Witwenrente als Ausländerin in Deutschland

von
Claudia B.

Eine Bekannte (61) mit ukrainischem Pass ist seit fast 3 Jahren mit einem Deutschen verheiratet. Ein mir etwas dubios erscheinender "Berater" hat ihr gesagt, daß sie im Falle des Falles von Ihrem Mann nur 25 % Witwenrente bekommen wird, "weil sie Ausländerin ist". Sie ist jetzt sehr in Sorge.

Ich habe nirgends gefunden, daß ein Unterschied gemacht wird zwischen deutschen Staatsbürgern und ausländischen Staatsbürgern. Sie lebt ja auch in Deutschland. Ich kenne nur den Unterschied zwischen der kleinen und der großen Witwenrente.

Hat der Berater recht?

Besten Dank für Informationen!
Claudia

von
KSC

Wo hat diese Beratung stattgefunden?

Mit 61 Jahren und schon 3 Jahren Ehezeit gibt es die große Witwenrente, also 55%.

Allerdings wird natürlich eigenes Einkommen angerechnet und die Witwenrente kann somit weniger werden....

von
Maike Schumann

Zitiert von: Claudia B.

dubios erscheinender "Berater"

Hat der Berater recht?

Nein. Das Rentenrecht kennt im Falle einer Leistungsgewährung keine Differenzierung der Staatsangehörigkeit.

Im Übrigen gibt es seriöse Berater in jeder Beratungsstelle (siehe oben links); und das kostenlos; zzgl. der ehrenamtlichen Versichertenberater, die im Auftrage der Deutschen Rentenversicherung Beratungen durchführen und Anträge entgegennehmen.

von
Claudia B.

Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnellen Antworten!

Ja, genau, so wie Sie beide das beschreiben, war auch mein Wissensstand.

Tja, ich war gleich skeptisch, als ich das mit dem Berater gehört habe. Ersents habe ich selbst sehr gute Erfahrungen mit der Deutschen Rentenversicherung gemacht. Im Gegensatz zu manch anderer staatlicher Stelle waren die Leute, mit denen ich dort in Sachen Unterlagen, Beantragung oder Information einholen zu tun hatte, immer sehr kundenorientiert und kompetent. Ich habe ihr deshalb auch geraten, doch dort nochmal nachzufragen.

Der "Berater" hat für seine Auskunft 100€ genommen und ist offenbar in der Community "unterwegs". Schlimm, wie Unsicherheit und Angst vor Behörden ausgenutzt wird.

Nochmal besten Dank!
Claudia

Experten-Antwort

Hallo Claudia B.,

den Ausführungen von KSC und Maike Schumann wird zugestimmt.

von
Versichertenältester

[quote=262830]
Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnellen Antworten!

Ja, genau, so wie Sie beide das beschreiben, war auch mein Wissensstand.

Tja, ich war gleich skeptisch, als ich das mit dem Berater gehört habe. Ersents habe ich selbst sehr gute Erfahrungen mit der Deutschen Rentenversicherung gemacht. Im Gegensatz zu manch anderer staatlicher Stelle waren die Leute, mit denen ich dort in Sachen Unterlagen, Beantragung oder Information einholen zu tun hatte, immer sehr kundenorientiert und kompetent. Ich habe ihr deshalb auch geraten, doch dort nochmal nachzufragen.

Der "Berater" hat für seine Auskunft 100€ genommen und ist offenbar in der Community "unterwegs". Schlimm, wie Unsicherheit und Angst vor Behörden ausgenutzt wird.

Nochmal besten Dank!
Claudia

Die 100 EURO sollte sich Ihre Bekannte mal schnell wiederholen für so eine unsachgemäße Auskunft. War es denn wirklich ein " Rentenberater " oder evtl. ein Versichertenältester? Die machen das ehrenamtlich und dürfen kein Geld verlangen.

von
Claudia B.

Zitiert von: Versichertenältester

Die 100 EURO sollte sich Ihre Bekannte mal schnell wiederholen für so eine unsachgemäße Auskunft. War es denn wirklich ein " Rentenberater " oder evtl. ein Versichertenältester? Die machen das ehrenamtlich und dürfen kein Geld verlangen.

.

Das Geld kann sie vermutlich vergessen. Was sie erzählt, klingt für mich nach "windigem Geschäftemacher". Leider.

Danke!
Claudia

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