zeiten

von
mia

hallo,
hab bei ihnen schon gestern nachgefragt....evtl. habe ich mich falsch ausgedrückt.
also:
ich war von 1996 bis 2005 versicherungspflichtig beschäftigt.
dannach ein jahr arbeitslos mit leistungen.
seit 2006 bekomme ich keine leistungen mehr von arbeitsamt.
und habe mich auch hiermit abgemeldet vom arbeitsamt.
jetzt im april habe ich 3 wochen bei einer firma versicherungspflichtig ganztags gearbeitet mit rentenversicherung.
jetzt bin ich wieder ohne arbeit.....leistungen vom arbeitsamt bekomm ich natürlich nicht.
meine frage: hätte es sinn sich zwecks der rentenversicherung am arbeitsamt sofort arbeitslos ohne leistungen zu melden, damit wenigstens die zeiten jetzt der arbeitslosigkeit ohne leistungen zu den zeiten der rentenversicherung zählen...man braucht ja schließlich 35 jahre um mit 63 in rente gehen zu können und dazu würden ja dann diese zeiten der arbeitslosenmeldung zählen, da sie schnurlos zu einer versicherungspflichtigen beschäftigung führen (wenn sie auch nur 3 wochen angedauert hat)
vielen dank!

von
Vermittler

Wer keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I hat und auch kein Arbeitslosengeld II erhält, beispielsweise wegen vorhandener Ersparnisse, sollte sich dennoch bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden. Denn nur dann zählen Zeiten der Arbeitslosigkeit auch als Anrechnungszeit für die Rente.

Wichtig ist, dass Betroffene schnell bei der Arbeitsagentur vorsprechen. Zwischen dem letzten Arbeitstag und der Arbeitslosmeldung dürfen höchstens vier Wochen liegen. Nach Ablauf dieser Frist verfällt der Anspruch auf Anrechnung.

Achtung:

Wer sich lediglich "arbeitssuchend" statt arbeitslos meldet, bekommt keine Anrechnungszeiten gutgeschrieben.

Anrechnungszeiten bei Arbeitslosigkeit bringen zwar keine höhere Rente, schließen aber Lücken im Versicherungsverlauf und zählen für die Wartezeiten. Außerdem können sie den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente sichern: Eine Erwerbsminderungsrente gibt es nur für Versicherte, die in den vergangenen fünf Jahren mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge an die Rentenkasse abgeführt haben. Anrechnungszeiten verlängern diesen Zeitraum.

Wer beispielsweise nach 20 Jahren im Beruf vier Jahre lang arbeitslos war und dann ganz oder teilweise arbeitsunfähig wird, hätte ohne Anrechnungszeiten keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, weil er in den vergangenen fünf Jahren nur ein Jahr lang Pflichtbeiträge gezahlt hat. Bei rechtzeitiger Arbeitslosmeldung hingegen zählen die vier Jahre der Arbeitslosigkeit nicht zum Fünfjahreszeitraum, so dass die Bedingungen erfüllt sind.

Anrechnungszeiten zählen auch zur Vorversicherungszeit (Wartezeit) von mindestens 35 Jahren für langjährig Versicherte. Die Vorversicherungszeit ist zudem für Versicherte wichtig, die vor dem 1. Januar 1992 Beiträge auf Grundlage niedriger Einkommen gezahlt haben. Diese Beiträge werden nämlich von der Rentenversicherung um bis zu 50 Prozent aufgestockt - wenn inklusive der Anrechnungszeiten mindestens 35 Beitragsjahre zusammenkommen.

Arbeitslose, die vor 1952 geboren sind, können zudem noch die vorgezogene Altersrente wegen Arbeitslosigkeit in Anspruch nehmen. Dazu müssen sie von den letzten zehn Jahren vor Rentenbeginn mindestens acht Jahre lang Versicherungsbeiträge gezahlt haben. Wie bei der Erwerbsminderungsrente verlängert sich diese Frist durch Anrechnungszeiten.

Die einmalige Arbeitslosmeldung reicht allerdings nicht aus, um die Anrechnungszeiten zu bekommen. So müssen Arbeitslose auch ohne Anspruch auf Geldleistungen aktiv nach Arbeit suchen und verfügbar sein, wenn ihnen die Arbeitsagentur ein Jobangebot macht. Außerdem müssen sie die Meldung bei der Arbeitsagentur alle drei Monate erneuern.

von
Schade

Es wurde doch gestern bereits geantwortet, dass es sich um Anrechnungszeiten handeln kann.

Melden Sie sich doch einfach bei der Agentur, wenn Sie Arbeit suchen.....

Experten-Antwort

Wie bereits erwähnt, stellt die Arbeitslosigkeit im Anschluss an ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis eine Anrechnungszeit dar, die zur Wartezeit von 35 Jahren mitzählt.