Wohnriester

von
Häuslebauer

Hallo,
mit dem Wohnriester kann man ja Beiträge bis 50.000 Euro entnehmen. Welche zählen denn dazu? Bei mir steht in der Info 23500,- Euro eigene Beiträge und 23,600 Euro Beiträge Arbeitgeber sowie 5000,- Euro von anderen stellen. Kann ich die vollen 50.000 erhalten oder nur die 23500,-Euro ???
Danke

von
KSC

kann es sein, dass Sie Ihre Zahlen aus der jährlichen Renteninformation herauslesen? Denn dort gibt es die von Ihnen gemachten Daten.

Wenn das der Fall ist, hätten Sie einiges missverstanden, denn darin geht es um die eingezahlten Rentenbeiträge, und das hat mit Riester gar nichts zu tun!

Aus einem Riestervertrag kann man maximal das herausnehmen, was man in einen derartigen Vertrag eingezahlt hat - und welches Geld im Riestervertrag eingezahlt ist, erfahren Sie vom Anbieter und nicht von der Rentenversicherung....
Fragen Sie im Zweifel die Institution, bei der Sie einen Riestervertrag laufen haben nach dem Stand der eingezahlten Beiträge.

von
Amadé

...ist ein grottenschlechter Vertragspartner.

Das allerbeste, was Sie sich und Ihrer Familie/ Ihren Erben antun können ist, die Finger von dieser Art der Vorsorge/ Finanzierung zu lassen!

http://www.urbs.de/aktuell/change.htm?beruf62.htm

von
Riester-Fan

Lassen Sie sich von "Amadé" nicht verunsichern! Die Riester-Verträge sind weit besser als ihr Ruf, auch wenn es (scheinbar(!)) lukrativere Produkte gibt!

Es ist ganz schön unverschämt, alle "Riesterer" als zu dämlich darzustellen!

Ich möchte wetten, dass die "Riester-Fan-Gemeinde" erheblich mehr Anhänger hat, als der ständig weltuntergangsstimmungverbreitender Amadé!

von
Die "Geschenke " des Staates

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/immobilien/:Immobilien%20Wohn%20Riester%20Alter/327423.html

Lesen Sie die Fakten! Hier geht es nicht um das Ablegen eines Glaubensbekenntnisses.

von
Fakten, Fakten, Fakten

Lassen wir ein paar Fakten sprechen und überlegen Sie beim lesen bestimmter Internet- oder Presseartikel wer und warum dieser Artikel geschrieben wurde. Nur so viel, die Versicherungs- und die Investmentbranche hat mittlerweile rd. 10 Mio. Riesterverträge in den Büchern. Diese Verträge können nur bedingt zum Wohnungsbau genutzt werden und damit sind sie bei Einführung des Wohnriesters gefährdet - ein Wechsel von einem in ein anderes Riesterprodukt ist jederzeit möglich. Hier machen die Vertreter der Branche einen guten Job! Auch wenn der neue Wohnriester mit der nachgelagerten Besteuerung über ein sogenanntes Wohnförderkonto erklärungsbedürftig ist, wird es ein sehr attraktive Alternative zu anderen Riesterprodukten. Ein Beispiel: Eine Familie (2 Kinder) schließt heute einen Bausparvertrag ab, mit dem Ziel Eigenkapital anzusparen und in 8 bis 10 Jahren zu bauen. Diese Familie kann jährlich rd. 793 € (Bsp. 2x154 € + 300 € (Kind 1) + 185 € (Kind 2) an Förderung bekommen, Ihr Eigenanteil beträgt bei 40000 € Einkommen 807 €. Heißt, für jeden eigenen gesparten Euro gibt es einen vom Staat dazu. Später bei der Finanzierung der Immobilie läuft die Förderung im Rahmen der Tilgung des Bauspardarlehens genauso weiter ... bis zu 25 Jahre kann somit eine Förderung bezogen werden. Nun zum Wohnförderkonto! In den Jahren wird sich ein Kontostand (je nach Einzahlungsverlauf) von bspw. 60.000 € aufbauen ... genau dieser ist zu versteuern. Entweder über bis zu 25 Jahren oder in einer Summe mit einem Rabatt von 30 %. Die Familie versteuert in einer Summe. 60.000 € abzügl. 30 % = 42.000 € ... darauf 30 % Steuer (geschätzt) = 12.600 €!!! Hört sich viel an? Ok, dann folgende Überlegung! Die Familie bekommt jährlich 793 € an Förderung, sprich 66 € monatlich ... 20 € legt sie davon in einer Lebensversicherung an ... ergibt nach 30 Jahren ca. 14.000 €. Davon kann die Familie ihr Wohnförderkonto begleichen und hat trotzdem über 25 Jahre 46 € von Staat Monat für Monat zusätzlich bekommen. 46 € geschenkt! Dieses Beispiel habe ich anhand der mir heute vorliegenden Informationen.

von
Immobilie gut fürs Alter?

Ich will in meinem Beitrag ein Schritt weiter zurück gehen und fragen, ob sich eine Immo überhaupt als Altersvorsorge lohnt?

Ich habe meine Zweifel: Oft werden die Unterhaltskosten sowie der Modernisierungsbedarf einer Immo im Alter unterschätzt. Gerade in Zeiten stetig strengeren Klima- und damit Energiesparvorhaben wird uns in Zukunft so manche neue Schicht Wärmdämmung vorgeschrieben. Diese Kosten tragen Mieter zwar auch, der auf sie zurückfallende Anteil an einer Modernisierung ist aufgrund gesetzl. Restriktionen geringer.

