zur rentenprüf.antw. von antonius

von
holger

hallo antonius, wo haben sie denn das her. da können die gutachter ja nach lust und laune entscheiden, wo kämen wir dann hin. wenn die eu rente auf dauer zugeteilt wurde war ja schon vorher vom unabh. gutachter geprüft worden. vielleicht haben sie soetwas gehabt oder von anderen gehört. erbitte antwort danke. da biste krank und muß noch um meine minirente bangen wo kommen wir da hin.

von
dirk

Hier hatte Antonius vollkommen Recht!

Ein wichtiges Qualitätskriterium, die Nachvollziehbarkeit - wird nach einem Gutachten nicht geprüft. Selbst ein komplettes Widerlegen eines Gutachtens ist ohne Folge für den Gutachter!

Nachvollziehbarkeit bedeutet, dass bei gleichem Untersuchungsergebnis und sich nicht geänderter medizinischer Lehrmeinung die Ergebnisse so nachvollziehbar sind, dass eigentlich jeder Gutachter dann zum selben Ergebnis kommen würde.

Leider bekommt man von 2 Gutachtern mindestens drei Meinungen, manch Gutachter widerspricht sich selbst, med. Lehrmeinung wird teilweise überhaupt nicht berücksichtigt ...

Es gibt niemanden, keine Instanz die sich ernsthaft mit der Gutachtenqualität, besonders in Hinsicht auf die med. Erkenntnisse und Bewertungen auseinandersetzt. Qualitätskontrollen erfolgen leider im Wesentlichen zur Form des Gutachtens.

von
Antonius

Während eine medizinische Diagnose in der Regel OBJEKTIV erstellt und nachgewiesen werden kann, handelt es sich bei der Feststellung der individuellen beruflichen Leistungsfähigkeit in Stunden/Tag um eine rein SUBJEKTIVE Einschätzung des Gutachters. Es gibt nunmal keine geeichten Messlatten, auf denen man punktgenau ablesen kann, ob jemand beispielsweise unter drei, vier oder vielleicht sogar noch mehr Stunden täglich arbeiten kann. Jeder Gutachter hat da seine ganz speziellen Erfahrungswerte. In eindeutigen Fällen werden sich die Gutachter wohl einig sein. Aber in Grenzfällen kann es durchaus schon mal zu unterschiedlichen Ansichten kommen. Die Tageslaune mag vielleicht auch noch eine rolle spielen.
Sie täten gut daran, den Lauf der Dinge abzuwarten und sich nicht schon im Vorfeld verrückt zu machen. Notfalls gibt es immer noch den Rechtsweg !

MfG

von
dirk

"In eindeutigen Fällen werden sich die Gutachter wohl einig sein" Leider nicht mal da

Ein Beispiel:
Auf "http://www.madeasy.de/4/herz.htm", Herzinsuffizienz finden Sie die med. Lehrmeinung zu einer Erkrankung

zur Therapie und Lebensverlängerung heißt es unter Anderem "Berentung".

Abweichungen von dieser Lehrmeinung habe ich in Form mehrerer Gutachten vorliegen!

Leider geht es hierbei um eine Lebensverlängernde Maßnahme.

Mit welchem Recht verhindert ein Gutachter lebensverlängernde Therapiemaßnahmen, oder versuchte dies zumindest?

Aber, wie Antonius sagte, erst mal abwarten und bei Bedarf die Rechtsmittel nutzen.
Ein Problem lässt sich erst lösen, wenn es da ist....

von
Hurvinek

Die Gutachter werden von der Rentenversicherung entlohnt.
Um immer wieder neue Aufträge zu erhalten,
wird ein bestimmtes Ergebnis
der Begutachtung
- sagen wir mal - von der DRV
erwartet.......

von
jens

hurvinek, dein vaddilein sagt du sollst heimkommen und nicht so einen müll erzählen....

einer findet sich eben immer der in dieses horn stößt.....

