Wird ein Fernstudium auch als Teilhabe am Arbeitsleben anerkannt?

von
Manu78

Aus gesundheiltichen Gründen kann nich in meinem erlernten Beruf nicht mehr tätig sein.
Arbeitserprobung und Berufsvorbereitungskurs sind in einem BFW gemacht worden.
Nun ist es so, dass in vielen dieser BFW nur bestimmte Berufe angeboten werden, vorallem im kaufmännischen Bereich.
Es ist kein Beruf dabei, der wirklich zu meinen Fähigkeiten passt und eine Teilzeitumschulung ist auch nicht möglich.
Ich habe nun ein Fernstudium gefunden, dass genau meinem Berufswunsch entsprechen würde, dies dauert ca.12 Monate.
Gibt es irgendeine Möglichkeit Unterstützung von der DRV dafür zu erhalten? Es müsste nicht unbedingt Ü-Geld sein, ich wäre froh, wenn ein Anteil der Studiengebühren übernommen werden könnten..

Vielen Dank!

von
Fred

Hallo.

Bei mir in Rheinland-Pfalz gibt es den Quali-Scheck. Da werden 50 % der Kosten eines Fernstudiums übernommen; bis maximal 500 Euro.

http://esf.rlp.de/qualischeck/wer-wird-gefoerdert/

Kannst ja mal gucken, ob es in deinem Bundesland soetwas ähnliches gibt.

Gruß

von
???

Meines Wissens werden Fernstudiengänge als LTA nicht gefördert. Sie sollten sich jedoch nicht daran hindern lassen, Ihren Wunschstudiengang zu beantragen (am besten schriftlich). Nichts ist schlimmer als eine eventuelle Chance, die man leider verpasst hat, weil man seine Wünsche nicht geäußert hat. Allerdings sollten Sie ein paar Fragen vorher klären:
1. Endet Ihre Ausbildung mit einem staatlich anerkannten Abschluss? Nur dann haben Sie nämlich auch etwas in der Hand, das Ihre Qualifikation nachweist.
2. Ihr Berufswunsch sollte Ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit entsprechen. Haben Sie schon mit Ihrem Arzt gesprochen?
3. Wie sieht es mit dem Arbeitsmarkt aus? Gibt es denn wirklich Arbeitsplätze, wenn Sie die Ausbildung absolviert haben?
4. Welche anderen Möglickeiten gibt es denn noch, diese Ausbildung zu absolvieren? Gibt es Anbieter bei Ihnen vor Ort oder vielleicht auch betriebliche Ausbildung dazu?
5. Gibt es denn zwingende Gründe, dass Sie keine ganztägige Ausbildung absolvieren wollen?

von
Manu78

Danke für die Antworten!

Bei uns gibt es leider keinen solchen Qualischeck, ich hab nachgekuckt. :(

Natürlich, da seit der Reha und Antrag zur Teilhabe schon sehr viel Zeit verstrichen ist, möchte ich nicht mehr von meinem Weg abkommen und mir dieses Studium gerne verwirklichen.
Es gibt beruflich nichts vergleichbares, keine Schulen dafür.
Vollzeit ist aus gesundheitlichen Gründen schwer möglich.
Und Arbeitsmarkt müsste man leider "einfach versuchen" sich einen Kundenstamm aufzubauen auf selbstständiger Basis. Ich selbst bräuchte dringenst jemanden in diesem Bereich!
Ich habe gehofft, da es schulisch nichts vergleichbares gibt, es von den Std., der eigenständigen Einteilung des Lernens so besser wäre, dass es eine Förderungsmöglichkeit gibt.
Wie z.B. in diesen §
(3) Die Leistungen umfassen insbesondere 4.berufliche Ausbildung, auch soweit die Leistungen in einem zeitlich nicht überwiegenden Abschnitt schulisch durchgeführt werden,
sonstige Hilfen zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben, um behinderten Menschen eine angemessene und geeignete Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit zu ermöglichen und zu erhalten.
etc.

von Experte/in Experten-Antwort

Konkrete Einzelfälle können in diesem Forum leider nicht umfassend gelöst werden.

Erster Ansprechpartner ist immer der Kostenträger; in Ihrem Fall vermutlich der Rentenversicherungsträger (?). Sie haben ja bereits an einer "Arbeitserprobung und einem Berufsvorbereitungskurs" teilgenommen. Wer war hier Kostenträger? Liegen Ihnen die schriftlichen Ergebnisberichte dieser Leistungen vor?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihnen hier keine weiteren Perspektiven aufgezeigt worden sind bzw. die Ergebnisse nicht mit Ihnen besprochen worden sind.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren zuständigen Rehabilitations-Fachberater, biiten Sie um einen baldigen Gesprächstermin und formulieren Sie Ihre Vorstellungen!

von
Manu78

Danke für die Nachricht!

