Witwenrente (neues Recht) und Kapital-/Risikolebensversicherung (Neuanfrage)

von
Claudio

Hallo Forengemeinde,
möchte hier ein älteres Thema aus dem Jahre 2009 wieder aufgreifen.

Damals war die Frage:

Liebe Experten,
habe vor 2002 geheiratet, aber wir sind beide nach 1962 geboren (1964 und 1965), wir haben 3 schulpflichtige Kinder.
Wir haben eine Kapitallebensversicherung über rund 100.000,- €, die im Verbund - also für uns beide - abgeschlossen ist, sowie 2 Risikolebensversicherungen (100.000,- € und 50.000,- €), die im Todesfall meines Mannes fällig werden (Begünstigte bin ich).
Diese hohen Versicherungsbeträge dienen im Todesfall (bei Ausfall des Hauptverdieners) der Rückzahlung von Krediten für unser Eigenheim.
Sollte mein Mann nun versterben, würden die Einkünfte aus den Versicherungen dann bei meiner Witwenrente angerechnet werden? In dem Moment, wo ich das Haus/Grundstück abbezahlen würde, hätte ich dann ja kein Geld mehr (bin selbstständig, derzeit kein nennenswerter Gewinn).
Danke für die Antworten!!

Sowie die Antwort:
Experte/in Experten-Antwort
RE: Witwenrente (neues Recht) und Kapital-/Risikolebensversicherung
Hallo Nadja,

Sie brauchen nicht beunruhigt zu sein, denn: Auf eine Hinterbliebenenrente (auch nach neuem Recht) wird nur eigenes Einkommen angerechnet. Versicherungsleistungen, die auf Grund des Todes ausgezahlt werden, zählen nicht zum eigenen Einkommen.

Soweit so gut.
Ich (45) stehe vor dem selben Problem.
Die aktuelle Auskunft der Beratungsstelle konnte mir nicht sagen was im Sterbefall genau zur Anwendung kommt. Bzw.
welche Versicherungen angerechnet werden und welche nicht.

Zur Info. Wir verheiratet seit 15Jahren, 2 Kinder haben jeweils eine Kapitallebensversicherung
die im Todesfall an den Hinterbliebenen ausgezahlt wird.
Sowie eine gegenseite Versicherung für den selben Zweck des Ablebens.

Hat sich da die Gesetzgebung geändert?
Oder gibt es nur gewisse Freibeträge?

Danke für die zahlreichen Info.

Mfg

Claudio

von
GroKo

Zitiert von: Claudio

Hallo Forengemeinde,
möchte hier ein älteres Thema aus dem Jahre 2009 wieder aufgreifen.

Damals war die Frage:

Liebe Experten,
habe vor 2002 geheiratet, aber wir sind beide nach 1962 geboren (1964 und 1965), wir haben 3 schulpflichtige Kinder.
Wir haben eine Kapitallebensversicherung über rund 100.000,- €, die im Verbund - also für uns beide - abgeschlossen ist, sowie 2 Risikolebensversicherungen (100.000,- € und 50.000,- €), die im Todesfall meines Mannes fällig werden (Begünstigte bin ich).
Diese hohen Versicherungsbeträge dienen im Todesfall (bei Ausfall des Hauptverdieners) der Rückzahlung von Krediten für unser Eigenheim.
Sollte mein Mann nun versterben, würden die Einkünfte aus den Versicherungen dann bei meiner Witwenrente angerechnet werden? In dem Moment, wo ich das Haus/Grundstück abbezahlen würde, hätte ich dann ja kein Geld mehr (bin selbstständig, derzeit kein nennenswerter Gewinn).
Danke für die Antworten!!

Sowie die Antwort:
Experte/in Experten-Antwort
RE: Witwenrente (neues Recht) und Kapital-/Risikolebensversicherung
Hallo Nadja,

Sie brauchen nicht beunruhigt zu sein, denn: Auf eine Hinterbliebenenrente (auch nach neuem Recht) wird nur eigenes Einkommen angerechnet. Versicherungsleistungen, die auf Grund des Todes ausgezahlt werden, zählen nicht zum eigenen Einkommen.

Soweit so gut.
Ich (45) stehe vor dem selben Problem.
Die aktuelle Auskunft der Beratungsstelle konnte mir nicht sagen was im Sterbefall genau zur Anwendung kommt. Bzw.
welche Versicherungen angerechnet werden und welche nicht.

Zur Info. Wir verheiratet seit 15Jahren, 2 Kinder haben jeweils eine Kapitallebensversicherung
die im Todesfall an den Hinterbliebenen ausgezahlt wird.
Sowie eine gegenseite Versicherung für den selben Zweck des Ablebens.

Hat sich da die Gesetzgebung geändert?
Oder gibt es nur gewisse Freibeträge?

Danke für die zahlreichen Info.

Mfg

Claudio


Da muß sich Ihr Mann aber grosse Sorgen machen.

Experten-Antwort

Die Vorschrift des § 18a SGB IV regelt nach § 97 SGB VI, welche Einkommen auf Renten wegen Todes anzurechnen sind (neue Recht).

Keine Berücksichtigung erfahren hierbei sog. Risikolebensversicherungen, da sie auf einem abgeleiteten Anspruch beruhen (Fälligkeit tritt ein durch den Tod des Versicherungs-nehmers).

von
Claudio

Danke für die Auskunft.

Mfg

Claudio

von
Volker

Gut zu hören, wäre ansonsten ja ein Unding.

http://risikolebensversicherungen-test.de/risikolebensversicherung/

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