Wirbelsäulenschaden bei der Armee = NVA-DDR, erlitten, wo kann man das noch geltend machen?

von
Herr Fuchs

Hallo,

ich vermute, das ich vielleicht bei der NVA-DDR einen Wirbelsäulenschaden erlitten habe, durch die Tätigkeit dort. War in der Instandhaltung, sprich KfZ-Instandhaltung tätig und auch bei der militärischen Ausbildung. Da ich bei Märschen (15 km; 30 km; 50 Km) das Funkgerät=40 kg + Ausrüstung tragen musste und auch bei der Ausbildung gab es Wirbelsäulenbelastende Dinge. War zu dieser Zeit schon in Orthopädischer Behandlung, hatte da schon Probleme in der BWS und LWS. Aber da hat man das alles nicht so erst gesehen, man hat die Allround-Tablette = Neuranidal bekommen und gut war es. Diese Allround-Tablette hat man für alles bekommen, Fußpilz etc.
Dort hatte ich schon Blockierungen in der BWS u. LWS, aber wie gesagt es wurde in dieser Hinsicht nichts unternommen.

Nun das Zog sich dann die ganze Armeezeit hin, quasi über die 3 Jahre. Nach dieser Zeit wurde auch nicht´s unternommen, habe mal vom HA etwas Strom bekommen und das wars.

Nun wo kann ich das noch geltend machen, wenn man jetzt noch was machen kann? Habe leider aus der Armeezeit keine Nachweise, das ich da in Behandlung war, im alten SV-Ausweis-DDR ist auch nicht dokumentiert. Und seit dieser Zeit hat sich das bis jetzt immer verschlimmert. Jetzt habe ich den Schaden überall etwas an der WS und an den Hüft- u. Schultergelenken, sprich bds. Hüftdysplasie und Artrose in beide Schultergelenke.

Gibt es da noch eine Möglichkeit was geltend zu machen, und wo?

Gruß Herr Fuschs

von
NVA

DDR - Soldaten können Dienstbeschädigungsausgleich geltend machen.Das bedeutet allerdings Herr Fuchs gegen die Bundesrepublik Deutschland. Und Zivilrechtlich gesehen ist die Bundesrepublik NICHT Rechtsnachfolger der NVA. Wir erinnern uns an die seinerzeit Radar-Verstrahlten, die bekamen leider nichts. Zudem wie wollen Sie die Beschädigung explizit nachweisen? Sie denken und vermuten, dass ist leider so gut wie gar nichts.

von
Herr Fuchs

Ja das ist das Problem an der Sache, das jetzt noch irgendwie zu beweisen. Da man ja keine medizinischen Unterlagen aus der Zeit hat. Nach der Entlassung aus der NVA hat man nichts mitbekommen, was man da an medizinischen Untersuchungen o. Behandlungen hatte.

von
Koriander

Zitiert von: Herr Fuchs
Hallo,

ich vermute, das ich vielleicht

Und genau deshalb wird da auch nichts daraus werden, den Schaden geltend zu machen.
Wenn Sie keine wirklichen Beweise dafür hast, wird das niemals anerkannt.

von
NVA

Zitiert von: Herr Fuchs
Ja das ist das Problem an der Sache, das jetzt noch irgendwie zu beweisen. Da man ja keine medizinischen Unterlagen aus der Zeit hat. Nach der Entlassung aus der NVA hat man nichts mitbekommen, was man da an medizinischen Untersuchungen o. Behandlungen hatte.

Dazu muss man fairerweise sagen, dass dieses durchaus allgemein eine Problematik ostdeutsche Bürger darstellt. In der DDR war eine Invalidisierung wesentlich leichter zu bewerkstelligen. Das Problem, sich gewisse Erkrankungen zugezogen zu haben, wird schwerwiegender, weil man in dem Moment, wo sich das auswirkt, nun in der BRD wohnt. Zwar verfügt diese durchaus auch über diverse Leistungsgewährungen, jedoch sind diese sehr viel schwerer erreichbar. Sigmund Jähn verletzte sich bei der Landung den Rücken und bekam dafür in der DDR eine Rente. Die BRD hat diese wieder gestrichen. Es dürfte fast unmöglich sein, damals verursachte Schäden, die sich heute manifestieren, geltend zu machen, zumal der medizinische Nachweis nicht beigebracht werden kann.

von
Jäger

Unglaublich auf was für absurde Ideen manche Leute kommen.

von
Absurd?

Zitiert von: Jäger
Unglaublich auf was für absurde Ideen manche Leute kommen.

