Zu krank für Arztbesuche

von
andreas w.

Ich beziehe seit 2010 eine unbefriste EM-Rente.Mittlerweile geht es mir schon so schlecht,dass ich immer abwägen muss,ob ich mit den letzten Energiereserven zum Arzt gehe,oder mich schonen soll.

Oft lese ich hier im Forum den Satz:"wenn man nicht regelmäßig zum Arzt geht,kann es einem ja nicht so schlecht gehen."

Bei einer Überprüfung 2013 musste ich im Fragebogen beantworten,wie oft ich in den letzten 12 monaten beim Arzt war.

Weshalb gibt es keine Fragebögen für Schwerkranke?Kann sich jemand vorstellen wie das ist,wenn man im Fragebogen ankreuzen muss ob man arbeitet oder nicht,aber man nicht mal das haus verlassen kann?

von
Alfons

Ihr Anliegen ist etwas seltsam!

Zum Arzt geht man gewöhnlich nur dann, wenn man ärztliche Hilfe benötigt.

Notfalls läßt man sich hinfahren oder wenn es ganz schlimm ist, sogar per Notarztwagen ins Krankenhaus einliefern.

Wer gesund ist, unternimmt gewöhnlich äußerst selten Arztbesuche.

Sollten Sie tatsächlich ärztliche Hilfe benötigen, den Arzt aber nicht ohne fremde Hilfe erreichen können, gibt es also die oben genannten Möglichkeiten.

Sollten Sie jedoch keine ärztliche Hilfe benötigen sondern nur ein Alibi für Ihren "Rentenfragebogen", dann stehlen Sie Ihrem Arzt bitte nicht seine kostbare Zeit.

Der möchte seinen wirklich hilfebedürfigen Patienten nämlich unnötig lange Wartezeiten im Wartezimmer ersparen!

von
rosebud

Hallo andreas w.,

Sie überbewerten diesen "bundeseinheitlichen" Fragebogen. Die Antwort auf die Frage nach der Häufigkeit der Arztbesuche hat keinen Einfluss auf die Entscheidung der Sachbearbeitung bei den Rentenversicherungsträgern.

Entspannen Sie sich! Es ist gal, was Sie antworten.

Im Übrigen: Weshalb gibt es keine Fragebögen für nur mäßig kranke, ledige Hundebesitzer, die noch im elterlichen Haushalt leben? Kann sich jemand vorstellen wie das ist, wenn man als Geringverdiener jeden Morgen das Haus verlassen muss, um seiner Arbeit nachzugehen? ;-)

von
???

Fragebögen der DRV müssen möglichst alle Möglichkeiten abdecken. Von daher ist ein Fragebogen nur für Schwerkranke schwierig. Und selbst wenn es ihn gäbe: Woher soll denn Ihr Sachbearbeiter wissen, dass Sie oder jemand anderes zu diesen Personen gehört? In den seltensten Fällen steht groß in der Akte: Ist bettlägerig. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sich der Gesundheitszustand seit dem letzten Kontakt soweit verschlechtert hat.
Sie können jedoch jederzeit dem Fragebogen ergänzen und angeben, dass Ihre wenigen Arztbesuche daher kommen, dass Sie incht zum Arzt können.
Ansonsten würde ich Ihnen persönlich empfehlen, sich einen Arzt zu suchen, der Hausbesuche macht oder in solchen Situationen den Notdienst zu rufen. Vielleicht wäre auch ein Krankenhaus-Aufenthalt sinnvoll.

von
andreas w.

Lieber Alfons,

Für Schwerkranke,denen keine Therapie mehr hilft,ist ein Arztbesuch mit langer Fahr und Wartezeit gestohlene Lebenszeit.von denen er nicht mehr viel hat.Seien Sie froh,wenn Sie noch die Kraft für Arztbesuche haben.

von
Guido

Zitiert von: rosebud

Hallo andreas w.,

Sie überbewerten diesen "bundeseinheitlichen" Fragebogen. Die Antwort auf die Frage nach der Häufigkeit der Arztbesuche hat keinen Einfluss auf die Entscheidung der Sachbearbeitung bei den Rentenversicherungsträgern.

Wenn das grundsätzlich so wäre, würde nicht danach gefragt!

Wenn beispielsweise jemand deshalb Rente bezieht, weil er blind oder beinamputiert ist, dann sind in der Tat keine weiteren Arztbesuche erforderlich.
Denn dass amputierte Körperteile nicht wieder nachwachsen, dürfte selbst der dümmste DRV-Mitarbeiter wissen.

Bei psychischen oder organischen Erkrankungen kann das schon ganz anders sein.
Um das zu wissen, muss man ebenfalls nicht besonders schlau sein!

von
Alfons

Zitiert von: andreas w.

Lieber Alfons,

Für Schwerkranke,denen keine Therapie mehr hilft,ist ein Arztbesuch mit langer Fahr und Wartezeit gestohlene Lebenszeit.von denen er nicht mehr viel hat.Seien Sie froh,wenn Sie noch die Kraft für Arztbesuche haben.

Dann schreiben Sie genau das in Ihren Fragebogen und gut ist es!

von
Feli

Es geht nicht darum, wie oft Sie beim Arzt waren, sondern ob überhaupt und wenn ja, bei welchem. Mehr will die DRV gar nicht wissen.

von
rosebud

Zitiert von: Guido

Zitiert von: rosebud

Hallo andreas w.,

Sie überbewerten diesen "bundeseinheitlichen" Fragebogen. Die Antwort auf die Frage nach der Häufigkeit der Arztbesuche hat keinen Einfluss auf die Entscheidung der Sachbearbeitung bei den Rentenversicherungsträgern.

