Wo arbeitslos melden?

von
K. Reisenauer

Zur Aufnahme einer Arbeit bzw. Beschäftigungsverhältnisses bin ich von den neuen Bundesländern (Magdeburg) in die alten Bundesländer (München) gezogen. Meinen Erstwohnsitz habe ich in Magdeburg belassen. Ich habe eine Zweitwohnung in München angemietet und bin aber leider zum Ende der Probezeit von meinem Münchener Arbeitgeber gekündigt worden. Ich überlege mir nunmehr, wo ich mich jetzt arbeitslos melden soll: in München (wo ich ja meine Zweitwohnung habe) oder in Magdeburg?

Was wäre im Hinblick auf die spätere Rente günstiger?

Eine neue Arbeit habe ich noch nicht in Aussicht.

von
Jonny

Günstiger wäre der Bezug von Arbeitslosengeld nach dem Rechtskreis für Magdeburg. Das kann man sich aber nicht aussuchen. Die Beiträge der BA werden nach dem Rechtskreis West verbucht.

von
W*lfgang

Zitiert von: K. Reisenauer
Ich überlege mir nunmehr, wo ich mich jetzt arbeitslos melden soll
K. Reisenauer,

Im Hinblick auf die Rente geht es um Peanuts, ob Ost- oder West-ALG für diesen kurzen Maximalzeitraum des ALG-Bezugs.

Zuständigkeit:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__9.html

Näheres müssen Sie mit der AfA klären.

Gruß
w.
PS: Können Sie denn die Zweitwohnung in München ohne Einkommen auf Dauer halten? ;-)

von
GroKo

Zitiert von: K. Reisenauer

Zur Aufnahme einer Arbeit bzw. Beschäftigungsverhältnisses bin ich von den neuen Bundesländern (Magdeburg) in die alten Bundesländer (München) gezogen. Meinen Erstwohnsitz habe ich in Magdeburg belassen. Ich habe eine Zweitwohnung in München angemietet und bin aber leider zum Ende der Probezeit von meinem Münchener Arbeitgeber gekündigt worden. Ich überlege mir nunmehr, wo ich mich jetzt arbeitslos melden soll: in München (wo ich ja meine Zweitwohnung habe) oder in Magdeburg?
Am beste in besten Städten dann gibt es 2 xGeld.

Was wäre im Hinblick auf die spätere Rente günstiger?

Eine neue Arbeit habe ich noch nicht in Aussicht.

von
KSC

Zunächst ist ja mal wichtig wo Sie arbeiten wollen? Im Raum München oder im Raum Magdeburg.
Oder wo ganz anderes?

Die Verfahrensfragen klären Sie mit dem Arbeitsamt, vielleich können Sie sich ja in mehreren Orten melden (ALG kriegen Sie natürlich nicht doppelt) wenn Sie regional ungebunden sind.

Und wie sich das alles bei der späteren Rente auswirkt, ist doch relativ sekundär (siehe @ W*lfgang).

Es wird doch keiner der in Magdeburg wohnt in München (oder sonst wo) Miete für eine Zweitwohnung zahlen nur damit viele Jahre später die Rente vielleicht ein paar Cent höher wird, weil 1-2 Monate Arbeitslosigkeit im Osten vielleicht nen besseren Wert bekommen (oder umgekehrt).

Experten-Antwort

Hallo K. Reisenauer,

für versicherungspflichtige Bezieher von Krankengeld, Verletztengeld, Versorgungskrankengeld, Übergangsgeld, Arbeitslosengeld oder Pflegeunterstützungsgeld nach § 3 Satz 1 Nr. 3 SGB VI werden Beiträge auf der Grundlage der beitragspflichtigen Einnahmen nach § 166 Abs. 1 Nr. 2 bis 2c, 2e und 2f SGB VI unter Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze erhoben.
Dabei handelt es sich regelmäßig dann um eine Zeit im Beitrittsgebiet (mit der Folge der Ermittlung von Entgeltpunkten-Ost und Hochwertung der Entgelte über die Anlage 10), wenn das der Berechnung der Entgeltersatzleistung zugrunde liegende Arbeitsentgelt/Arbeitseinkommen im Beitrittsgebiet erzielt wurde - andernfalls handelt es sich um eine Zeit im Bundesgebiet (mit der Folge der Ermittlung von Entgeltpunkten-„West“ ohne Hochwertung der Entgelte). Für den Fall, dass der Leistung dem SGB III sowohl Arbeitsentgelte oder Arbeitseinkommen im Beitrittsgebiet als auch in den alten Bundesländern zugrunde (sogenannte Mischberechnung), ist darauf abzustellen, in welchem Rechtskreis der der Leistung zugrunde liegende Bemessungszeitraum überwiegend zurückgelegt wurde.

Der Wohnort des Versicherten beziehungsweise sein ständiger Aufenthalt oder der Sitz des Leistungsträgers sind im Übrigen nicht maßgeblich. Insoweit kommt es für die spätere Rentenberechnung auch nicht darauf an, wo Sie sich arbeitslos melden.