Zuständiger Träger

von
Rosanna

Also ich würde - rein theoretisch - auch keine aktuellen Kontoführer am TELEFON bekannt geben, es sei denn, der/die Versicherte könnte sich auf irgendeine Art und Weise identifizieren (z.B. nach sehr persönlichen Fragen, was das Versicherungsleben angeht o.ä.).

"Rein theoretisch" deshalb, weil ich mich eigentlich nicht an solche Telefonate erinnern kann, denn in der Regel wissen die Versicherten, wer gerade für sie zuständig ist! Würde mich jemand am Telefon völlig unwissend nach dem aktuellen Kontoführer fragen, würden bei mir gleich die Alarmglocken angehen...

von
Hilde im Bilde

Ich bin jetzt etwas schockiert, welche Lawine ich da losgetreten habe. Meine Frage galt von Anfang an den Bürgern, denen ich hier im Amt bei der Antragstellung behilflich bin. Ich selbst werde niemals Rente beziehen jedenfalls nicht von der Deutschen RV.
Manche Bürger bringen z.B. nur Ihre SVNR. mit und reichen z.B. Zeugnisse ein. Dafür wollte ich einen Leitfaden haben, natürlich könnte ich die Bürger auch erstmal wieder nach hause schicken um den letzten Bescheid bzw. Brief von der RV mitzubringen. Manchmal ist der schon älter - und vor dem Zusammenschluss der RV-Träger war ja alles ein wenig anders aufgeteilt. Deshalb hatte ich die Hoffnung es gibt irgendeine Liste, wo man ablesen kann, welche Träger sich hinter den SVNRn. genau verbergen. Ist doch schade, wenn der Postweg unnötig länger dauert und die Gefahr besteht, das auch mal was verlorengeht, wenn es dann nochmal verschickt wird. Das soll nicht heissen, das Die RV. Unterlagen
verschlampt, aber das Risiko wird doch erhöht.Es handelt sich ja mitunter um sehr persönliche Unterlagen , manchmal auch um Originale.
Ich hoffe ich konnte den "Verdacht" der letzten Antworten entkräften.
Viele Grüße
Hilde

von
Agnes

Hallo Hilde,
natürlich gibt es eine Liste welcher Versicherungsträger sich hinter einer VSNR verbirgt.
Dies ist gesetzlich geregelt. Schauen Sie mal in die
Versicherungsnummern-, Kontoführungs- und Versicherungsverlaufsverordnung - VKVV.
Im Internet unter:
http://www.bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vkvv/gesamt.pdf

Dort finden Sie in der Anlage die Zahlen der Bereichsnummer der Versicherungsnummern (Stellen 1 und 2).

Das löst aber Ihr Problem nicht. Die Bereichsnummer in der Versicherungsnummer sagt Ihnen nur, welcher Versicherungsträger ursprünglich dieses VSNR vergeben hat. Welcher Träger aber aktuell das Konto führt, läßt sich hieraus nicht erkennen.
Dies war immer schon so, also auch vor der Organisationsreform.

Agnes

von
Vorsicht

Dann sagen Sie das doch dazu - warum denn nicht?!? - und schon wären alle im Bilde und könnten die Zeit sinnvoller nutzen. Den Datenschutz und damit durchaus nachvollziehbar verbundene Verdachtsmomente müßten Sie ja kennen.

Also nächstes Mal: Katze aus dem Sack, dann ist nicht nur Hilde sondern auch die Antwortschar im Bilde.

von
Schwarzwälder

Jetzt wäre ich erst recht misstrauisch. Welches "Amt" soll das denn sein? Die Ortsbehörde/Versicherungsamt? Ich kenne kein Bundesland in dem die RV Träger nicht eng mit den Ortsbehörden zusammenarbeiten und es meist einen Ansprechpartner gibt, wenn die Kollegen im "Amt" eine Frage (evtl. auch zur Zuständigkeit) haben. Und auch andere "Ämter" würden sicherlich Auskünfte erhalten, wenn sie diese für ihre Arbeit nachweislich benötigen.

von
Happy

Hallo Hilde,

also wenn das so ist, dann nehme ich meine "Verdachtsmomente" natürlich gerne zurück! ;-)))
Allerdings hätten sie das auch gleich schreiben können oder?

Weiterhin verwundert mich das auch ein wenig, denn in den Gemeinden und Rathäusern der einzelnen Städte wird genau wie in den Aussenstellen der DRV mit dem Antrag Online Programm gearbeitet!
Mit diesem Programm haben Sie eine automatische Kontenanbindung an den zuständigen Rentenversicherungsträger. Da benötigen Sie keine "Extraangaben" des Antragstellers, sondern greifen online auf die DRV zu. Wenn Sie die Anträge natürlich immernoch per Hand ausfüllen, haben Sie es halt nicht. Also keine Scheu, es funktioniert tatsächlich!
Das schöne an Antrag online ist natürlich auch, sie können keine Formulare vergessen, da je nach Antrag die erforderlichen Formulare abgerufen werden.