Wenn das grundsätzlich so wäre, würde nicht danach gefragt!

Wenn beispielsweise jemand deshalb Rente bezieht, weil er blind oder beinamputiert ist, dann sind in der Tat keine weiteren Arztbesuche erforderlich.
Denn dass amputierte Körperteile nicht wieder nachwachsen, dürfte selbst der dümmste DRV-Mitarbeiter wissen.

Bei psychischen oder organischen Erkrankungen kann das schon ganz anders sein.
Um das zu wissen, muss man ebenfalls nicht besonders schlau sein!

@ Guido

"Sind Sie im eigenen Haushalt tätig?"
Hut ab, wenn Sie einen Sinn in solchen Fragen sehen. Ich habe als Mitarbeiter der RV regelmäßig die Fragebögen in der Bearbeitung. Uns interessieren vorrangig die Fragen nach einer ausgeübten Beschäftigung/selbständigen Tätigkeit und in ganz seltenen Fällen, die Fragen hinsichtlich Krankenhausaufenthalt. Dies aber beispielsweise auch nur dann, wenn der letzte Gutachter entsprechende Hinweise auf eine Besserungsmöglichkeit nach Operation XYZ gegeben hatte.

Kaum zu glauben, aber: Alle anderen Fragen/Antworten benötigen wir nicht!

von
Viola

Zitiert von: rosebud

Kaum zu glauben, aber: Alle anderen Fragen/Antworten benötigen wir nicht!
Dank für diesen Hinweis. rosebud

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo andreas w.,

Ich denke, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.
Sie beziehen eine unbefristete Rente. Wenn diese überprüft wird, dann muss der RV-Träger Ihnen nachweisen, dass sich Ihr Gesundheitszustand gebessert hat, bevor er die Rente entziehen könnte. Und kein Rententräger wird einen solchen "Besserungsnachweis" allein auf die Tatsache stützen, dass Sie "nicht oft genug" beim Arzt waren. Theoretisch könnte zwar eine erneute Begutachtung erfolgen, wenn keine aktuellen ärztlichen Unterlagen/Befunde vorliegen und irgendwie Zweifel am Fortbestehen Ihrer Krankheit bestehen - aber das ist nicht der Regelfall und zunächst sollte es reichen, wenn Sie das einfach so in den Fragebogen schreiben (falls Sie denn wieder mal einen bekommen sollten).

@ rosebud: Sind Sie sich sicher, dass Sie hier für alle RV-Träger und alle für EM-Renten zuständigen Mitarbeiter sprechen können? Ich hätte da so meine Zweifel ;-)

von
rosebud

Zitiert von: rosebud

@ rosebud: Sind Sie sich sicher, dass Sie hier für alle RV-Träger und alle für EM-Renten zuständigen Mitarbeiter sprechen können? Ich hätte da so meine Zweifel ;-)

@ Experte/in

Gegenfrage: Sagen Sie mir, ob die Frage "Sind Sie im eigenen Haushalt tätig?" jemals Auswirkungen auf eine Entscheidung hatte. Ich bin bei einem "großen" RV-Träger beschäftigt und sprach aus langjähriger Erfahrung, aber vielleicht ist das in "Bayern-Süd" oder "Oldenburg-Bremen" von Relevanz!? Und ja, ich hab hier sehr oft so meine Zweifel. ;-)

von
andreas w.

vielen dank für die antworten.

von
Horst Flüthmann

@rosebud:
Bei der DRV Bund wird ja auch schon lange nicht mehr gewissenhaft gearbeitet. Das ist selbst den "kleineren" RV-Trägern klar.

von
rosebud

Zitiert von: Horst Flüthmann

@rosebud:
Bei der DRV Bund wird ja auch schon lange nicht mehr gewissenhaft gearbeitet. Das ist selbst den "kleineren" RV-Trägern klar.

Was ein sachliches Argument, passt ja voll auf meine Frage?! Bin zwar nicht bei der DRV Bund. Der Fairness halber: Wenn ich Vorgänge von denen sehe; dort wird noch am "saubersten" gearbeitet.

von
lachnik

Dieser Alfons hier ist ein Dummkopf. Der hat von schweren Erkrankungen nicht die geringste Ahnung. Aber ich will ihn mal aufklären, damit er nicht dumm sterben muß !krankheitsimmanent heißt das zauberwort. googeln sie mal, dann wissen auch sie endlich mal was gescheites.

von
andreas w.

hoffentlich sitzen nicht solche "alfons" bei der drv...

von
Alfons

Zitiert von: andreas w.

hoffentlich sitzen nicht solche "alfons" bei der drv...

Mein Bruder sitzt bei der DRV-Westfalen, Meine Schwester bei der DRV-Nord und mein Schwager bei der DRV-Bund.

Die lesen auch in diesem Forum mit und tauschen sich gegenseitig aus.

MfG

von
andreas w.

ich hoffe die drei sind nicht der gleichen meinung wie sie.sonst wäre das wirklich traurig...

von
Alfons

Zitiert von: andreas w.

ich hoffe die drei sind nicht der gleichen meinung wie sie.sonst wäre das wirklich traurig...

Vielleicht erklären Sie erst einmal, was genau an meinen Antworten falsch gewesen sein soll.

Ich kann selbst nach mehrmaligem Nachlesen nichts Falsches entdecken.

Dass Ihnen meine Antwort nicht gefallen hat, verstehe ich allerdings.
Die Wahrheit ist nämlich manchmal bitter...

MfG