Wo sind meine Daten

von
Brigitte Ingisch

Hallo, ich habe von 1965 - 1972 gearbeitet. Habe 3 Kinder. Ich wollt jetzt mein Rentenkonto klären.Laut Berater vor Ort, gibt es keine Unterlagen bei der LVA. Ich habe auch nie einen Bescheid bekommen. Kann mann sich einfach in Luft auflösen, wenn mann lange nicht gearbeitet hat? Wo kann ich mich hinwenden? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

von
Feli

Die von Ihnen gezahlten Beiträge sind auf einer oder mehreren Versicherungskarten (Pappe, A5, grünlich) eingetragen. Wenn Sie diese 1973, als die Daten nur noch maschinell gemeldet wurden, nicht bei der Rentenversicherung oder Ihrer Krankenkasse zur Aufrechnung abgegeben haben, sollten Sie die Karten noch zu Hause haben.
Wenn Sie nichts mehr finden, können Sie bei Ihrer damaligen Krankenkasse nachfragen bzw. durch andere Nachweise (Arbeitsvertrag, Lehrvertrag, Gehaltsabrechnungen, Zeugnisse...) diese Beiträge geltend machen.

von
Gigi

Hallo,
in Ergänzung bzw. auch Abweichung von @Feli:
Die Karten können auch bräunlich sein. Nur in der Angestelltenversicherung waren diese Karten grün.
Normalerweis kann auch nur eine Original-Versicherungskarte zuhause sein.
Wurden die Versicherungskarten umgetauscht wanderten sie in ein Archiv der Rentenversicherung. Als "Kopie" bekam man dann eine sog. "Aufrechnungsbescheinigung"
Auf dieser Bescheinigung ist -wenn nicht Angestellte- vermerkt (ganz oben) "Ursprungsanstalt". Das ist der Name des Versicherungsträgers bei dem die Unterlagen archiviert sind.
Die Unterlagen sind sicher vorhanden, man muss nur wissen wo. Aber ein Berater vor Ort sollte es wissen.
Gigi

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Brigitte Ingisch,

zu den von Feli und Gigi gemachten Ausführungen möchten wir ebenfalls noch ergänzen, dass es bei den Versicherungsanstalten ein Versicherungskartenarchiv gibt. Insbesondere wenn Sie damals an einem ganz anderen Ort gewohnt und gearbeitet haben, dann befinden sich Ihre Versicherungskarten ggfs. auch bei einem anderen Regionalträger („LVA“). Bitte stellen Sie Möglichst mit Formblatt V100 einen Kontenklärungsantrag bei Ihrem Rentenversicherungsträger, geben bei der Frage nach Beschäftigungszeiten den Arbeitgeber und Ihre damalige Krankenkasse an. Falls möglich, legen Sie eventuell von der Krankenkasse besorgte Kopien der Mitglieds- und Leistungskarten sowie der Krankenblätter bei. Sollten Sie darüber hinaus noch weiter Unterlagen, wie Arbeitszeugnisse etc. haben, fügen Sie diese bitte ebenfalls bei. Wir empfehlen Ihnen einen Antrag bei einer unserer Beratungsstellen, die Sie unter dem nebenstehenden Link ermitteln können, zu stellen. Dort können ggfs. auch Kopien Ihrer original Unterlagen gefertigt und bestätigt werden.

von
Agnes

Hallo,

noch ein guter Rat:
1. schauen Sie als erstes mal zuhause nach ob sich in Ihren Unterlagen die"Aufrechnungsbescheinigungen" und ggf. eine Versicherungskarte befinden (das Ihnen Unterlagen abhanden gekommen sind ging aus Ihrem Beitrag ja nicht hervor).
2. Wenn Sie tatsächlich keine Unterlagen haben (bei solch langer Zeitdauer eher ungewöhnlich) nehmen Sie den Kontakt mit der A+B-Stelle auf. Von dort aus kann man zunächst einmal im Archiv des entsprechenden Versicherungsträgers nachfragen, welche Unterlagen vorlegen.
3. Wenn tatsächlich nichts auffindbar sein sollte müssen Sie den vom Experten beschriebenen Weg gehen.
Das ist auch für Sie viel Arbeit und Unterlagen aus Zeiten von über 30 - 40 Jahren hat keine Krankenkasse.

Mein Rat also: in dieser Reihenfolge vorgehen.
Sie ärgern sich grün und blau wenn Sie sich viel Mühe gegeben haben und am Ende wird gesagt. "April, April, alle Unterlagen liegen doch im Archiv".
Viel Glück