Worstcase: Gutachtertermin.bei bekanntem Arzt

von
Kranke

Ich erhielt ein Schreiben der DRV, in dem sie mir einen Gutachtertermin mitteilten Sowweit so gut.

Nur dieser Termin ist bei einem niedergelassenen Neurologen, bei dem ich zu Beginn meiner Krankheit ca 2 Jahre in Behandlung war.Allerdings habe ich die Praxis gewechselt, weil der Arzt seine Praxisorganisation nicht im Griff hatte . Bis zu 2 Stunden mußte ich oft ausharren. Zweitens erschien er mir auch nicht sonderlich kompetent auf jeden Fall für mein Krankheitsild. Damals gab er offen zu, dass er meinen Fall mit Kollegen bespricht und hat so auch die Medimenkation vorgeschlagen. Ich erinner mich noch an heftige Diskussionen, da das Medikament, dass er mir verschrieb sehr teuer war, warf ich ihm vor, dass er von der Pharma gesponsert werde.

Dies ist jetzt schon 7 Jahre her und vielleicht würde er mich auch gar nicht mehr erkennen.
Aber trotzdem ein ungutes Gefühl bleibt. Vor allem auch was die Kompetenz angeht. Schon damals gab er offen zu, dass er wenig Patienten mit meinem Krankheitsbild hat. Das konnte ich auch immer im Wartezimmer feststellen. Viele psychische Schwerstfälle, die im Wartezimmer vor sich hingestöhnt und gesprochen haben und viele Alte, höchstwahrscheinlich Schlaganfälle.

Ich dachte immer Gutachter wären neutrale Ärzte, die bei der DRV angestellt sind. Wie kann es sein, dass mich nun ein Kassenarzt begutachtet?????

Was soll ich jetzt machen. Bringt es was, bei der DRV anzurufen und einen neuen Gutachter zu fordern?

von
Matze72

Diejenigen, die beim Medizinischen Dienst die externen Gutachter auswählen, wissen natürlich nicht zwangsläufig, bei welchen Ärzten Sie bisher in Ihrem Leben behandelt wurden.
Sie haben es auch schon richtig erkannt, dass ein Gutachter neutral sein muss.
Insofern bringt sehr viel, wenn Sie die Nummer aus dem Schreiben der DRV anwählen, die Ihnen den Gutachter mitgeteilt hat, und sagen, dass sie dort einst in Behandlung waren und daher einen neuen (objektiven) Gutachter zugeteilt werden möchten.

Ganz unkompliziert.

von
von von von von von von von von

" Ich dachte immer Gutachter wären neutrale Ärzte, die bei der DRV angestellt sind. Wie kann es sein, dass mich nun ein Kassenarzt begutachtet????? "

tja, da denken sie falsch. natürlich gibt es auch Ärzte bei der drv, es kommt aber schon vor das z.b. Orthopäden einen depressiven beurteilen.

es steht ihnen aber auch zu, bei der drv anzurufen und um einen anderen Arzt zu bitten, dürfte kein Problem sein, allerdings geht dann wieder ne menge zeit " flöten ".

Oft werden die Antragsteller von den Behörden zu einem, laut Gesetz, unabhängigen Gutachter der nicht der jeweils behandelnder Arzt sein darf, geschickt. Die Gutachter werden von der jeweiligen Behörde bezahlt. Bei einem Gutachtenstermin kann der zu Untersuchende viel falsch machen und ist dort meist allein. Der Gutac hter darf eine Begleitperson allerdings nicht ohne wichtigen Grund ablehnen. Dies ist im Urteil vom 23.02.2006 des Landessozialgerichtes Rheinland-Pfalz mit dem Aktenzeichen L 4 B 33/06 SB dargelegt. Zu finden ist dieses Urteil auf der Webseite „www.sozialgerichtsbarkeit.de “, auch im Rentenbüro liegt das Urteil vor und kann gegen Kostenersatz verschickt werden.

Der Gutachter muss sich seine eigene unabhängige Meinung bilden, dies wird vom Gesetzgeber so verlangt. Bei der Meinungsbildung müssen Sie den Gutachter (schon aus eigenem Interesse) nach allen Kräften unterstützen.....................

möchten sie weiterlesen ? hier der link :
http://www.rentenburo.de/html/cont_100_01.html#2

gruss

von
Frau Müllerschön

Vor einigen Jahren stand auf meiner Einladung zum Gutachter,dass dieser mich vorher nicht behandelt haben darf.
Ich denke,daran hat sich nichs geändert.t

von
KSC

Fertigen Sie ein kurzes sachliches Schreiben an, dass Sie nicht zu diesem Arzt wollen, weil Sie sein Patient waren.......und der Käse sollte gegessen sein.

Nicht mehr, nicht weniger und schon gar keine Vorwürfe - dass der vor 7 Jahren in Ihren Augen seine Praxis hätte besser organisieren können, tut sicher nichts zu Sache. :)