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Witwenrente

von
ThiloG

Guten Tag an alle,habe da mal eine schwierige Frage.
Meine Lebenspartnerin ist an Krebs erkrankt,bezieht seit 11/08 Erwerbsminderungsrente und hat leider keine aussicht auf Heilung.Wir sind seit 1988 zusammen haben eine gemeinsame Tochter und leben seit 1990 offiziell,also sind z.B. gemeinsam auf Mietvertraege von Wohnungen genannt.
Nun meine Frage habe ich als Lebenspartner einen Anrecht auf Witwenrente???

von
Kurt

Nein, hierzu müssten sie verheiratet sein.

von
ThiloG

Ja toll aber Lebenspartnerschaften,oder Eheaenhliche Gemeinschaften werden doch auch erwaeht,oder zaehlen da bloss die gleichgeschlechtlichen

von
Selina II

Für den Bezug einer Witwenrente muß eine gültige Ehe vorgelegen haben.
Eheähnliche Lebensgemeinschaften sind eben nicht verheiratet, daher nur &#34;ähnlich&#34; einer Ehe - wo wollen Sie entsprechendes gelesen haben?

Stellen Sie sich mal den anderen Fall vor, jemand lebt jahrelang in einer WG - eine Frau und ein Mann. Wie will man nachweisen ob die Beiden eine Beziehung hatten oder nicht? Es ist nunmal nur möglich offiziell gemachte (amtlich eingetragene) sprich verheiratete Beziehungen anzuerkennen um auch Mißbrauch auszuschließen. Die Witwenrente soll ja den Unterhalt ersetzen - da (meistens) die Frau vom Mann finanziell abhängig ist.
Sprich - verdient der Mann genug um sich selber unterhalten zu können (über gewissen Freibeträgen) ist die Witwerrente ja sehr gering oder er bekommt sogar keine Rente. Die Witwenrente ist eben nicht die Auszahlung der eingezahlten Beiträge sondern eine reine Unterhaltsrente.

von
Wolfgang Amadeus

Lebenspartnerschaften und eheähnliche Gemeinschaften führen nicht zu Ansprüchen auf Witwen- bzw. Witwerrente, es sei denn, es handelt sich um offiziell (standesamtlich) eingetragene Lebenspartenerschaften, die es in der Tat nur bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen gibt, denn bei nicht gleichgeschlechtlichen Beziehungen nennt man so etwas Heirat.

von
Schiko.

Trau mir fast nichts sagen,da
viel mir doch ein, neuerdings
muss man sogar ein Jahr ver-
heiratet oder so...., sein.

MfG.

von
@schiko.

grundsätzlich richtig, dass die Ehe ein Jahr bestanden haben muss.

Aber es gibt auch Sonderfälle, z.B. wenn wie bei ThiloG ein gemeinsames Kind vorhanden ist, geht man davon aus, dass es sich auch bei weniger als einem Jahr Ehedauer NICHT um eine Versorgungsehe handelt...

von
Aha

Gewagte Theorie - mit dem Todesurteil zum Standesamt, wenn das keine klassische Versorgungsehe ergibt - trotz Kind. Schließlich müssten sich beide fragen lassen, warum sie sich seit über 20 Jahren nicht trauten/trauen ließen!

Bei allem Respekt für die ungute gesundheitliche Situation!

Experten-Antwort

Hallo ThiloG,

Hinterbliebenenrenten der gesetzlichen Rentenversicherung stehen nur Ehepartnern oder eingetragenen Lebensgemeinschaften zu. Eine Unterhaltsabsicherung für Lebenspartner wie in Ihrem Fall ist im Rentenrecht nicht vorgesehen.

von
-_-

&#34;Ja toll aber Lebenspartnerschaften oder eheähnliche Gemeinschaften werden doch auch erwähnt oder zählen da bloß die gleichgeschlechtlichen?&#34;

Bei Lebenspartnerschaften oder eheähnliche Lebensgemeinschaften besteht kein Hinterbliebenenrentenanspruch, nur bei standesamtlich eingetragenen Lebenspartnerschaften und standesamtlich verheirateten Paaren.

von
Neutraler

Dann heiraten Sie doch!! Wo ist das Problem.