von
holger

ja da haben sie recht .mit diesen antworten kann ich wirklich nichts anfangen. vielleicht meldet sich mal ein experte dazu. danke

von
jens

hallo holger, es sind immer dieselben leute, nur der name wechselt wohl,
bei allem frust den jmd. vielleicht persönlich hat, sollte man doch sachlich bleiben, zumal die antwort dem fragesteller überhaupt nicht hilft, man kann eine sache auch kaputtreden

drücke ihnen die daumen, doch noch eine befriedigende antwort zu erhalten

Experten-Antwort

Hallo zusammen,

ich kann als Experte nur für "mein" Haus sprechen. Bei der Bewilligung von Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werde Gutachten zu Entscheidungsfindung herangezogen. Dies bedeutet nicht, dass die Meinung des Gutachters auch die abschließende Bewilligung oder Ablehnung des Rentenantrages bedeutet. Im Verfahren der Rentenbewilligung wird im letzten Schritt von Juristen entschieden. Diese sind nicht an die Meinung der Gutachter gebunden. Allerdings schließen sich die Juristen im Regelfall der Meinung der Mediziner an. Mehr kann ich (weder Jurist noch Mediziner) zu diesem Thema nicht beitragen.

von
dirk

Hallo Jens
Ihre Aufforderung, sachlich zu bleiben schließt doch aber beide Seiten ein. Dass gerade im Begutachtungswesen einiges Schief läuft kann eigentlich keiner mehr wegreden.
Wobei hier keine Aussage über Anteil der Fehlgutachten steckt, keine Kritik an der Arbeitsweise der überwiegenden Mitarbeiter der RV ausgesprochen wurde.

Wenn man aber im eigenen Rentenfall haarsträubende Fehler feststellt, sich damit beschäftigt, auch mit der medizinischen Seite der Krankheit, Fachliteratur wälzt und feststellt: hier stimmt was nicht.
Nun kann man meckern, resignieren oder nach Ursachen suchen.
Wen sich dann noch abzeichnet, dass es bei anderen Antragsstellern, wiederum nach Studium der Fachliteratur zu diesen Erkrankungen, die gleichen Fehlerquellen in der Entscheidungsfindung bestehen, darf man nicht nur mehr zuschauen!
Nun, jeder Betroffene ist doch ohne Vorurteile auf diese Rentensache zugegangen, jeder (oder jeder der es ehrlich meint, jeder der lieber gesund wäre) hat nicht aus Jux und Faulheit Rente beantragt. Aber jeder sollte doch nicht in die selben Fehlerquellen tappen.

Wenn dann am Ende der Entscheidungsfindung einfach nur Blödsinn herauskommt muss es Fehler gegeben haben.

(Beispiel aus einem Ablehnungsbescheid; "...Herzerkrankung im Zustand guter Dekompensation nach Zustand schlechter D...."; Dekompensation führt zum Exitus, Der Organismus kann die Herzminderleistung nicht mehr ausgleichen. Was heißt dieses: man stirbt einen guten Tod statt eines schlechten? Den Sachbearbeiter trifft keine Schuld, hier lag es am Gutachter )

Sie fordern Sachlichkeit ein. Es wäre ein Riesenerfolg, wen von diesem Forum Anregungen zur Überwindung derartiger Fehler ausgehen würden
Dazu gehört Sachlichkeit auch gegenüber denen, die auf die Fehlerquellen und damit auf die Fehler hinweisen. Auch wenn seitens einiger, weniger Befürworter des Bildes der absoluten Fehlerfreiheit diese User mit allen Mitteln zu vertreiben suchen

"es sind immer dieselben Leute, nur der Name wechselt wohl,"
Dieses betrifft doch zum einem beide Seiten, zum anderen ist es ein Weg, unsachliche persönliche Angriffe abzuwehren

von
Wissender

" Im Verfahren der Rentenbewilligung wird im letzten Schritt von Juristen entschieden."

Und diese medizinischen Laien maßen sich an ärztliche Gutachten fachlich überprüfen zu können?

