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Zulagenvertrag Riester

von
dummyhase

Guten Tag,
ich habe folgende Frage zum Zulagenvertrag:

Mein Mann und ich sind beide renten-und sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Kann mein Mann trotzdem einen reinen Zulagenvertrag abschließen? Wir haben drei Kinder, die dazugehörigen Zulagen gehen in meinen Vertrag, kann die Zulage meines Mannes auch in meinen Vertrag mitgenommen werden?
Er möchte keinen Riester-Vertrag, da er bereits über die betriebliche Altersvorsorge mit Entgeldumwandlung abgesichert ist. Irgendwann ist damit dann unser Budget für Altersvorsorge ausgeschöpft. Ich würde jedoch gerne seine Zulage &#34;sichern&#34;.

Experten-Antwort

Nein. Wenn Sie beide in der gesetzlichen RV - aufgrund abh. Beschäftigungsverhältnis - versicherungspflichtig sind, liegt für beide eine unmittelbare Zulagenberechtigung vor, vgl. auch § 10a Abs.1 Satz 1 EstG.

Die Grundzulage beträgt derzeit 114 Euro bzw. die Kinderzulage je Kind 138 Euro. Letzerers kann auf Antrag auch einem Ehegatten zugeordnet werden, womit sich für diesen Ehegatten die Bemessung des zu zahlenden Mindesteigenbeitrags (§ 84 EstG) reduziert.

Grundsätzlichz kann eine Zulage eines Berechtigten auf zwei Verträge verteilt werden, vgl. § 87 EstG.

Im Rahmen der Günstigerprüfung, d.h. Vergleich Zulagenförderung vs. Sonderausgabenabzug nach § 10a EstG steht indes jedem von Ihnen ein eigenständiger Sonderausgabenabzug zu. Eben darin liegt in den meisten Fällen mit deser Kombination - in der Ansparphase - der Steuervorteil (wenn davon auszugehen ist, dass die Steuerbelastung im Alter geringer ausfällt, da ja Riester Renten nachgelegert versteuert werden).

Soweit sich Ihr Mann nicht dazu entschließt einen (zusätzlichen) privaten AV vertrag via Riester abzuschließen, so können Sie selbst &#34;nur&#34; die Grundzulage und die Kinderzulagen erhalten.

MfG