War bei derBundeswehr nicht anders.!
Hätte ich mich nicht beim Wehrdienstbeauftragten der BW schriftlich beschwert und selbst einen Antrag auf WEhrdiensbeschädigung gestellt, wären meine 8 Monate Krankenhausaufenthalt, mein offenes Bein ( 14 Jahre ) nie bestätigt und Aktenkundig geworden. Seit dem persönlichen Antrag mit 24 Jahren wurde der Wehrdienstschaden anerkannt u ich erhalte eine Rente, bzw kann nachweisen, dass ein Unfall bei der BW die Ursache ist.
Von der Asbestgefahr bei der Marine u deren Problematik mal abgesehen. Da tut sich auch nichts. Die Leute sterben an Lungenkrebs Rippfellkrebs weg.
Der Bund ist im Bezug der Fürsorgepflicht für Soldaten schlicht wohl absichtlich ? völlig unfähig.

Mein Rat, versuchen Sie, ehemalige Soldaten Ihrer Einheit DDR zu finden um den Nachweis zu erbringen. Lassen Sie nicht locker.

Viel Glück

Meinen erlernten Beruf konnte ich nicht mehr ausüben. Entschädigung des Bundes, keine.

von
Jäger

Zitiert von: Absurd?
Zitiert von: Jäger
Unglaublich auf was für absurde Ideen manche Leute kommen.

Mein Rat, versuchen Sie, ehemalige Soldaten Ihrer Einheit DDR zu finden um den Nachweis zu erbringen. Lassen Sie nicht locker.

Viel Glück

Und die ehemaligen Soldaten der Einheit sollen den Beweis erbringen unabhängig davon, dass schon Jahrzehnte seit der NVA-Zeit vergangen sind?
Wie naiv und weltfremd sind Sie eigentlich, dass Sie daran glauben können?

von
Absurd?

wenn Sie lesen, dass Arbeitnehmer, welche Arbeitslosengeld bezogen haben, oft massiv Probleme haben, der DRV zu belegen, dass Sie in der Zeit Rentenversichert waren.
Das System handelt zu Lasten der Versicherten.
Geben Sie doch einen besseren Tipp ab " Jäger"

Ärzte haben null Interesse " ist nur Schreibarbeit " dem Thread Öffner zu helfen.

Dafür gibt es jedoch Halbwaisenrente und Vollwaisenrente ohne Vermögensprüfung bis zum 27 Lebensjahr.

Dies lässt sich schlicht besser verwalten, als auf Fluren der Sozialverwaltung um Unterstützung zu betteln.

Vernünftiger ist, die Kontenprüfung bei der DRV sehr früh zu beginnen und Gesundheitliche Probleme schriftlich mit Einsprachen festzumachen.

Ein kleiner Ordner mit Unterlagen ist allemal besser !

von
Jäger

Ich brauche keinen Tipp abgeben, weil es chancenlos ist, nach so langer Zeit entsprechende Entschädigungen geltend zu machen.
Schlafen Sie schlecht, dass Sie hier mitten in der Nacht Ihren Frust loswerden müssen?

von
Schorsch

Zitiert von: Absurd?

Mein Rat, versuchen Sie, ehemalige Soldaten Ihrer Einheit DDR zu finden um den Nachweis zu erbringen. Lassen Sie nicht locker.

Das Einzige was ihm nützen könnte wären ärztliche Dokumentationen aber garantiert keine ehemaligen NVA-Kameraden.

Das Rückenleiden könnte er sich theoretisch auch beim Getränkekästen schleppen zugezogen haben und zwar lange nach seiner NVA-Zeit.
So etwas passiert schneller als manche Leute glauben!

Also dürfte der Nachweis wohl unmöglich sein.
(Siehe auch Beitrag von @Benno!)

MfG

von
Herr Fuchs

Hallo,

also ich denke mir sowas nicht aus um irgendwo vielleicht noch etwas abzusahnen oder ähnliches.
Ich hatte zu dieser Zeit ein Unfall bei der NVA, bin aus 5-8 Meter Höhe von der Giebelwand der Sturmbahn gefallen und mit der Wirbelsäule auf die sogenannte Holz-Mpi gefallen. Wer zu DDR,-Zeiten in der NVA gedient hat, weiß wovon ich rede. War auch zu dieser Zeit in orthopädischer Behandlung, wurde auch alles in die Krankenakte bzw. Krankenbuch dokumentiert. Leider habe ich nichts in der Hand und das ist jetzt das Problem dieses nachzuweisen. Und das zählt, alles andere ist ohne Bedeutung, sprich Kameradensuche etc. Was sollen diese, Bitteschön, beweisen? Die könnten zwar sagen das ich in Behandlung war, aber mehr auch nicht. Was zählt ist die Behandlungsdukomentation in der Krankenakte o. Krankenbuch.