Was sich doch so alles an Rechtswidrigkeiten im öffentlichen Bereich etabliert, wenn die "Kunden" wehrlos sind.

von
dirk

Wer kennt sich aus, wie man einen guten Rechtsanwalt für Rentenrecht herbekommt ?

von
Wissender

Rechtsanwaltskammer, die nennen drei Fachanwälte für Sozialrecht. Eigentlich müßte solch einer das können.
Ansonsten Sozialverband.

von
Wissender

"Wenn Sie doch so klasse bescheid wissen, wieso liegt dann ihr eigener Rentenantrag seit 1999 auf Eis ?"

Ich habe 1999 keinen Rentenatrag bei einem Rentenversicherungsträger abgegeben.

"Ich dachte bisher immer, die DRV-Mitarbeiter zittern vor Angst, wenn die nur Ihren Namen lesen !"

Tun die auch, aber Ermittlungen in dem Bereich sind wegen falsch verstandener Kollegialität = Krähenpinzip für die Staatsanwaltschaft schwierig, muß doch der Staatsanwalt eine Studienkollegin anklagen, mit der r möglicherweise ein Liebesverhältnis hatte ...

"Verbreiten Sie hier vielleicht nur heiße Luft ?"

Demnächst wird die zuständige Aufsichtsbehörde den Laden aufräumen. Dem zuständigen Beamten wird nichts anderes übrig bleiben, es sei denn er riskiert seinen Job. Und genau das wird er nicht tun.

Es gab da mal einen Beamten, der glaubte seinen Dienst während der Busfahrt zu nächtlicher Zeit ins traute Heim erledigen zu können. Er ging davon aus, daß ihm niemand seinen illegalen Empfang einer Nachtzulage und die Anstiftung zur Falschbeurkundung durch Untergebene würde nachweisen können.

Was hat der Typ doch wohl dumm geglotzt, als ihm sein Konterfei im Bus mit Datum und Uhrzeit x-mal präsentiert wurde.

So wird es den Typen von der DRV auch gehen, wenn die STrafanzeige ihnen verlesen wird.

von
logisch denken könnender (und sich nicht verarschen lassender !)

"Ich habe 1999 keinen Rentenantrag bei einem Rentenversicherungsträger abgegeben."

Beitrag von "Wissender" vom 02.01.2008, 21:19 Uhr :
".........Ich habe 1999 einen Rentenantrag gestellt. Bisher hat sich die DRV geweigert, den Antrag zu bearbeiten........"

Soviel zu Ihrer Glaubwürdigkeit !

"Demnächst wird die Aufsichtsbehörde den Laden aufräumen........."

Wahrscheinlich in Ihrer Phantasie, was ? Wer soll Sie eigentlich noch ernst nehmen ?

von
Erfahrener

"Und diese medizinischen Laien maßen sich an ärztliche Gutachten fachlich überprüfen zu können ?"

.........wer behauptet das denn ? Diese "medizinischen Laien" interessieren sich im Regelfall überhaupt nicht für die ärztlichen Gutachten sondern lediglich für die von den Gutachtern erstellten sozialmedizinischen Leistungsbeurteilungen. (Das ist die letzte Seite des Gutachtens, auf der ganz allgemein beschrieben wird, welche Art von Tätigkeiten der Betroffene noch ausüben kann.) Die medizinischen Experten mögen zwar kompetente Diagnosen erstellen können aber ob der Versicherte die rentenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, werden sie wohl kaum beurteilen können. Deshalb treffen die Juristen die letzte Entscheidung.
Wer (außer Ihnen) sollte da wohl etwas gegen haben ?

Beitrag von "Wissender" vom 02.01.2008, 21:19 Uhr:
".......ich habe 1999 einen Rentenantrag gestellt. Bisher hat sich die DRV geweigert, den Antrag zu bearbeiten......"
Mehrere Reha-Anträge haben Sie, Ihren Angaben zur Folge, ebenfalls gestellt, die auch noch nicht bearbeitet wurden.

Das kommt also dabei raus, wenn man Ihre tollen Ratschläge befolgt ?