Punkt 2: Quer durch allle gesellschaftl. Schichten steigt die Anforderung an Mobilität. Ein Haus ist da ein Klotz am Bein. In nur wenigen Ballungsgebieten Deutschlands wird sich der Preis halten können - wer verkauft, macht Verlust. Sonst drohen aufgrund des Bevölkerungsschwunds (http://www.ihre-vorsorge.de/Geburtenrate-2007.html) massive Preiseinbrüche, weil der Nachfrageschwund die Preise purzeln lässt.

Weitere Minuspunkte unter: www.ihre-vorsorge.de/Riester-Rente-Wohn-Riester-Taugen-Immobilien-zur-Altersvorsorge.htm

Es gibt aber zwei ganz harte Gründe FÜR Immos als Altersvorsorge: Die Eigenheimzulage ist tot, die Bauwirtschaft braucht eine staatl. Ersatzleistung, damit gebaut wird (so steht es im Koalitionsvertrag!) und zweitens: Die Immo ist der größte Wunsch aller Mitdreißiger und dieser Traum ist nicht tot zu kriegen. Und wenn man es nicht schafft, die Leute zu überzeigen, dann sollte man ihnen wenigstens helfen - auch wenn es in vielen Fällen individuell und gesamtgesellschaftlich nicht von Vorteil ist.

Und noch ein Link für alle, die Wohnriester in Betracht ziehen und kurz vor dem Immokauf stehen:

http://www.vz-bawue.de (Pressemeldung 9.4.)

von
Riester-Fan

Haben Sie sich endlich genug ausgetobt, geschätzter "Amadé"?

von
Schiko.,

Kann mich ihren bemerkungen
nur hundert prozentig an-
schliessen.

Aber auch mit solchen schwarzmalern müssen wir
in deutschland leben.

MfG.

von
Happy

ich glaube auch wie KSC, dass
Sie da die Renteninformation vor Augen haben!

Bitte überlegen Sie nochmal, ob Sie einen "echten" Riestervertrag abgeschlossen haben. Meiner Meinung nach können da auch noch gar keine 50.000 Euronen erspart worden sein?

MfG
Happy

p.s. Lieber Amadé, warum scharmützeln Sie ständig an Riester herum?
Das nervt! Weiterhin sollte jeder/jede für sich selbst entscheiden, ob Riester oder etwas anderes. Für Sie mag Riester ja ein "Reinfall" sein, aber das könnten Sie ja auch anders rüberbringen oder?

Meinungsfreiheit hin oder her, aber Sie "zwingen" den Usern hier ja förmlich und in schlechtester Weise Ihre Meinung auf! Oder sind Sie der Mann, der über's Wasser gehen kann???
Lassen Sie das bitte!

Happy (die auch ein Riesterfan ist!)

von Experte/in Experten-Antwort

Wie auch "KSC" und "Happy" gehen wir davon aus, dass Ihre aktuelle Renteninformation Ausgangspunkt für Ihre Anfrage gewesen ist. Zum "Wohnriester" geben unsere Renteninformationen keine Auskunft.

Vielmehr müssen Sie sich an Ihren privaten Anbieter Ihrer Riesterrente wenden. Sofern Sie weitere Fragen zu Ihrer gesetzlichen Rente haben, empfehlen wir Ihnen bei der nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle einen Termin zu vereinbaren, damit Sie individuell beraten werden können. Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln.

Gestatten Sie noch ein paar allgemeine Anmerkungen:

Die Höhe der zu erwartenden Riester-Rente kann Ihnen nur der Anbieter eines Riesterrentenvertrages mitteilen. Infrage kommende Produktvarianten können Sie auf dieser Internetseite recherchieren.

Die "Riester-Rente" ist eine von vielen Möglichkeiten Vorsorge fürs Alter zu betreiben. Wichtig ist, dass sich der Verbraucher eingehend über die am Markt vorhandenen Produkte informieren sollte. Dazu kann er die Informationsangebote wie sie beispielsweise von der Deutschen Rentenversicherung und den Verbraucherzentralen angeboten werden nutzen. Wer `s umfangreicher mag, kann auch an einem der bundesweit angebotenen Kurse "Altersvorsorge macht Schule" an den Volkshochschulen gegen geringe Teilnahmegebühr teilnehmen.

Die "Riester-Rente" wird staatlich gefördert. Und das nicht unattraktiv. Die Stiftung Warentest hat wiederholt Riesterprodukte positiv getestet.

Förderleistungen werden nur unter Einhalten bestimmter Regeln gewährt. Der Staat fördert die zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge (Riester) durch Zulagen und Steuererleichterungen. Zu diesem Zweck hat er den sogenannten zusätzlichen Sonderausgabenabzug nach § 10a Einkommenssteuergesetz eingeführt, der in der Folge das zu versteuernde Einkommen in der Jahressteuererklärung mindert. Die Steuerersparnis kommt allerdings nur dann zum Zuge, wenn die Zulagenförderung geringer ausfällt als die zu gewährende Steuerminderung. In einer sogenannten Günstigerprüfung nimmt das Finanzamt in jedem Fall eine entsprechende Berechnung vor, die aus dem Steuerbescheid ersichtlich wird.

Die pauschale Aussage eine Riester-Rente lohnt sich nicht ist nicht zutreffend. Wir sind davon überzeugt, dass die "Riester-Rente" für große Teile der gesetzlich Rentenversicherten eine attraktive Möglichkeit darstellt zusätzlich Altersvorsorge zu betreiben.