Wieviel Rente bei Selbstständigkeit ?

von
J.M.I

Hallo,

ich habe eine Frage zur Rente bei Selbstständigen.

Folgender Fall liegt vor:

Mann ist selbstständig seit knapp 6 Jahren, 3 Jahre davon war ICH-AG. Es wurde immer der halbe (???) Regelsatz in Höhe von knapp über 200 € in die RV eingezahlt.

Nach Beendigung der ICH-AG wird der obige Betrag weiterhin freiwillig gezahlt.

In wie weit wirkt sich das auf die Rente aus ? Wieviele Rentenentgeltpunkte erwirtschaftet man damit ?

Wir haben das Gefühl, als wenn die freiwillige Weiterversicherung nicht wirklich was an der späteren Höhe der Rente bewirkt.

Wer kann genauere Auskünfte dazu geben ?

MFG

von
KSC

Zunächst wäre ein Gespräch bei der nächsten Beratungsstelle sinnvoll, dort hat man all Ihre Daten und kann Sie individuell beraten.

Pauschal bieten sich 2 Hilfslösungen an:

1) Sie erhalten seit Jahren die jährliche Renteninformation: aus der sehen Sie doch wie sich die Altersrente (der 2. Wert) von Jahr zu Jahr erhöht - das ist genau das was das zusätzliche Jahr bringt.

2) Nach Ihren Angaben (ca 200 € / halber Regelbeitrag) zahlen Sie jährlich zwischen 2500 und 3000 €.

Somit bringt jedes Jahr ca. 10-12 Euro mehr an Monatsrente.

Ob die Zahlung unterm Strich sinnvoll ist, weil z.B. der Versicherungsschutz bei Erwerbsminderung gehalten wird, kann man mit den gemachten Angaben nicht beurteilen.

Deshalb verwies ich Sie ja auch an die pers. Beratung.

Experten-Antwort

Hallo J.M.I,

der Antwort von KSC kann ich nicht mehr viel hinzufügen (Danke KSC!).
Manchen selbständig Tätigen kann auch eine Antragspflichtversicherung empfohlen werden. Sie müssten dann den vollen Regelbeitrag oder einen gewinnabhängigen Beitrag zahlen. Für Ihre Rente werden Ihnen Pflichtbeitragszeiten gutgeschrieben. Dies kann insbesondere für die Erhaltung des Erwerbsminderungsschutzes sinnvoll sein. Lassen Sie sich individuell beraten.

von
Bescheidener

Sind Sie sicher, dass es sich um eine freiwillige Versicherung handelt? Diese wäre in der genannten Höhe eher unüblich und lohnt in aller Regel nur, wenn auch ein Versicherungsschutz bei Erwerbsminderung besteht (lückenloses Konto seit 1984 und damals bereits mind. 5 Jahre an Beitragszeiten). Und auch dann würde man wohl zu einer solchen Beitragshöhe meist nur raten können, wenn keine andere Altersvorsorge vorhanden ist.

von
Schwarzwälder

Bei einer Slebständigkeit seit ca. 6 Jahren ist eine Antragspflichtversicherung doch gar nicht mehr möglich.

von
Hogie

Hallo Schwarzwälder, der Experte hat schon Recht, J.M.I. kann die Antragspflichtversicherung noch beantragen, denn er war in den ersten 3 Jahren als Ich-AG versicherungspflichtig.

Damit beginnt die 5jährige Antragsfrist erst mit Wegfall der Versicherungspflicht als Ich-AG.