Die Teilhabe wurde während der Reha bei der DRV gestellt und "genehmigt".
Wie gschrieben folgten dann Arbeisterprobung und Berufsvorbereitung und auch eine Vollzeitumschulung im Betrieb wurde begonnen aber es wurde schnell festgestellt das eine 40Std.Woche mit den Beschwerden, Erkrankungen dazu Haushalt, lernen, Partnerschaft, etc. auf Dauer nicht positiv zu schaffen sind.
Ich habe zuvor schon in meinem erlernten Beruf "nur" noch in Teilzeit gearbeitet und es wird mir auch weiter nicht möglich sein wieder in Vollzeit zu arbeiten. Deswegen suche ich eine Teilzeitausbildung bzw. eben dieses Studium. TZ-Ausbildungen werden grundsätzlich nur Frauen/Männern mit kleinen Kindern genehmigt, sagte mir mein Berater der DRV. Ich weiß nicht, welche (und ob überhaupt) Möglichkeiten ich noch habe, da ich z.B. von der Argentur für Arbeit auch keine Hilfe in Form dieses Bildungsgutscheins bekomme, da ich ja über die DRV laufe. Das ALG1 wird nur einen bestimmten Zeitraum bezahlt, sonst könnte ich das Stduium jetzt beginnen. Ich weiß nur nicht, was in Zukunft ist. Bisher habe ich keinen passenden Job in Teilzeit gefunden um nebenbei das Studium zu absolvieren. Wenn ich in ALG2 falle, kann ich mir die Raten nicht mehr leisten.
Gibt es einen ähnlichen Fall, jemanden, dem es auch so geht, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vollzeit tätig sein kann (einschließlich einer Vollzeit-Ausbildung)? Welchen Weg kann man noch einschlagen? Welche Hilfen gibt es viell.noch?
Andere Perspektiven wurden mir nicht aufgezeigt. Beim Integrationsdienst bin ich "gemeldet" aber diese können auch keine passende Stelle aus dem Ärmel schütteln.

Nun heißt es weiter suchen und hoffen, dass sich eine passende Lösung findet.

von
Jockel

Zitiert von: Manu78

Wie gschrieben folgten dann Arbeisterprobung und Berufsvorbereitung und auch eine Vollzeitumschulung im Betrieb wurde begonnen aber es wurde schnell festgestellt das eine 40Std.Woche mit den Beschwerden, Erkrankungen dazu Haushalt, lernen, Partnerschaft, etc. auf Dauer nicht positiv zu schaffen sind.


Also ich habe auch manchmal Probleme meinen 40Stunden-Job, die Partnerschaft, die Pflege von Haus und Garten und meine angeschlagene Gesundheit unter einen Hut zu bringen, aber wenn man sich da mal ein wenig in den Hintern tritt, klappt das in aller Regel.
Wenn Sie weiterhin schreiben, dass Sie keinen Teilzeitjob finden, der Ihnen ermöglicht nebenbei zu studieren, dann mache ich vielleicht einen Rechenfehler, aber Teilzeitjob+Studium=Vollzeit.
Also, wo bitte ist das Problem ?

von
Manu78

Oh Gott, auf solche Beiträge kann ich gut verzichten! Bitte mischen Sie sich nicht ein, wenn Sie von der Sache, dem Menschen gegenüber keine Ahnung haben!
Studium+Teilzeitjob ist bei weitem nicht Vollzeit, dabei komt es auf die Stunden an, die man für das Studium benötig und die Std.des Teilzeitjobs oder Minijobs.
Trotzdem weiterhin viel Spaß beim Hintern treten!

von Experte/in Experten-Antwort

Noch einmal:

Bitte wenden Sie sich umgehend an Ihren zuständigen Rehabilitations-Fachberater, biiten Sie um einen baldigen Gesprächstermin und formulieren Sie Ihre Vorstellungen! Ggf. auch vorab in schriftlicher Form.

Ich bin mir sicher, dass Sie Unterstützung finden.

von
Jockel

....oh, habe ich den Nerv getroffen ?
Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute.

von
Manu

Nerv getroffen ist gut...Sie möchte ich sehen wenn Sie seit Jahren Probleme haben und schaun müssen, wie Sie ihren Lebensunterhalt mit den Erkrankungen, Schmerzen bestreiten, in ihrem Beruf nicht richtig tätig sein können, zuletzt gar nicht mehr und kämpfen, dass sie nicht untergehen.
Das kann den NERV schon mal reizen, ja!