MfG
Happy

von
Hilde

Wir sind eine kleine Gemeindeverwaltung natürlich arbeiten wir mit den Kollegen von der DRV zusammen - aber da ich noch neu auf dem Gebiet bin habe ich "gewagt" mal diese Frage hier zu stellen.
Ich wußte nicht, das man das Forum für soetwas nicht nutzen soll / darf.

von
Happy

guten morgen Hilde,

natürlich dürfen sie dieses Forum auch "dazu" nutzen!
Durch die Art ihrer Fragestellung hat sich bei mir halt die "Hab Acht Stellung" ergeben. Sie glauben ja gar nicht, wieviele Daten am Telefon "preisgegeben" werden und was das für Auswirkungen haben kann. Bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes!
Also formulieren Sie einfach das nächste Mal Ihre Frage so, wie es ist und dann erhalten Sie auch eine entsprechend "freundliche" Antwort.
In diesem Sinne wünsche ich fröhliches Schaffen
Happy

p.s. Haben Sie in Ihrer kleinen Gemeinde kein Antrag Online?

von
sh

Diese Anrufe häufen sich. Die Anrufer hüten sich natürlich, ihre tatsächliche Identität preiszugeben (meistens wohl wirklich Inkassobüros) und geben sich z.B als Mitarbeiter einer (meist Betriebs-)Krankenkasse aus.

Da allerdings in der Regel die Telefonnummer unterdrückt wird (ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch eine Krankenkasse ohne ISDN-Anschluss gibt) und auf Rückfragen für den Grund der Anfrage sehr abstruse Antworten kommen, sind die Fälle relativ schnell zu erkennen.

von
Rosanna

Hallo Hilde,

Ihre Frage war wirklich sehr seltsam formuliert. Auch verwundert mich Ihr Beitrag von 0:24 ein bißchen...

Auch wenn jemand bei einer Vorsprache "nur" seine Vers.Nummer mitbringt, können Sie ihn/sie doch fragen, wo er/sie zuletzt versichert war, ob als Angestellter oder Arbeiter beschäftigt, ob er/sie bei der früheren BfA oder LVA gemeldet war etc. etc. DAS zumindest wissen doch wirklich die Meisten. Das hat auch mit der Änderung der Zuständigkeitsregelung bzw. dem Zusammenschluß der RV-Träger nichts zu tun. Wenn jemand z.B. einen Rentenantrag stellt, weiß er/sie in der Regel auch, WO er versichert ist. Und fast jeder erhält jährlich eine Renteninformation/Rentenauskunft! Der Anteil der Versicherten, der nicht weiß, welche DRV für ihn zuständig ist, dürfte m.E. sehr gering sein.

Im Übrigen würde ich sowieso nur in ganz wenigen Ausnahmefällen Originale versenden. Sie können doch beglaubigte Kopien anfertigen, oder gibt es in Ihrer Gemeindeverwaltung keine Kopiergeräte?

MfG Rosanna.

von
Wolfgang

Hallo Hilde,

wenn Sie den Job länger und gut machen wollen, sind die 1-wöchigen Seminare der RV-Träger zu empfehlen. Infos darüber kann Ihnen die örtliche Beratungsstelle, die (falls vorhanden) Landesarbeitsgemeinschaft der Versicherungsämter oder die Bundesarbeitsgemeinschaft der Versicherungsämter geben (Google: BAVers Offenbach).

Gruß
w.

von
Hilde im Bilde

Ich muss zugeben, die vielen Antworten haben mich gestern so sehr beschäftigt, das ich gestern Abend (Nacht) noch zu hause am privaten PC nachschauen musste. Weil es so heiß draußen war, konnte man eh noch nicht schlafen.
Aber interessant, auf was Sie alles achten, das vermittelt mir eine hohe Datensicherheit wenn man bei Ihnen versichert ist - gefällt mir.
Mit den Originalen haben Sie natürlich Recht - hinzufügen möchte ich allerdings noch, das einige Bürger, die zu uns kommen, denken, das wir Einblick in Ihr Versicherungskonto haben, weil wir einen PC auf dem Schreibtisch stehen haben. Ihnen ist dann halt beim Einkaufen eingefallen, och, ich frag jetzt mal auf der Gemeinde, wie das ist mit den Kindererziehungzeiten, Versorgungsausgleich o.ä. Auf dem Dorf sind die "kurz vor der Rente stehenden Leute" was Daten anbelangt nicht so gut informiert (keine Computergeneration). Da erlebt man manchmal seltsame Dinge.

von
Happy

Hallo nochmal,
also wenn Sie mit Antrag Online arbeiten, aber sich noch nicht so richtig trauen, dann nehmen Sie einfach einen Antrag auf und lassen das "Kreuzle" bei Daten vom Kontoführer abrufen?. Sie erhalten dann automatisch die zuständige DRV. Dann gehen Sie auf "abbrechen" und nehmen den Antrag per Hand auf. Wie es beliebt.

