Zusatzfrage zur Wiedereingliederung bzw. Durchführung

von
robert_man

Hallo zusammen,
erstmals vielen vielen Dank für die interessanten Antworten!
Aber ich bin mir immer noch nicht ganz klar, wie so eine Wiedereingliederung abläuft!

Wenn ich also während der Wiedereingliederung so krank werde, dass ich nicht arbeiten kann, dann muß ich einen gelben Schein vorlegen.
Sollte diese Krankschreibung länger als 7 Tage dauern, wäre die Wiedereingliederung abgebrochen!

Wenn aber die "Grippe" nur 3 Tage dauert????
Brauch ich da auch einen gelben Schein? oder reicht es, wenn ich in der Firma anrufe und bescheidgebe, dass ich nicht komme?

Wer kontrolliert mich denn in der Firma, wann ich anwesend bin?
Ich möchte die Wiedereingliederung natürlich nicht abbrechen!
Aber es kann sein, dass ich halt öfters mal für einige Tage ausfalle.
Dann bleib ich doch lieber ohne gelben Schein zuhause???
oder????

Ich möchte keine Fehler machen!
Aber ich bin halt gesundheitlich angeschlagen, und habe sehr leicht rückfälle.

Danke
robert

von
Realist

Während der Wiedereingliederungsmaßnahme benötigen Sie selbstverständlich keine zusätzliche AU-Bescheinigung, da Sie während dieser Maßnahme ohnehin als arbeitsunfähig gelten. Unterbrechen oder gar Abbrechen der Maßnahme ist aber nur nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt gestattet!

Experten-Antwort

Sie sind arbeitsrechtlich verpflichtet, Ihre Arbeitsunfähigkeit Ihrem Arbeitgeber regelmäßig nach-zuweisen, auch während einer Wiedereingliederung. Bitte klären Sie die Frage Ihrer Krankmeldung während der Wiedereingliederung unmittelbar mit Ihrem Arbeitgeber.
Selbstverständlich müssen Sie auch Ihre Arbeitszeiten Ihrem Arbeitgeber gegenüber nachweisen. Aber das müssen sie doch auch, wenn Sie nicht in einer Wiedereingliederung sind, sondern vollschichtig arbeiten.
Sofern Sie während der Wiedereingliederung kurzfristig erkranken (z.B. Grippe), wird das Über-gangsgeld durch den Rentenversicherungsträger weitergezahlt.
Sofern Sie während der Wiedereingliederung unentschuldigte Fehltage (ohne Nachweise) haben, wird der Rentenversicherungsträger für diese Tage auch kein Übergangsgeld zahlen.

Wenn Sie aber jetzt bereits von "häufigeren" Arbeitsunfähigkeitszeiten ausgehen, stellt sich die Frage, ob der für Sie erstellte Wiedereingliederungsplan sinnvoll ist. Bitte setzen Sie sich dringend mit Ihrem Arzt in Verbindung.