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Zeitwertguthaben liegt bis zur Rente über der BBG

von
Max

Möchte ab dem 50 Lebensjahr zur Finanzierung meiner passiven Phase /Rente mit 65 Jahren auf einen Teil meiner Bruttobezüge oberhalb der jeweiligen BBG verzichten.

Mein Entgeltverzicht soll in der aktiven sowie in der inaktiven Zeit immer über der jeweiligen BBG liegen.

Nun hat mir mein Arbeitgeber erklärt, dass er nicht nur mein Wertguthaben = Bruttomonatsentgeltverzicht &#62; BBG , sondern auch die darauf entfallenden Gesamtsozialversicherungsbeiträge auch oberhalb der BBG in zurückstellen muss und nach Flexi II abzusichern sind.

Nun zu meiner Frage:

Warum muss mein Arbeitgeber in der Sozialversicherung während meiner Erwerbsbiographie auch oberhalb der BBG Rückstellungen bilden.

Oder ist diese Konstellation bei der Spitzenverbänden der SV-Träger noch nicht entschieden worden.

Für ein Feedback bedanke ich mich vorab.

Experten-Antwort

Bereits seit 1998 gibt es die Möglichkeit, im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses Arbeitszeit oder Arbeitsentgelt in einem so genannten Wertguthaben anzusparen und dieses zu einem späteren Zeitpunkt zur Finanzierung einer längerfristigen Freistellung von der Arbeit einzusetzen.

So können Wertguthaben zum Beispiel aufgebaut werden aus Teilen des laufenden Arbeitsentgelts, Mehrarbeitsvergütungen, Einmalzahlungen, freiwilligen zusätzlichen Leistungen des Arbeitgebers, Überstunden oder nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen.

Das Besondere an den so entstehenden Wertguthaben ist, dass in der Ansparphase zunächst keine Steuern und Sozialversicherungsabgaben fällig werden. Diese sind erst zum Zeitpunkt der Auszahlung zu entrichten, so dass während der Freistellung von der Arbeit weiterhin ein Sozialversicherungsschutz besteht.

Ihre Vorteile: Sie erhöhen durch die Beiträge zur Rentenversicherung Ihre Rente. Sie sind (ggf.) weiterhin krankenversichert und pflegeversichert. Beachten Sie jedoch bitte: Werden Sie in der Auszahlungsphase krank, zahlen wir das Wertguthaben weiter. Daher ruht Ihr Anspruch auf Krankengeld. Sie sorgen durch Ihre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für den Fall einer anschließenden Arbeitslosigkeit.