MfG
Happy

p.s. das könne Sie im Übrigen auch machen, wenn es sich nicht um einen Antrag handelt, sondern nur um Unterlagen nachzureichen. Und wenn noch Fragen sind, dann schreiben Sie mir einfach.

von
Hilde

Das hört sich gut an , aber wir arbeiten nicht mit Online Anträgen und haben meines Erachtens auch keinen Zugang, oder meinten Sie die ganz normale Vorgehensweise, wenn man auf der Homepage der DRV einen Antrag aufruft, das man dort die Daten vom Kontoführer abrufen kann ? Auf welcher Seite ist den die Möglichkeit für das Kreuzchen bzw. an welcher Stelle z. B. beim R 100 ?

von
Happy

nee, die "normale" Internetseite hat das nicht. Es gibt bei der DRV ein internes Programm zur Antragsaufnahme. Das nennt sich Antrag Online. Ich hatte die Hoffnung, auch Sie als Gemeinde würden damit arbeiten. Fragen Sie doch mal Ihrem Amtsvorsteher, warum es das nicht bei Ihnen gibt. Vielleicht kann es ja "nachgerüstet" werden. Erleichterung für Sie und eine schnellere Beabreitung für alle sind sicher gute Argumente!
Ich weiß jedenfalls, dass die Rathäuser und Gemeinden in meiner Umgebung (Süddeutschland) mit diesem Programm arbeiten und auch zufrieden sind, da die "Pinselei" per Hand weggefallen ist. Allerdings weiß ich nicht, wie sie an dieses Programm rankommen. Vielleicht muss Ihr Amt sich mit der DRV in Verbindung setzen?

Als viele grüße
Happy

von
Hilde

Ja, das ist gut, dann werde ich den Tipp mal mit meinen Kollegen/innen besprechen.
Ich habe gerade einen R 110 auf dem Tisch. Die RVNr. fängt mit 2531.. an, (mehr möchte ich aus Datenschutzgründen hier nicht preisgeben). Ich würde den Antrag jetzt zur Rentenvers. Bund nach Berlin schicken. Ist das ok. ?
Bei Wikipedia gibt es eine Übersicht der Organisation der DV Berlin mit den Aussenstellen Gera , Stralsund und Brandenburg. Kann man dieser Liste Glauben schenken oder soll man da lieber Abstand von nehmen ?

von
Evchen

Liebe Hilde,

machen Sie sich von der Vorstellung frei, dass Sie anhand der Versicherungsnummer immer den richtigen Versicherungsträger ermitteln können. Das funktioniert einfach nicht.

Wenn Sie jetzt einen R110 weiterleiten wollen, dann bezieht der Versicherte schon bereits eine Rente. Dann ist dieser Vordruck auch an den Träger weiterzuleiten, von dem die Rente gezahlt wird.
Da müssen Sie dann den Versicherten fragen.

Das kann in durchaus die DRV Bund in Berlin sein, muß aber nicht. Wie kommen Sie denn darauf, den Antrag an die DRV Bund zu schicken?

Wenn die Versicherungsnummer mit 25 beginnt, ist diese mal von der DRV Berlin-Brandenburg, also einem Regionalträger vergeben worden.

Sie schreiben, Sie sind neu in dem Amt.... Haben Sie denn keine erfahrenen Kollegen, die Sie befragen können. Offensichtlich besteht doch Bedarf.
Und sicherlich wäre es auch nicht verkehrt, mal eine Schulung der DRV für Mitarbeiter bei Versicherungsämtern mitzumachen.

Und noch ein Tipp: lassen Sie sich, bevor Sie einen Antrag aufnehmen, immer den letzten Versicherungsverlauf zeigen, damit Sie auch sicher sein können, dass Sie kein Antragsformular vergessen haben.
Auch wenn Sie dafür den Versicherten nochmal nach Hause schicken müssen.
Er wird Ihnen dankbar sein, wenn er dann nicht ständig Rückfragen von der DRV erhält.

von
Wolfgang

Hallo Hilde,

eigentlich ist es völlig wurscht, wo Sie den Antrag hinschicken - Hauptsache er verlässt Ihren Schreibtisch ;-)
Im Zweifel zur DRV Bund, Berlin oder Hauptstelle des Regionalträgers. Die ermitteln bei Unzuständigkeit den richtigen Träger und schon wird der Antrag weitergeleitet.

Antrag-Online:
www.deutsche-rentenversicherung.de/antrag-online

Gruß
w.

von
Heinrich

Hallo Happy,
Antrag-Online ist bei weitem noch nicht so verbreitet, wie Sie es sich vorstellen können.
In vielen Bundesländern befinden sich noch "Testgemeinden" bevor ein Einsatz erfolgen kann.
Die technischen und bürokratischen Hürden sind unglaublich.
Es wird noch Jahre dauern bis ein flächenddeckender Einsatz möglich sein wird.
Offenbar ist bei "Hilde" noch nicht einmal "Antrag-Online" ohne Kontoanbindung im Einsatz.

Heinrich