Zusatzversorgung

von
Toni

Hallo,
ich bin mir nicht sicher ob dies das richtige Forum ist. Ich stelle jetzt einfach mal meine Frage: Eine Freundin von mir geht im Mai in Rente und erhält eine Zusatzversorgung der KZVK. Muss für diese Zusatzrente auch Krankenversicherung bezahlt werden? Meine Freundin wurde zur Klärung dieser Frage von der Krankenkasse an die KZVK verwiesen. Die KZVK schreibt in Ihrer Rentenmitteilung, dass sie sich wegen der Krankenversicherung mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen soll.
Vieleicht kann jemand aus dem Forum diese Frage beantworten.

von
Ich

Soweit mir bekannt ist, muss sämtliches Bruttoeinkommen (ohne Einkommen wie z.B. Zinsen, Miete oder ähnliches) bei der KV/PV verbeitragt werden...

Aber besser bei der Krankenkasse anfragen...

von
Winfrid

Hallo,
Ich erhalte selbst eine Rente von der KZVK ( Kirchliche Zusatzversorgung)
Bei Antragstellung an die KZVK muß ein Bogen von Ihrer zuständigen Krankenkasse ausgefült werden.
Es wird der volle Beitrag ( 14,9%)von der KZVK eingehalten!

von
Skatrentner

Neben dem Beitrag zur Krankenversicherung muss auch noch der Beitrag zur Pflegeversicherung entrichtet werden.

Diese Beträge werden aber von der KZVK einbehalten und an die Kranken- und Pflegekasse abgeführt.

Experten-Antwort

Hallo Toni,

die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) wird unter anderem durch Beiträge finanziert, die der Versicherte zu tragen hat. Neben der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen insbesondere die der Rente vergleichbaren Einnahmen (Versorgunsbezüge) der Beitragspflicht.
Die Mitglieder der KVdR müssen aufgrund der Rechtsänderung durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung seit 2004 von ihrer Betriebsrente/ Zusatzrente den vollen Beitragssatz entrichten; vorher wurde nur der halbe Beitragssatz erhoben.
Die gegen diese Neuregelung eigereichten Verfassungsbeschwerden hat das Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen, da die Verdoppelung der Beitragslast verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist.

von
abaya

Ein Hallo an Alle,
ich hätte mal eine allgemeine Frage. Ich bin seit meinem 18 LJ ganztags beschäftigt, habe mittlerweile über 40 Rentananspruchsjahre (zwei Kinder) und trage mich mit dem Gedanken, meine Arbeitszeit auf 75 % zu reduzieren, da ich es zeitlich einfach nicht mehr schaffe (mit Hin- und Rückfahrt 9 1/2 - 10 Stunden Stunden außer Haus). Stimmt es, dass es sehr ungünstig ist, wenn man die letzten Jahre weniger in die Rentenkasse einzahlt? Diese Frage gilt auch für meine bestehende Zusatzversicherung (öffentl. Dienst). Werde im Oktober 58 Jahre alt.
Kann ich mir bei Ihnen die voraussichtliche Rente bei Arbeitszeitkürzung ausrechnen lassen? Wieviel Gebühren würden dann anfallen?
Danke im voraus und Gruß abaya

von
Wolfgang

Hallo Toni.

kurzum, mit rd. 17 % Beitragsabzug für Kranken- und Pflegeversicherung ist Ihre Freundin bei der Betriebsrente 'dabei' ...sofern Sie ab Rentenbeginn der Pflichtmitgliedschaft in der Kranken- und Pflegeversicherung unterliegt.

Bei freiwilliger oder privater Kranken-/Pflegeversicherung sieht's ein wenig anders aus - dann gern noch mal nachfragen.

Gruß
w.

PS: Sie sollte die Krankenkasse wechseln, wenn die schon diese Grundfrage nicht aus dem Stand beantworten kann ;-)

von
Wolfgang

Hallo abaya,

> Stimmt es, dass es sehr ungünstig ist, wenn man die letzten Jahre weniger in die Rentenkasse einzahlt?

Das Gerücht, dass die letzten Jahre einen besonderen Einfluss auf die Rentenhöhe, hält sich leider/weiterhin.

Die gesamten Versicherungsjahre machen die Höhe die Rente aus - da werden (Einkommens-) schwache wie starke Jahre gleichermaßen im Laufe des Lebens 'bewertet'. Wenn Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren bzw. das Einkommen damit absenken, ist der weitere Rentenzuwachs IN DIESER ZEIT etwas schwächer, als wenn Sie 'voll' weiterarbeiten würden.

Beispiel: Ihr Einkommen entspricht dem Durchschnittseinkommen aller Rentenversicherten, in 2010 rd. 32000 EUR. Damit erhalten Sie einen (ungekürzten) Rentenzuwachs von 27,20 EUR mtl. Mindern Sie ihr Einkommen um 1/4, sinkt der Zuwachs für die weiteren Jahre auch um 1/4 - gleiches gilt für die Zusatzversorgung (VBL).

Das lässt sich ziemlich genau errechnen, für die Rentenversicherung in jeder Beratungsstelle, für die VBL können Sie den VBL-Rechner bedienen:
https://www.vbl.de/SITEFORUM?t=/klassik/index&e=UTF-8&i=1113979957474&l=1

Gruß
w.
PS: das nächste Mal besser ein neues Thema aufmachen/neue Frage stellen:
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Experten-Antwort

Hallo abaya,

jedes Arbeitsjahr Ihres Versicherungslebens wird mit dem maßgebenden Bruttojahresentgelt in Ihrem Versicherungsverlauf gespeichert. Aufgrund der Bruttoentgelte werden die Beiträge zur Rentenversicherung berechnet (aktueller 19,9% Beitragssatz zur Rentenversicherung, jeweils zur Hälfte durch den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber). Falls Sie Ihre Arbeitszeit auf 75% der bisherigen Arbeitszeit reduzieren, werden entsprechend auch 75% vom bisherigen Bruttoarbeitsengelt für die Rentenversicherungsbeiträge zugrunde gelegt. Für die Erteilung einer individuellen Rentenauskunft setzen Sie sich bitte mit Ihrer örtlichen Rentenberatungsstelle in Verbindung. Die Auskünfte sind kostenlos. Die Anschriften finden Sie im Internet unter "www.deutsche-rentenversicherung.de".

Für die Zusatzrente im öffentlichen Dienst lassen Sie sich bitte durch Ihren Arbeitgeber beraten.