Und außerdem, komme ich hier nicht auf Ideen, sondern das ist die blanke Wahrheit.

Das Problem ist halt bei mir das Nachzuweisen und dann vielleicht noch eine Anerkennung zu bekommen. Schließlich wirkt sich das jetzt erst alles aus, was dazumal passiert ist und nur lapidar behandelt wurde bei der NVA. Da hat man das alles nicht so ernst gesehen. Das hast Du Ohrentropfen für Fußpilz bekommen, nur als Beispiel.

Gruß Herr Fuchs

von
Brunno

Zitiert von: Herr Fuchs
Hallo,

also ich denke mir sowas nicht aus um irgendwo vielleicht noch etwas abzusahnen oder ähnliches.
Ich hatte zu dieser Zeit ein Unfall bei der NVA, bin aus 5-8 Meter Höhe von der Giebelwand der Sturmbahn gefallen und mit der Wirbelsäule auf die sogenannte Holz-Mpi gefallen. Wer zu DDR,-Zeiten in der NVA gedient hat, weiß wovon ich rede. War auch zu dieser Zeit in orthopädischer Behandlung, wurde auch alles in die Krankenakte bzw. Krankenbuch dokumentiert. Leider habe ich nichts in der Hand und das ist jetzt das Problem dieses nachzuweisen. Und das zählt, alles andere ist ohne Bedeutung, sprich Kameradensuche etc. Was sollen diese, Bitteschön, beweisen? Die könnten zwar sagen das ich in Behandlung war, aber mehr auch nicht. Was zählt ist die Behandlungsdukomentation in der Krankenakte o. Krankenbuch.

Und außerdem, komme ich hier nicht auf Ideen, sondern das ist die blanke Wahrheit.

Das Problem ist halt bei mir das Nachzuweisen und dann vielleicht noch eine Anerkennung zu bekommen. Schließlich wirkt sich das jetzt erst alles aus, was dazumal passiert ist und nur lapidar behandelt wurde bei der NVA. Da hat man das alles nicht so ernst gesehen. Das hast Du Ohrentropfen für Fußpilz bekommen, nur als Beispiel.

Ich rate Ihnen sich bei den damals befreundeten Russland zu melden.
Immerhin haben Sie zusammen für deren Interessen in der NVA gedient.

Gruß Herr Fuchs

von
Sobs

Na klar, Brunno, am besten noch im Natohauptquartier! Kausalkette! Ohne kalten Krieg und Nato - Truppen keine NVA =kein Dienst. Die Amerikaner sind es im Prinzip schuld! Manchmal ist es so, dass man sich in der Jugend etwas einfängt, was einen Jahre später einholt.

von
Herr Fuchs

Zitiert von: Sobs
Manchmal ist es so, dass man sich in der Jugend etwas einfängt, was einen Jahre später einholt.

Die Antwort von Brunno hat mir sehr geholfen, nichts dazu schreiben ist auch eine Antwort.

Richtig was du schreibst "Sobs" aber wo und wie kann man das jetzt noch geltend machen? Schließlich war das ein Unfall zu damaligen Zeit. Aber das Problem ist, das ich aus dieser Zeit nichts mehr habe an medizinischen Unterlagen, um das zu belegen diese Behandlung und auch der Unfall.

Jetzt im Alter kommen die Probleme, was da zu dieser Zeit nur Lapidar behandelt wurde. Da hat man was zum einreiben bekommen und die Allround-Tablette " Neuranidal" und man mußte wieder weitermachen. Auch wurde zu dieser Zeit nichts geröngt nichts, nur geschaut ob was zu sehen ist und gut war es.

Also wo kann ich jetzt noch das geltend machen, um vielleicht noch irgendwas zu bekommen o. zu erhalten.

Gruß Herr Fuchs

von
NVA

Zitiert von: Herr Fuchs
Zitiert von: Sobs
Manchmal ist es so, dass man sich in der Jugend etwas einfängt, was einen Jahre später einholt.

Die Antwort von Brunno hat mir sehr geholfen, nichts dazu schreiben ist auch eine Antwort.

Richtig was du schreibst "Sobs" aber wo und wie kann man das jetzt noch geltend machen? Schließlich war das ein Unfall zu damaligen Zeit. Aber das Problem ist, das ich aus dieser Zeit nichts mehr habe an medizinischen Unterlagen, um das zu belegen diese Behandlung und auch der Unfall.

