Zuständigkeit Mutter-Kind-Kur

von
PMWirth

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang September habe ich (45 Jahre, alleinerziehend mit einer Tochter, MS krank mit Fatigue und Depressionen, voll berufstätig trotz Erwerbsminderung, Kind Heuschnupfen Allergien) bei der Krankenkasse eine Mutter Kind Kur beantragt als Vorsorge - Wahlklinik ein Mutter-Kind-Kurhaus - spezialisiert auf Mütter mit MS und ihre Kinder.
KK hat Antrag an die RV weiter geleitet - Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt, dem nicht statt gegeben wurde - mit Rechtsvermerkt - Rechtsmittel wären ausgeschöpft, es bliebe nur die Klage vor dem Sozialgericht.
Die RV lehnt MKK-Antrag wegen Nicht-Zuständigkeit ebenfalls ab.
Mich drängt die Zeit, habe im Januar Kurgang reserviert und als Freiberuflerin ist es schwer Vakanzen "schadfrei" offen zu halten.
Kann mir jemand helfen, was jetzt zu tun ist??

von
User

Bei der RV gibt es sowas wie eine Mutter-Kind-Kur nicht.

Sie können aber für sich und für ihr Kind jeweils extra eine med. Reha beantragen und dann eben eine gemeinsame Einberufung in die selbe Klinik wünschen.

Wenn das vom Krankeheitsbild möglich ist, wird das im normalfall auch berücksichtigt.

Experten-Antwort

Hallo PMWirth,

leider ist das geschilderte Verfahren im Ergebnis für Sie nicht erfolgreich verlaufen.

Ggf. sollten Sie für sich und Ihr Kind zwei von einander getrennte Reha-Anträge, d.h. einmal einen Antrag auf medizinsche Rehabilitation für sich selbst und einmal einen Antrag auf Kinderheilverfahren für Ihr Kind über den Rentenversicherungsträger stellen. Sie sollten wissen, daß der Rentenversicherungsträger die klassische "Mutter/Kind-Kur" nicht in seinem Aufgabenspektrum hat. Dies liegt im Aufgabenbereich der gesetzlichen Krankenversicherung.

Vermutlich wird die Zeit bis Januar 2013 recht knapp um eine Entscheidung beim Rentenversicherungsträger zu erhalten. Es wäre daher zielorientiert die Klinik zu befragen, ob sie Maßnahmen für Erwachsene als auch für Kinder durchführt. Wenn ja, sollten Sie die Klinik um Terminverschiebung bitten. Ihren Rentenversicherungsträger sollten Sie danach bitte auch über den Sachverhalt unterrichten und um entspechende Entscheidung bzw. Berücksichtigung bitten.

von
PMWirth

Hallo - danke für die Antworten.

Aber MUSS die KK sich nicht zeitnah mit dem Antrag noch einmal befassen, wenn die RV die Zuständigkeit wieder an die KK gegeben hat, da die MKK eine Pflichtleistung der KK und nicht der RV ist?
Und 2 Rehas sind etwas anderes wie 1 MKK.
Wenn die KK Recht hätte, dann gäbe es dieses MKK-Heim für MS-kranke Mütter mit Kindern ja gar nicht!!

Experten-Antwort

Hallo PMWirth,

Ihre Einlassungen sind nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht wäre es sinnvoll hier nochmals das Gespräch mit der Krankenkasse zu suchen und um Überprüfung der Entscheidung zu bitten.

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