wirklich neutrale Gutachter?

von
Komisches System

Hallo,
ich habe diverse Gelenkerkrankungen und bin deshalb in schmerztherapeutischer und orthopädischer Behandlung.
Vor einiger Zeit wurde ich von der DRV zu einem Orthopäden zu einem Gutachten geschickt der sich aber nicht mit Schmerzerkrankungen auskannte. Diagnostisch wurde alles Mögliche getan und die Diagnosen gesichert.
Nach dem wie das Gutachten ausgefallen ist scheint er nicht mal von seinem Fachgebiet Ahnung zu haben.
Ich habe im Anschluss des Gutachtens gleich ein Gedächnisprotokoll gefertigt weil mir bei dem Gutachter nichts geheuer vorkam.
Da ich eh schon einen Anwalt beauftragt hatte, forderte er gleich das Gutachten an. Was in dem Gutachten stand war einfach nur lächerlich. Der Gutachter hat sich nicht mit meinem Beruf auseinandergesetzt, was er hätte aber mal machen sollte weil es bei mir um eine LTA geht. Dann habe ich welch ein Wunder eine Wunderheilung aller meiner Erkrankungen erlebt, nur das ich davon nicht bemerkt habe.
Mein Anwalt, meine Ärzte und ich schrieben dann noch eine Stellungnahme die über meinen Anwalt zusammen mit dem Gedächnisprotokoll an die DRV gingen. Das ganze ist jetzt knapp 4 Monate her und die DRV hat sich diesbezüglich nicht mehr gemeldet.
Allerdings erhielt ich ein Schreiben von einer Beschwerdeabteilung der DRV, was mich gewundert hatte da ich ja eigentlich keine Beschwerde geschrieben habe.

In dem Schreiben stand das man meiner Beschwerde wegen dem Gutachter nachgegangen sei und den Fall einem anderen Gutachter vorgelegt hätte und dieser meinte das der Gutachter alles richtig gemacht hätte.

Wie kann ein Mensch, der mich nicht kennt und auch nicht bei dem Gutachten anwesend war so was feststellen?
OK das die Diagnosen nicht immer passen müssen ist mir klar aber wie kommt ein Arzt darauf das ich nichts habe obwohl ich von unterschiedlichsten Ärzten gesicherte Diagnosen habe? Lügen vielleicht Röntgen-, MRT- Bilder etwa? Wurde ich wohlmöglich umsonst 8 x operiert? Bilde ich mir ein das mein Arm total verdreht ist? Aber wenn haben scheinbar alle ein Knick in der Pupille nur der Gutachter nicht.

Von Neutralität kann da keine Sprache sein.

Mir fehlen immer noch die Worte wegen dem was da bei der DRV abläuft.

von
vielleicht

... so was ist Wunschdenken. Andere Menschen, auch Gutachter, handeln nicht immer so, wie man das gerne möchte, ja noch nicht mal so, wie es den Fakten nach sein könnte.
Jeder setzt seinen Fokus woanders und nur wenn man in die "gleiche Richtung" schaut, kommt Ähnliches heraus.
Also, neuer Gutachter, der einem besser zu Gemühte steht, nach vorne kämpfen und nicht aufgeben.
Anders geht es nicht.
Schuldzuweisung hilft nicht!

von
manbuster

Genauso wie die persönlichen Ärzte auf der Seite ihrer Patienten stehen und ihnen größenteils nach dem Mund reden, so stehen Gutachetr auf der Seite der RV.
Die Wahrheit liegt meistens in der Mitte!
Und diese herauszufinden und gerecht zu urteilen ist seitens der RV sehr schwer

von
Nane

Zitiert von: manbuster

Genauso wie die persönlichen Ärzte auf der Seite ihrer Patienten stehen und ihnen größenteils nach dem Mund reden, so stehen Gutachetr auf der Seite der RV.

Gutachter sind pure Glückssache:
Ich bekam (aus guten Gründen) direkt nach dem Gutachten volle EM-Rente.
Mein Vater musste vor Jahren mit 58 vors Sozialgericht, weil ihn der Gutachter der DRV erstfür voll erwerbsfähig erklärt hatte. Nach 40 Jahren auf dem Bau, mit kaputten Knien und Wirbelsäule und einseitig taub und mit labilem Gleichgewicht nach Schlaganfall.

von
Otto N.

Zitiert von: Nane

Gutachter sind pure Glückssache:
Ich bekam (aus guten Gründen) direkt nach dem Gutachten volle EM-Rente.

Ja was denn nu?
"Glücksache" oder "aus guten Gründen"?

Zitiert von:
Mein Vater musste vor Jahren mit 58 vors Sozialgericht, weil ihn der Gutachter der DRV erstfür voll erwerbsfähig erklärt hatte. Nach 40 Jahren auf dem Bau, mit kaputten Knien und Wirbelsäule und einseitig taub und mit labilem Gleichgewicht nach Schlaganfall.

