Witwenrente bei versterben in der Antragszeit

von
Rosa Rot

Guten Tag,
kein schönes Thema in der Weihnachtszeit.
Der Ehemann ist 61. Nach einer Op. wird festgestellt dass die Lebenserwartung nur noch gering ist. Es wird sofort ein Schwerbehinderten-Antrag gestellt und die Rente beantragt. Kurz darauf verstirbt der Antragsteller.. Wird die Witwen-Rente nach dieser beantragten Rente (falls Antrag positiv beschieden) berechnet oder nach der EU-Rente, wie es normal ist.
Danke
R

Experten-Antwort

Die Hinterbliebenenrente berechnet sich nach der zuletzt geleisteten Rente des Verstorbenen.
Die rechtliche Grundlage hierfür ist der §88 SGB VI.

von
Rosa Rot

Der noch lebende Ehemann bezieht noch keine Rente, sie wurde erst kurzfristig beantragt.

von
Schade

Dann kommt es darauf an wann die Rente beginnen soll und wann er ggfls. stirbt.....

Bsp: Rente zum 01.01.2017 beantragt

a) Tod am 25.12.16 - der Verstorbene war noch nicht Rentner, dann errechnet sich die Witwenrente aus der (theoretischen) EM Rente und der Altersrentenantrag ist hinfällig.

b) Tod am 03.01.17 - dann ist der Verstorbene schon Rentner gewesen und die Witwenrente errechnet sich aus der Altersrente.

Eigentlich logisch und gar nicht kompliziert, oder?

von
W*lfgang

Zitiert von: Rosa Rot
Wird die Witwen-Rente nach dieser beantragten Rente (falls Antrag positiv beschieden) berechnet oder nach der EU-Rente, wie es normal ist.
Rosa Rot,

nunja, wird der GdB 50 ggf. rückwirkend vom Versorgungsamt festgestellt, könnte doch noch ein wirksamer AR-Antrag bestehen vor Sterbefall/Witwenrente ...die Berechnung nach EMRT dürfte aber eher etwas höher ausfallen.

Wie verfahren in so einem 'verzwickten' Fall? ...Probeberechnungen, und ggf. Antrag AR als Sonderrechtsnachfolgerin zurückziehen – sehr speziell das ganze :-)

Gruß
w.