Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung werden nicht anerkannt

von
N.B.a.L

Liebe Leser und Schreiber des Forums,

ich (Jahrgang 1958) bin seit meiner Ausbildung ab September 1975 ununterbrochen in Ausbildung oder gewerblicher Arbeit. Nach der Berufsausbildung habe ich ab 1979 eine Fachoberschule und danach eine Fachhochschule besucht. Diese Zeiten sind im Verlauf als Schul- bzw. Hochschulausbildung aufgeführt. Wenn ich aber die berücksichtigten Monate (472 Monate, Stand Februar 2020) zurückrechne komme ich nur auf etwa 40 Jahre. Daraus schliesse ich, dass die ca. 5 Jahre der Schul/Hochschulausbildung nicht als Zeiten berücksichtigt sind.
Ist das so korrekt von der Rentenversicherung oder kann man sich diese Zeiten auch noch anrechnen lassen um evtl. in den Genuß der Rente ohne Abzug für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Wartezeit) zu kommen?

Viele Grüße

von
Ältester

Zeiten der Schul-und Hochschulausbildung zählen nicht mit für die Wartezeit von 45 Jahren für die Altersrente für besonders langjährige Versicherte jedoch für die Zeit von 35 Jahren für die Altersrente für langjährige Versicherte ( Rente mit 63.)

von
Lesen bildet

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0051_75/gra_sgb006_p_0051.html#doc1576758bodyText7

von
W°lfgang

Zitiert von: N.B.a.L
(...)

Hallo N.B.a.L,

was IM Versicherungslauf steht, ist _anerkannt_!

Welche Zeiten dann bei welcher Rentenart (!) auch mitzuzählen sind, ergibt sich aus den im Detail dargestellten Rentenarten aus Ihrer Rentenauskunft, Abschnitte G H I bitte (erneut) nachlesen.

> Schul/Hochschulausbildung (= nur Anrechnungszeiten)

für die 35 Jahre anrechenbar, für die 45 Jahre nur 'ne Luftnummer.

Gruß
w.

von
Werner_Kiel

Das ist wie bei mir, ich vermute § 74 SGB VI
ich nutze lexsoft
http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/justizportal_nrw.cgi?xid=137491,75
Viel Glück
Werner_Kiel

Zitiert von: N.B.a.L
Liebe Leser und Schreiber des Forums,

ich (Jahrgang 1958) bin seit meiner Ausbildung ab September 1975 ununterbrochen in Ausbildung oder gewerblicher Arbeit. Nach der Berufsausbildung habe ich ab 1979 eine Fachoberschule und danach eine Fachhochschule besucht. Diese Zeiten sind im Verlauf als Schul- bzw. Hochschulausbildung aufgeführt. Wenn ich aber die berücksichtigten Monate (472 Monate, Stand Februar 2020) zurückrechne komme ich nur auf etwa 40 Jahre. Daraus schliesse ich, dass die ca. 5 Jahre der Schul/Hochschulausbildung nicht als Zeiten berücksichtigt sind.
Ist das so korrekt von der Rentenversicherung oder kann man sich diese Zeiten auch noch anrechnen lassen um evtl. in den Genuß der Rente ohne Abzug für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Wartezeit) zu kommen?

Viele Grüße

von
Meine Güte

@Werner Kiel macht einen auf schlau, versteht aber nicht mal Dinge im Grundsatz. Was hat § 74 SGB VI mit der Wartezeiterfüllung zu tun? Nichts! Einfach mal den Link aufrufen den @Lesen bildet angeführt hat und diesen lesen und v e r s t e h e n.

von
Markus

Hallo Experten,

ich möchte mich hier anhängen:

von 10/84 bis 08/85 besuche ich damals (geboren 11/68) die Berufsfachschule (für Metallberufe)

Die Schule bescheinigte damals, dass die Schule zur Anerkennung der Ausfallzeit für die DRV nach § 1259 RVO und § 36 AVG.
(diese Zeit ersetzt das erste Lehrjahr)

Diese Zeit wurde auch in den älteren Versicherungsverlaufen aufgeführt bzw. ab - mit dem Erreichen des 16 Lebensjahr 11/85.

Später stand im Versicherungsverlauf "Schulausbildung keine Anrechnung" und heute ist das Feld leer.

Dazu muss ich sagen, dass ich damals ab 09/85 bis 8/88
noch eine betriebliche Lehre angehängt hatte und für diese Zeit wurden natürlich Pflichtbeiträge gezahlt.

Ich hatte jetzt auch schon viele gelesenen und es wird viel so oder so geschrieben, dass man z. B. Beiträge ab dem 16-45 J. nachzahlen konnte usw.

Wer kann noch was dazu sagen?

Vielen Dank vorab!

Grüße

P. S. ich befinde mich in voller Erwerbsminderung Rente

§ 51 SGB VI: Anrechenbare bzw. nicht anrechenbare Zeiten:

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0051_75/gra_sgb006_p_0051.html#doc1576758bodyText7

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Azubis-Studierende-und-Berufseinsteiger/Schueler/schueler_node.html

https://www.rentenfuchs.info/nachzahlen-fuer-schulzeiten/

von
N.B.a.L

Zitiert von: Ältester
Zeiten der Schul-und Hochschulausbildung zählen nicht mit für die Wartezeit von 45 Jahren für die Altersrente für besonders langjährige Versicherte jedoch für die Zeit von 35 Jahren für die Altersrente für langjährige Versicherte ( Rente mit 63.)

Vielen Dank für die Antwort und die Hinweise auf den entsprechenden Paragraphen.

Viele Grüße

Experten-Antwort

Hallo Markus,

während der Zeit an der Berufsfachschule waren Sie nicht versicherungspflichtig zur Berufsausbildung beschäftigt. Diese Zeit wird der schulischen Ausbildung zugerechnet. Schulische Ausbildungszeiten können seit 1997 erst ab dem 17. Lebensjahr als so genannte Anrechnungszeit rentenrechtlich berücksichtigt werden. In einem früheren Feststellungsbescheid werden Sie ggf. eine Aussage zu dieser Rechtsänderung finden.

Die Nachzahlung von freiwilligen Beitragen für die schulischen Ausbildungszeiten vor dem vollendeten 17. Lebensjahr ist nur bis zum 45. Lebensjahr zulässig (§ 207 SGB VI).

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