Das ist zwar bedauerlich, sagt aber rein gar nichts über die Qualifikation des Gutachters aus.

Viele Fälle werden erst vor Gericht entschieden.

Den Gutachtern deshalb pauschal zu unterstellen, dass sie vorsätzlich falsche Gutachten erstellt haben, ist schon ziemlich dreist, solange man das nicht beweisen kann!

Und Sie als medizinischer Laie werden wohl kaum dafür qualifiziert sein, die Fachkompetenzen und Vorgehensweisen der Gutachter objektiv zu bewerten!

von
Komisches System

Zitiert von: Otto N.

Und Sie als medizinischer Laie werden wohl kaum dafür qualifiziert sein, die Fachkompetenzen und Vorgehensweisen der Gutachter objektiv zu bewerten!

Da wirst du recht mit haben aber ein Laie kann ein Gutachter in Teilen auch einschätzen.
Der Gutachter, bei dem ich wahr, hat sich in keinster Weise vorbereitet. Das ganze Gutachten hat mit "Untersuchung" keine 15 min. gedauert.
Ich denke schon das diese Vorgehensweise schon für sich spricht.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Komisches System,
auch wenn ich zu Ihrem persönlichen Fall, zu Ihren gesundheitlichen Problemen und zu dem von Ihnen kritisierten Gutachter natürlich inhaltlich nichts sagen kann, trotzdem ein paar Informationen:

Beschwerdesystem:
Kritische und/oder negative Äußerungen von Kundinnen/Kunden der DRV werden regelmäßig im Rahmen eines Beschwerdesystems abgearbeitet. Hintergrund ist zum Einen eine neutrale interne Stelle, die sich mit entsprechenden Eingaben beschäftigt und weitere Schritte (bei Ihnen zB die Vorlage Ihres Gutachten bei einem anderen Gutachter) veranlasst, zum Anderen aber auch eine Qualitätskontrolle. Sicherlich ist eine Beschwerde kein Grund um einen Gutachter dauerhaft zu ersetzen, bei vielen Beschwerden zu der gleichen Person kann das schon anders aussehen.

Gutachten-/Gutachterleistung:
Inhaltlich kann ich weder den Gutachter, noch die Ergebnisse des Gutachtens bewerten. Sicherlich ist es auch schwierig einen Gesundheitszustand qualifiziert zu bewerten. Außerde ist unklar wie der Gutachtenauftrag ausgesehen hat. Unter Umständen sollte der Gutachter nur minimalste Kleinigkeiten prüfen und hinterfragen. Von daher ist die Gutachterleistung sicher nicht einzuschätzen. Ich finde Ihren Weg, ein Gedächnisprotokoll zu erstellen und dies auch an die DRV zu senden, sehr gut und lobenswert. Natürlich soll und muss man kämpfen und sich wehren wenn man mit Entscheidungen nicht einverstanden ist. Und genau das machen Sie grad. Gut, dass Sie Ihr Recht wahrnehmen.

von
SB

Zitiert von: Otto N.

Hallo Komisches System,
auch wenn ich zu Ihrem persönlichen Fall, zu Ihren gesundheitlichen Problemen und zu dem von Ihnen kritisierten Gutachter natürlich inhaltlich nichts sagen kann, trotzdem ein paar Informationen:

Beschwerdesystem:
Kritische und/oder negative Äußerungen von Kundinnen/Kunden der DRV werden regelmäßig im Rahmen eines Beschwerdesystems abgearbeitet. Hintergrund ist zum Einen eine neutrale interne Stelle, die sich mit entsprechenden Eingaben beschäftigt und weitere Schritte (bei Ihnen zB die Vorlage Ihres Gutachten bei einem anderen Gutachter) veranlasst, zum Anderen aber auch eine Qualitätskontrolle. Sicherlich ist eine Beschwerde kein Grund um einen Gutachter dauerhaft zu ersetzen, bei vielen Beschwerden zu der gleichen Person kann das schon anders aussehen.

Gutachten-/Gutachterleistung:
Inhaltlich kann ich weder den Gutachter, noch die Ergebnisse des Gutachtens bewerten. Sicherlich ist es auch schwierig einen Gesundheitszustand qualifiziert zu bewerten. Außerde ist unklar wie der Gutachtenauftrag ausgesehen hat. Unter Umständen sollte der Gutachter nur minimalste Kleinigkeiten prüfen und hinterfragen. Von daher ist die Gutachterleistung sicher nicht einzuschätzen. Ich finde Ihren Weg, ein Gedächnisprotokoll zu erstellen und dies auch an die DRV zu senden, sehr gut und lobenswert. Natürlich soll und muss man kämpfen und sich wehren wenn man mit Entscheidungen nicht einverstanden ist. Und genau das machen Sie grad. Gut, dass Sie Ihr Recht wahrnehmen.