(In einem inzwischen gelöschten Beitrag haben Sie übrigens bestritten, im Jahr 1999 einen Rentenantrag gestellt zu haben !(?))

Da soll jeder seine eigenen Schlüsse draus ziehen !

von
Wissender

"Diese "medizinischen Laien" interessieren sich im Regelfall überhaupt nicht für die ärztlichen Gutachten sondern lediglich für die von den Gutachtern erstellten sozialmedizinischen Leistungsbeurteilungen. (Das ist die letzte Seite des Gutachtens, auf der ganz allgemein beschrieben wird, welche Art von Tätigkeiten der Betroffene noch ausüben kann.)"

Weshalb denn ja auch nur die letzte Seite des Gutachtens den Juristen zur Kenntnis gebracht werden darf.

"(In einem inzwischen gelöschten Beitrag haben Sie übrigens bestritten, im Jahr 1999 einen Rentenantrag gestellt zu haben !(?))"

In 2006 soll ich ebenfalls einen Rentenantrag gestellt haben, wie mir meine KK mitteilte. Wieso weiß ich nix davon.

"Wer (außer Ihnen) sollte da wohl etwas gegen haben ?"

Dagegen habe ich nichts, aber den Juristen die komplette Arztakte auszuhändigen, dagegen habe ich was.

"Mehrere Reha-Anträge haben Sie, Ihren Angaben zur Folge, ebenfalls gestellt, die auch noch nicht bearbeitet wurden."

Ausfragen auf die plumpe Tour ist nicht.
Fakt ist, daß die DRV im Verzug ist. Fakt ist auch, daß die DRV-Mitarbeiter laufend Straftaten begehen, die nur deswegen nicht geahndet werden, weil es zwar Antragsdelikte sind, den Opfern aber der Privatklageweg nicht offensteht, also die Studienkollegen bei der Staatsanwaltschaft den Juristen bei der DRV beispielsweise "geringe Schuld" attestieren können, um ein Verfahren elegant einstellen zu können.

von
Wissender

"Das kommt also dabei raus, wenn man Ihre tollen Ratschläge befolgt ?"

Ich habe aus der Untätigkeit der DRV bzw. der Vorläferorganisation bisher nur Vorteile gehabt.

Wer den Sachverhalt richtig gestaltet, einschließlich der Antragstellung, kann die von der DRV locker austricksen.

Sie können sicher sein, daß ich meine Reha bezahlt bekommen habe. Und die DRV wird die Kosten auch letztendlich dem unzuständigen Zahler erstatten müssen.

Daß die nicht wollen, ist verständlich, wer läßt sich schon gerne von angeblich ungebildeten Kunden austricksen und regelmäßig bei Gericht vorführen?

von
Rosanna

Hallo Erfahrener,

ich habe @Wissender vor kurzem ausführlich versucht zu erklären, wie über einen Rentenantrag entschieden wird und vor allem, wer letztendlich darüber entscheidet. Möchte auf meine diesbezügliche Diskussion mit Herrn Wissender verweisen.

Keine Ahnung, ob ich in Zukunft mit der Glaskugel über einen Rentenantrag entscheiden soll. Da ich ja keine Einsicht in die ärztl. Unterlagen nehmen "darf".

Es ist müßig, den Argumenten von @Wissender entgegenzutreten.

Ich hätte mir gewünscht, dass ein EXPERTE auch einmal Angaben hierzu macht (RV-Träger bzw. seine Bediensteten betätigen sich kriminell, weil sie ärztl. Unterlagen/GA einsehen etc.etc.!) Oder fühlt sich ein solcher nicht angesprochen? Und kann über den Ablauf eines Rentenverfahrens Auskunft geben?

Dass allerdings NUR Juristen letztendlich über einen Rentenantrag entscheiden, stimmt zumindest nicht bei der DRV, bei der ich arbeite. Hier entscheidet der Team-/Abschnittsleiter, der nicht unbedingt ein Jurist sein muß.

MfG Rosanna

PS: Ich verzichte diesmal gerne auf einen Kommentar von "Wissender".