Zuschuss zur Krankenversicherung

von
Beamter

Ich bin als pesionierter Beamter beihilfeberechtigt.
Da ich demnächst 65 Jahre werde, hat mich meine Versorgungsstelle aufgefordert einen Rentenantrag bei der DRV zu stellen. Ich werde diese Rente zusätzlich erhalten, da ich die vollen Pensionsansprüche nicht erreiche.
Bekomme ich ensprechend auch nicht die volle Beihilfe, dafür aber einen Beitragszuschuss von der DRV oder bin ich als Beihilfeberechtigter hier ausgeschlossen?
Bei der Antragstellung konnte man mir auf diese Frage keine Antwort geben.

von
Schiko.

Grundsätzlich wird bei der pension ganz oder teil-
weise eine rente die ja meist vor der verbeamtung
erdient wurde gekürzt.

Wird bei der pension der höchstbetrag von 75% -
dieser satz wird jährlich ermässigt bis zu erreich-
ung von 71,75 %- wird die pension nur im 60%
der bruttorente gekürzt.

Als freiwillig versicherter bekommen sie von der
rentstelle den hälftebeitrag, begrenzt auf den durch-
schnittssatz aller krankenkassen, glaube derzeit
6,95 %, mit der bruttorente ausbezahlt.

Vielleicht hilft ihnen dies weiter.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Agnes

Hallo,
die Antwort von Schiko ist aus rentenrechtlicher Sicht richtig.
Das löst aber Ihr Problem nicht. Die Beihilfevorschriften sind in Bund und Länder unterschiedlich. Es gibt wohl Regelungen daß bei Erhalt eines Beitragszuschusses kein Anspruch auf Beihilfe besteht, andere Regelungen besagen, daß der Beitragszuschuß höchstens XX,XX Euro betragen darf.
Es ist möglich, den Zuschuß zu begrenzen.
Fragen Sie Ihre Versorgungsdiensstelle wie es bei Ihnen aussieht.
Agnes

von
-_-

Das Bundesministerium für Gesundheit hat bekanntgegeben, dass zum 01.03.2008 der durchschnittliche allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen 14,0 % betrug.

Vom 01.07.2008 bis 31.12.2008 sind somit 14,0 % für die Berechnung des Beitragszuschusses für privat krankenversicherte Rentenbezieher zugrunde zu legen (§ 106 Abs. 3 SGB VI).

Der Beitragszuschuss beträgt somit 7% der Bruttorente. Der monatliche Zuschuss wird auf die Hälfte der tatsächlichen Aufwendungen für die Krankenversicherung begrenzt. http://www.bundesrecht.juris.de/sgb_6/__106.html

Sie können auf einen Teil des Beitragszuschusses verzichten, wenn anderenfalls Ihr Beihilfeanspruch entfällt. Die Erklärung kann bei der Antragstellung abgegeben werden, später nur noch mit Wirkung für die Zukunft.

Experten-Antwort

Als privat krankenversicherter Rentner erhalten Sie auf Antrag einen Zuschuss zur Krankenversicherung. Der Beitragszuschuss beträgt 6,95 % (ab 01.07.2008 7 %) der Rente.

Da Sie beihilfeberechtigt sind, können sich Auswirkungen auf den Beihilfeanspruch ergeben, wenn der Zuschuss zur Krankenversicherung bestimmte Grenzbeträge überschreitet. Trifft dies zu, kann auf den Zuschuss zur Krankenversicherung oder auf Teile des Zuschusses - für die Zukunft - verzichtet werden. Sie sollten sich an Ihre Beihilfestelle wenden und dort klären, ob ein Verzicht aus beihilferechtlichen Gründen erforderlich ist.

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