Das Beschwerdesystem funktoniert doch bei der DRV so wie überall wo Beschwerden eingehen.Über den sich beschwert wird versucht so ungeschoren wie möglich aus der Sache heraus zukommen.Und die Kliniken können das ganz gut.Denn der Versicherte ist ja ein Querulant.Er hatte schon bei der Aufnahme zu meckern.Die Anwendungen waren ihm zu kurz.Er sollte bedenken,dass es auch noch Andere Patienten gibt die Anwendunen bekommen.Das Essen war zu eintönig.Wir kochen in der Klinik nach den neuesten Vorgaben biologisch und gesund.Gut es gab 2 Tage hintereinader abends Salami.Das war Zufall wie sonst auch.Das Zimmer war nicht sauber.Jedes Zimmer wird bei uns nach Vorschrift gereinigt und desinfiziert.Bettwäsche alle Woche neu.Das Personla sei unfreundlich.Auch das stimmt nicht.Das Personal hat immer ein offenes Ohr für die Patienten.100 Patienten und 10 Pfleger.Mehr geht halt nicht.Somit ist die Beschwerde erledigt.

von
Leser

Na aber Hallo, wenn man sich beschweren muss dann kann man schon fast sicher sein, das eine negative Antwort kommt.

Wenn jemand eine organische Erkrankung hat und dann mehr als 24 Monate durchgängig AU, mehrere Operationen hat und dann eine diffuse Symptomatik ohne zugrunde liegende Krankheit durch den med. Dienst der RV vor Gericht behauptet wird, dann fragt man sich echt woher diese beratenden Ärzte kommen. Zumal auf die Folgen der Erkrankung ein Jahr zuvor eine Reha bewilligt wurde.

Am besten, man säuft sich die Leber kaputt bis man eine Psychose bekommt und Drogen nimmt. Das dann noch unter HarzIV und dann bekommt man eine Erwerbsminderungsrente. Für die Menschen die jahrzehnte Lang schuften waren, kann man das ja nicht so einfach hinnehmen, da fallen zu viele Beitragszahler weg.
Da streitet man lieber vor Gericht, sind ja nur Steuergelder und Gelder der Versicherten.

von
Komisches System

Hallo,

ich war mir nicht bewusst das ein Gedächnisprotokoll als Beschwerde angesehen wird.
Ich hatte eine Knochenwucherung am Oberarmknochen direkt am Schultergelenk. Diese Wucherung hat mit der Zeit eine Sehne total ausgedünnt usw. Die OP lies sich nicht vermeiden. Bei der OP wurde mir dann der Oberarmknochen angebrochen. Da es sich dabei um einen verdeckten Bruch gehandelt hatte, wurde dieser erst festgestellt nachdem sich das Knochenmark entzündet hatte usw. Auf das eine folgte dann das nächste usw. Der Arm ist nicht mehr richtig einsatzfähig und wurde durch die OP`s irgendwie verdreht.
Das ganze mit der DRV zieht sich jetzt ein Jahr hin und ich bin bereits ins ALG2 gelandet, was mich psychisch total runtergezogen hatte.
Nach dem Gutachten und nach der Stellungnahme der DRV habe ich den Kampf aufgegeben weil ich einfach nicht mehr konnte.
Danke an die DRV-Bund

von
Leser

Zitiert von: Komisches System

Hallo,

ich war mir nicht bewusst das ein Gedächnisprotokoll als Beschwerde angesehen wird.
Ich hatte eine Knochenwucherung am Oberarmknochen direkt am Schultergelenk. Diese Wucherung hat mit der Zeit eine Sehne total ausgedünnt usw. Die OP lies sich nicht vermeiden. Bei der OP wurde mir dann der Oberarmknochen angebrochen. Da es sich dabei um einen verdeckten Bruch gehandelt hatte, wurde dieser erst festgestellt nachdem sich das Knochenmark entzündet hatte usw. Auf das eine folgte dann das nächste usw. Der Arm ist nicht mehr richtig einsatzfähig und wurde durch die OP`s irgendwie verdreht.
Das ganze mit der DRV zieht sich jetzt ein Jahr hin und ich bin bereits ins ALG2 gelandet, was mich psychisch total runtergezogen hatte.
Nach dem Gutachten und nach der Stellungnahme der DRV habe ich den Kampf aufgegeben weil ich einfach nicht mehr konnte.
Danke an die DRV-Bund

Das ist einer der Gründe warum das genauso läuft, wie es läuft. Wenn in einem rechtlichen Verfahren erstmal alles abgestritten wird, dann fängt das alles nochmal von vorne an

von
Frau Lidl

Neutral ist niemand, wer das glaubt ist ein "Arschloch".

Oder hat man schon einen interessenlosen Menschen gesehen?