausrechnen, was Sie "nur mal eben" wissen wollen.

Wenn diese Zahl, die am Ende vielleicht herauskommt, nur zur eigenen Geißel dient, macht man es vielleicht weniger gern, als wenn diese Berechnung für den Fragesteller elementar ist.

MfG

von
Hans Huber

Zitiert von: Rentenuschi
Zitiert von: Claudia

Muss denn immer jede Diskussion „was bringen“? Man kann sich doch auch mal so austauschen, :-)

Nunja... einfach nur austauschen ist es ja nicht. Die Rentenberechnung ist mitunter eine komplizierte Sache. Es muss sich jemand daranmachen und für Sie ausrechnen, was Sie "nur mal eben" wissen wollen.

Wenn diese Zahl, die am Ende vielleicht herauskommt, nur zur eigenen Geißel dient, macht man es vielleicht weniger gern, als wenn diese Berechnung für den Fragesteller elementar ist.

MfG

Für mich und viele andere wäre elementar wenn ich anstelle Zurechnungszeit bis 60 auch wie meine Nachfolger die zum Teil sogar weniger wie ich eingezahlt haben auch die neue Zurechnungszeit bekommen würde.

von
Jahrgang 1975

Zitiert von: Hans Huber

Für mich und viele andere wäre elementar wenn ich anstelle Zurechnungszeit bis 60 auch wie meine Nachfolger die zum Teil sogar weniger wie ich eingezahlt haben auch die neue Zurechnungszeit bekommen würde.

...und für mich und viele andere wäre es elementar, wenn die aktuellen Bestandsrenter auch auf die künftige Regelaltersrente von 67 umgestellt werden - und die zu unrecht erhaltene Rente zwischen 65 und 67 zurückzahlen. Ich bekomme irgendwann ja schließlich auch erst ab 67 meine Rente.

Es kann ja nicht sein, dass die Bestandsrentner besser gestellt sind als Neurentner.

Leute, kapiert es endlich: Manchmal gibt es Verbesserungen für die Neurentner ... und manchmal Verschlechterungen.

Experten-Antwort

Hallo Claudia,

mir erschließt sich zwar nicht der Sinn einer solchen Berechnung - Sie haben am Ende wirklich nichts davon. Die Schätzung von „chi“ ist als solches allerdings sicher nicht abwegig. Eine genauere Berechnung lässt sich im Rahmen dieses Forums letztlich nicht realisieren.