zählt d.Rente steuerlich als Progressionsvorbehalt?

von
Renate

Wenn beim Splitting 1 Arbeitnehmer u.der andere Rentner ist, zählt dann die Rente als Einkommen m.Progressionsvorbehalt?

von
Knut Rassmussen

Nein.

Experten-Antwort

Hallo Renate,

sorry, aber im Rahmen dieses Forums zur Rentenversicherung und Alterssicherung können und dürfen wir leider keine Fragen zum Steuerrecht beantworten. Mir bleibt daher nur, Sie an Ihr Finanzamt, einen Steuerberater, einen Lohnsteuerhilfeverein oder ein steuerrechtliches Forum zu verweisen.

von
Schiko.

Rente ist kein Ersatzeinkommen, sondern Renteneinkommen.
Der steuerpflichtige Teil einer Rente, unterschiedlich für die gesetzliche
oder private Rente erhöht das zu versteuernde Arbeitseinkommen end-
sprechend.
Bei der gesetzlichen ist für Rentenbeginn in 2009 der lebenslang geltende
steuerfreie Betrag 42 %.
Der steuerpflichtige Teil von 58% ermäßigt sich noch um bestimmte Ab-
zugsbeträge, im wesentlichen um 10,15% für Kranken/Pflegeversicherung
aus der Bruttorente.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Renate

Danke an Schicko und Knut. Also bin ich mit Rente besser dran als mit Lohnersatzleistungen?

von
obamania

Kommt drauf an (auf den Steuersatz vor und nach Anwendung des Progressionsvorbehaltes,
die Höhe Ihrer Gsamteinkommen,
der Art Ihrer Einkünfte,
(Halbeinkünfteverfahren),
Dauer der einzelnen Steuerlich wirksamen Einkünfte im Bemessungszeitraum usw.!

Meinem steuerlichen Gefühl nach ist die Rente eher günstiger, genaueres kann Ihnen ein Steuerberater sagen.

von
Schiko.

Dies reizt mich zu einem Musterbeispiel, obwohl ja nur Theorie. Wie" Obama"
schon bemerkte, auf die Proportionen kommt es an.
Gehe mal von 30.000 zu versteuernden (nicht Brutto) Arbeitseinkommen
und einer Jahresrente 20.000, beginnend in 2009 aus:

30.000 zu versteuerndes Steuer. Splittingtabelle 3.084
11.600 58 % der Rente
41.600 zu versteuerndes dto. 6.138 oder

30.000zu versteuerndes und 3.084 10,280%
20.000Bruttorente (Progression)
50.000 zu versteuern dto. 8.542 17,084 %.

30.000 zu versteuerndes mit 17,084 % 5.125 Steuer.

Die steuerliche Variante ist also um (6138-5125) 1.013 schlechter.

Habe mir erspart die Abzugsbeträge für Rente zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Hannes

Eine klare Frage von Renate; eine klare Antwort von Knut -
alle anderen Erläuterungen sind dem Grunde nach unerlaubte Steuerberatung und sollten vermieden werden, wenn die Finanzverwaltung hier nicht einschreiten sollte.
Bitte auch in diesem Forum beachten.

Interessante Themen

Rente 

Abgaben und Steuern auf Renten: Wie viel Netto bleibt vom Brutto?

Gesetzliche Rente, Riester- oder Betriebsrente – auch bei Altersbezügen gilt: brutto ist nicht gleich netto. Die Abzüge fallen aber auch 2023 für...

Altersvorsorge 

Wie Anleger Steuern sparen können

Banken verschicken in diesen Wochen ihre Jahressteuerbescheinigungen. Was Anleger jetzt wissen müssen.

Gesundheit 

Neues Notvertretungsrecht für Ehepartner

Ehepartner haben seit Anfang 2023 ein gegenseitiges Notvertretungsrecht. Was das bedeutet und warum eine Vorsorgevollmacht dennoch sinnvoll ist.

Rente 

Was für Rentner 2023 wichtig ist

Mehr Rente, Hinzuverdienst, Wohngeld, Steuer: Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen für Rentnerinnen und Rentner.

Soziales 

So viel bekommen Sie 2023 netto mehr heraus

Fast alle Berufstätigen profitieren 2023 von Steuerentlastungen. Was in Euro und Cent zusätzlich herausspringt.