Wohn-Riester

von
Jimmy

Habe meine unabhängigen Finanzberater vor ein paar Wochen sagen hören, dass er Wohn-Riester-Verträge nicht empfehlen kann und es bessere Möglichkeiten gäbe.
Da ich mich damals weder mit Wohneigentum, noch mit den Wohn-Riester-Verträgen beschäftigt habe, stelle ich meine Fragen ins Forum:

1.Kann man das Grundprinzip des Wohn-Riesters in ein paar Sätzen erklären?
2.Wo liegen die Vor- und Nachteile im Vergleich zum Bausparvertrag (und im Vergleich zu etwaigen anderen Möglichkeiten)?
3.In diesem Zusammenhang habe ich etwas von schädlicher Verwendung gelesen. Was ist damit gemeint? Muss ich die Immobilie für einen gewissen Zeitraum selbst bewohnen (was u.U. ungünstig sein kann, da ich in diesen Zeiten nicht mit 100%er Sicherheit nicht absehen kann, ob ich nicht beruflich bedingt mich mit ganz anderen Regionen befassen muss, da Versetzungen und Umorganisationen nie ausgeschlossen werden können). Was nutzt die schönste Förderung per Zulagen, wenn ich dann die Zulagen zurück zahlen müsste, da ich sie nicht mehr selbst bewohnen kann (ich denke nicht, dass ich dann die Wohnung vermieten kann, ohne die Zulagen zu erstatten).

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Jimmy,
da Sie sich bisher nicht mit der Frage des Erwerbs von Wohneigentum beschäftigten, hat Ihr Finanzberater Recht, dass in Ihrer Situation ein Wohn-Riester-Vertrag (z. B. in Form eines solch speziellen Bausparvertrages) nicht die optimale Lösung für den Aufbau einer Altersversorgung ist.
Auch hier gilt: eine allgemeine Empfehlung, ob ein Produkt gut oder weniger gut ist, gibt es nicht. Es kommt immer auf den individuellen Einzelfall an.
Ein Wohn-Riester-Vertrag ist dann sinnvoll, wenn
- Sie sich eine selbstgenutzte Wohnimmobilie zulegen und
- für die Finanzierung die Riesterzulagen mit nutzen wollen.
Nach unabhängigen Berechnungen (z. B. Zeitschrift Finanztest) kann man über dieses Modell erheblich Kosten einsparen, da die Tilgung früher abgeschlossen ist und daher weniger Zinsen zu zahlen sind.
Voraussetzung für die Wahl eines solchen Modells ist, dass diese so mitfinanzierte Immobilie (Achtung: Anschaffung bzw. Errichtung erfolgt nach dem 31.12.2007!) selbst genutzt wird. Die schädliche Verwendung liegt bei einer Veräußerung u. a. dann nicht vor, wenn für den Verkaufserlös eine andere selbstgenutzte Immobilie erworben wird.
Die gesetzlichen Regelungen finden sich im Eigenheimrentengesetz vom 29.07.2008 (BGBl. I S. 1539) bzw. in den §§ 92a ff. EStG.
Wichtig zu wissen ist, dass bezüglich der gewährten Förderung ein so genanntes Wohnförderkonto gebildet wird, dessen (fiktiver Wert) im Rentenalter zu versteuern ist. Trotzdem ergibt sich insgesamt für den Sparer, der damit seine Immobilie mitfinanziert, ein positives Ergebnis, d. h. die Einsparungen wegen der o. g. geringeren Zinslast und der steuerlichen Entlastung in der Sparphase sind höher als die steuerliche Belastung in der Rentenphase.

von
admin

Schau mal unter www.ruerupvergleich.net/wohnriester-rente.html, dort wird die Wohnriester sehr gut erklärt.