Zuschuß Hörgerät ?

von
Hörgeschädigte

Von meinem behandelnden HNO - Arzt wurde mir eine beidseitige Hörhilfe verordnet. Von meiner Krankenkasse bekam ich einen Bescheid, dass die Kosten anteilig übernommen werden. Desweiteren teilt mir die KK mit, dass die Unterlagen an den zuständigen Rentenversicherungsträger mit einem entsprechenden Vermerk weitergeleitet wurden.

Zahlt auch der Rentenversicherungsträger im Rahmen der Teilhabe einen Zuschuß bei einer Versorgung mit Hörgeräten ? Kann mir jemand dazu eine Auskunft mit einer evtl. Quellenangabe geben ?

Ich bin voll berufstätig und daher auf die Hörgeräte angewiesen z.B. bei Kundengesprächen oder Telefonaten.

von
???

Die DRV kann im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben Hörgeräte bezuschussen. Dabei müssen durch die Berufstätigkeit besondere Anforderungen an das Hörvermögen gestellt werden und dadurch eine höherwertige Versorgung erforderlich werden. Das Führen von Gesprächen/Telefonaten sollte durch die von der Krankenkasse finanzierten Hörgeräte ermöglicht werden. Es handelt sich dabei ja nicht um ein berufspezifisches Verhalten, sondern sie wollen sicher auch privat Gespräche führen.

von
Heiko Huhn

Wenn die Schwerhörigkeit aus dem Berufleben entstanden ist, Übernimmt die Berufgenossenschaft die Kosten ganz

Experten-Antwort

Hallo Hörgeschädigte,

der Rentenversicherungsträger kann ggf. die Kostenübernahme für ein Hörgerät als Leistung der Teilhabe am Arbeitsleben übernehmen, sofern Sie berufsbedingt (zum Erhalt Ihres Arbeitsplatzes) auf eine Hörhilfe angewiesen wären. Hierbei ist keine Aufstockung der Leistungen der Krankenkasse möglich, die Sie erhalten, sofern Sie für die täglichen Verrichtungen im Alltag entsprechende Hilfen benötigen. Außerdem müßten Sie mindestens eine Wartezeit von 15 Jahren zur gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt haben. Wir empfehlen Ihnen sich durch Ihren Rentenversicherungsträger entsprechend beraten zu lassen.

von
kati

Mein Antrag wurde von der DRV abgelehnt mit der Begründung, ich brauchte keine besonderen Hörkenntnisse vorzuweisen (Sekretärin) und haben den Antrag an die Kasse weitergeschickt. Die Kasse will nur die Festpreisgeräte der Kasse (sogenannte Gurken) bezahlen. Die Kasse verweist darauf, dass mehr als 80% der Hörfähigkeit ohnehin nicht benötigt würden und wenn diese mit den sog. Kassengeräten erreicht würden, reicht das aus. Ich bin mit der Kasse im Widerspruch und auch später wird es ein Verfahren vor dem Sozialgericht geben.

Nicht locker lassen. Wenn du mit Kassengerät - zwei musst du testen - 80 hörst, kannst du die höherwertigen Geräte, die wirklich auch komfortabler sind, selber bezahlen ./. dem kleinen Zuschuss der Kasse.
Auch wenn du beruflich auf HG angewiesen bist, interessiert das weder die Rentenversicherung (es sei, du bist Musiker oder Sufleuse) noch die Kasse. Es ist haarsträubend, welche Begründungen da eingenommen werden, wenn jemand z.B. schon 40 Arbeitsjahre auf dem Buckel hat und bis 65 arbeiten will, dem aber von der DRV und der Kasse Steine in den Weg gelegt werden. Ohne HG kann ich meinen Beruf aufgeben. Ich bin am Testen schon 12 Monate. Und diese Phase wird auch noch ganz bewusst rausgezogen.

Soziale Integration geht in diesem Fall beiden sonstwo vorbei.