Zusatzversorgung techn.Intelligenz

von
Elke Henker

Am 30.6.1990, Stichtag für die Anerkennung der Zusatzversorgung für die technische Intelligenz in der DDR, war ich in einem Betrieb beschäftigt, der alle Voraussetzungen für die Anerkennung der Leistungen erfüllt. Ich befand mich zum 30.6.1990 im Babyjahr. In diesem Jahr erhielt man Geldleistungen, eine Art bezahlte Freistellung.
Welche Entscheidungen gibt es für diesen doch speziellen Fall? Wird die Zusatzversorgung gewährt?

von
RFn

Die allererste Voraussetzung ist eine ingenieurtechnische Tätigkeit.
Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie zum berechtigten Personenkreis gehören könnten,
stellen Sie einen "Antrag auf Überführung von Zusatzversorgungsanwartschaften (Vordruck Z1300 und Z1320)".
Die Vordrucke müssten aus dem Formularcenter herunterzuladen sein. Es reicht auch eun formloser Antrag an:
Deutsche Rentenversicherung Bund
Versorgungsträger für die Zusatzversorgungssysteme
Hirschberger Str. 4
10317 Berlin

Experten-Antwort

Eine fiktive Einbeziehung in das Zusatzversorgungssystem der technischen Intelligenz setzt voraus, dass die Berechtigung gegeben war, eine bestimmte Berufsbezeichnung (insbesondere „Ingenieur“) zu führen und eine entsprechende Tätigkeit (insbesondere ingenieurtechnische Tätigkeit) in einem volkseigenen Produktionsbetrieb (VEB) im Bereich der Industrie oder des Bauwesens am Stichtag „30.06.1990“ ausgeübt wurde.

Nach Ihren Angaben waren Sie anlässlich der Geburt Ihres Kindes am Stichtag von der Arbeit freigestellt und haben „Mütterunterstützung“ bezogen. Nach meinen Kenntnissen wurde bei einer Freistellung von der Arbeit mit Bezug von Mütterunterstützung die Sozialpflichtversicherung nicht unterbrochen. BSG-Urteile zur fiktiven Einbeziehung in das Zusatzversorgungssystem der technischen Intelligenz für diesen speziellen Sachverhalt sind mir nicht bekannt.

Wie bereits von RFn vorgeschlagen, empfehle ich Ihnen, ggf. einen entsprechenden Antrag beim Versorgungsträger für die Zusatzversorgungssysteme in Berlin zu stellen.

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