Jetzt im Alter kommen die Probleme, was da zu dieser Zeit nur Lapidar behandelt wurde. Da hat man was zum einreiben bekommen und die Allround-Tablette " Neuranidal" und man mußte wieder weitermachen. Auch wurde zu dieser Zeit nichts geröngt nichts, nur geschaut ob was zu sehen ist und gut war es.

Also wo kann ich jetzt noch das geltend machen, um vielleicht noch irgendwas zu bekommen o. zu erhalten.

Gruß Herr Fuchs

Ich bleibe dabei, dass wird ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur, weil es lange her ist, auch weil es in diesem Land generell schwer ist, etwas zu bekommen. Die Radargeschädigten wurden beispielsweise schon erwähnt. Von 3500 Anträgen dazu wurden 2800 abgelehnt. Ich mache noch ein Beispiel, ich wurde in der DDR geboren und das Schwerbehindert und sehr krank. Behandlungen waren intensiv, anstrengend und zahlreich. Die DDR wollte mich schon in jungen Jahren berenten. Ich wollte jedoch versuchen, trotzdem etwas zu schaffen und konnte trotz allem sogar zwei richtige Ausbildungen machen und fast 30 Jahre arbeiten. Bis der Punkt kam, bis hierher und nicht weiter, auch wie es hier hieß im Alter eingeholt von den Leiden. Wenn Sie jetzt denken, die Bundesrepublik hat hier jetzt anstandslos auch diese Rente bewilligt, dann sind Sie auf dem Holzweg. Der Weg dahin war sehr schwer,obwohl alle Krankheiten lückenlos dokumentiert waren. Jetzt kommen Sie ins Spiel, Sie möchten eine Entschädigung beantragen, deren Ursache Jahre zurück in einem anderen Land entstanden ist. Die Bundesrepublik ist nicht Rechtsnachfolger der NVA. Selbst Soldaten der Bundeswehr mit nachgewiesenen Dienstschäden müssen kämpfen. Und jetzt kommen Sie als NVA - Soldat daher. Haben Sie denn wenigstens ärztliche Befunde, welche die Erkrankung benennt und wo formuliert ist, dass es sich um einen länger zurück liegenden Schaden handelt? Sie müssen die Krankheit und die Ursache beweisen und selbst wenn das gelingt, ist der Weg schwer, fast unmöglich möchte ich sagen. Wenn es dann noch über den Rechtsweg läuft, zählen nur knallharte Beweise. Und solche haben Sie nicht!

von
Herr Fuchs

Hallo,

das ist mir vollkommen klar ohne die medizinischen Unterlagen von dazumal brauche ich nicht erst das versuchen. Und wenn ich sie hätte, dann ist die zweite Frage, ob diese überhaupt anerkannt bekomme. Das habe ich schon des öfteren gelesen, das ehemalige DDR-Berentung, sprich Invalidenrente, nach der Wende anerkannt wurden. Das hat mir auch meine Betriebsärztin gesagt, die ist schon ein älteres Semester, war schon zu DDR-Zeiten Betriebsärztin. Das das sollte garnicht eingetragen werden bzw. übernommen werden. Nur durch Proteste würde das dann übertragen und eingetragen.

Gut habe jetzt mit meinen jetzigen Erkrankungen zu kämpfen, das anerkannt zubekommen. Habe dazu alle Unterlagen und Befundberichte usw. Und das wird hart werde zu einigen Gutachtern geschickt. Obwohl das an Hand von MRT-Bildern beweisbar ist, wird trotzdem bezweifelt.
Am besten wäre es, aus dem Sicht der Behörden und Ämter,das man wenn man nicht mehr kann, das man in die Kiste springt, dann braucht man keine Rente oder Entschädigung zahlen. Die wissen nicht wie man als Betroffener leiden muss unter Schmerzen etc., da wird gestritten im ein paar Euro's.

Gruß Herr Fuchs

von
Jäger

Zitiert von: Herr Fuchs
Hallo,

das ist mir vollkommen klar ohne die medizinischen Unterlagen von dazumal brauche ich nicht erst das versuchen.

Gruß Herr Fuchs

Wenn Ihnen das klar ist, dann können Sie ja diesen Thread beenden. Stellt sich die Frage, warum haben Sie Ihn dann erst eröffnet? Das war Ihnen doch von Anfang an bewusst.

Experten-Antwort

Hallo Herr Fuchs,
aus meiner Sicht werden Sie ohne die bereits angesprochenen Nachweise keine Versorgungsleistung beanspruchen können. Natürlich können Sie Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung (Reha, EM-Rente) beantragen - das wird Ihnen bestimmt schon klar sein. Soweit die sonstigen Voraussetzungen vorliegen, ist es für einen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung irrelevant, wann und wo Sie sich den Schaden zugezogen haben.